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Amenorrhoe: Das Ausbleiben der Menstruationsblutung

Mediziner bezeichnen das Ausbleiben der Regelblutung als Amenorrhoe. Während einer Schwangerschaft und der Stillzeit gehört dies zu den natürlichen Körperreaktionen. Das Gleiche gilt auch aufgrund von Wechseljahren. Bei fünf Prozent aller Frauen mit Amenorrhoe verbergen sich jedoch andere Ursachen wie seelische Belastungen, organische Komplikationen, hormonelle Störungen, Magersucht oder Essstörungen dahinter.


Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Symptome und Ursachen hat Amenorrhoe?
  2. Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
  3. Wie erfolgt die ärztliche Diagnose von Amenorrhoe?
  4. Wie wird Amenorrhoe behandelt?

Welche Symptome und Ursachen hat Amenorrhoe?

Erkennbar ist Amenorrhoe am plötzlichen Ausbleiben der Regelblutung. Geschieht dies nicht aufgrund von Schwangerschaft oder Stillzeit, so sprechen Gynäkologen von der sekundären Amenorrhoe. Tritt Amenorrhoe vor Beginn der ersten Monatsblutung bei Jugendlichen über 16 Jahren ein, handelt es sich um eine primäre Form.

Sekundäre Amenorrhoe tritt öfter auf als die primäre Form. Zu den häufigsten Ursachen der sekundären Amenorrhoe zählen stress, Sport und extremer Gewichtsverlust. Bei primärer Amenorrhoe liegt in den meisten Fällen eine konstitutionelle Wachstumsverzögerung als auch eine stark verzögerte Pubertätsentwicklung vor.

Ursachen für das Ausbleiben der Menstruation

Zudem steht die primäre Form zum Großteil mit physiologischen Ursachen im direkten Zusammenhang. Hierzu zählen:

  • genitale Fehlbildungen
  • hormonelle Störungen (vorrangig der Hirnanhangsdrüse oder dem Zwischenhirn)
  • angeborene Chromosomenanomalien
  • Funktionsstörungen der Eierstöcke

Die sekundäre Amenorrhoe lässt sich aufgrund einer multifaktoriellen Ursachenanalyse begründen. Vorrangig stehen dabei physiologische und psychische Auslöser wie häufiges Reisen, wichtige Ereignisse im familiären beziehungsweise beruflichen Kontext im Vordergrund.Zu weiteren Auslösern einer sekundären Amenorrhoe zählen:

  • physiologische Ursachen wie z.B. Schwangerschaft, Abtreibung, Fehlgeburt, Adoleszenz, Perimenopause
  • Hyperprolaktinämie (erhöhter Prolaktinspiegel im Blut) aufgrund von Einnahme spezieller Medikamente (beispielsweise Psychopharmaka, Opiate, Antihypertensiva (Blutdrucksenker), Krebsarzneimittel), Prolaktinom, veränderter Metabolismus bei Nieren- oder Leberinsuffizienz
  • Hypergonadotrope Ovarialinsuffizienz bedingt durch Anomalien (molekulargenetisch, chromosomal), Mumps, Autoimmunerkrankungen, Chemotherapie, Bestrahlung des Beckens
  • Hypogonadotrope oder normo- Ovarialinsuffizienz infolge von Untergewicht durch Essstörungen (Bulimia nervosa, Anorexia), Stress, Extremsport, akute Allgemeinerkrankungen, Kallan-Syndrom, ZNS Tumor, Hypophysentumor oder Hypophysenverletzung, Post-Pill-Amenorrhoe durch Absetzen der Drei-Monatssprite
  • Anatomische Amenorrhoe aufgrund von Hemmungsmissbildungen (Atresien, MRKH-Syndrom), Asherman-Syndrom

Es ist davon auszugehen, dass oben aufgeführte Faktoren den weiblichen Organismus auf hormoneller Ebene stark beeinflussen. Bis dato konnten wissenschaftliche Untersuchungen den einzelnen Abläufen noch nicht komplett auf den Grund gehen.

Mediziner gehen davon aus, dass oben beschrieben spezielle Situationen Fehlfunktionen des Nervensystems verursachen. Aufgrund dessen kommt der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Aufgrund dessen sind vereinzelte Ursachen von Amenorrhoe stark altersabhängig. So bleibt die Regelblutung beispielsweise häufig bei jungen Frauen aus, wenn ihr Gewicht stark schwankt.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, einen Arzt beim Ausbleiben der Regelblutung aufzusuchen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Schwangerschaft vorliegt beziehungsweise nach dem 16. Geburtstag noch keine Menstruation eingesetzt hat.

Frauen sollten ihren Frauenarzt auch dann konsultieren, wenn mindestens einer der nachfolgenden Punkte zutrifft:

  • Menstruationsblutung blieb mindestens drei Mal hintereinander aus.
  • Regelblutung fällt seit der Einnahme eines neuen Arzneimittels aus.
  • Menstruation bleibt nach Absetzen eines hormonellen Empfängnisverhütungsmittels wie beispielsweise Antibabypille, Verhütungspflaster oder Drei-Monats-Spritze aus.
  • Neben der Amenorrhoe treten Symptome einer Vermännlichung auf, wie zum Beispiel: tiefere Stimmlage, Haarausfall, Hirsutismus

Darüber hinaus ist ein Gynäkologe aufgrund der ausbleibenden Regelblutung genau dann aufzusuchen, wenn weitere Symptome auftreten. Hierzu zählen Brustschmerzen, Unterleibsschmerzen, Schmerzen bei sexuellen Aktivitäten beziehungsweise milchige Absonderungen aus den Brustwarzen.

Wie erfolgt die ärztliche Diagnose von Amenorrhoe?

Eine ärztliche Diagnose besteht aus verschiedenen Phasen. Zuerst erfasst der Gynäkologe die Krankengeschichte. Auf diese Weise ist festzustellen, ob beispielsweise bestimmte Lebensumstände Einfluss haben oder eventuell andere Krankheiten vorliegen. In diesem Zusammenhang erfasst der Arzt auch, ob Operationen im Bauchbereich stattfanden beziehungsweise die Frau aktuell spezielle Arzneimittel einnimmt, welche den weiblichen Hormonhaushalt ungünstig beeinflussen.

In der zweiten Phase der Diagnose folgt eine gynäkologische Untersuchung inklusive einer Tastuntersuchung von Eierstöcken, Gebärmutter und Vagina. Oftmals folgt darauf eine Ultraschalluntersuchung. Besondere Schwerpunkte zur Diagnose stellen hierbei Über- bzw. Untergewicht, die Körperbehaarung, Brustentwicklung und auffällige Fettansammlungen dar.

Liegt der Verdacht auf eine primäre Amenorrhoe vor, schließlich sich hier zudem eine diagnostische Bauchspiegelung an. Zudem erfolgt ein Bluttest und/oder Urintest, welcher der Diagnose von eventuellen Hormonstörungen beziehungsweise anderen Krankheiten (Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Erkrankungen der Nebennierenrinde) dient. Im Einzelfall veranlasst der Frauenarzt zudem einen Schwangerschaftstest. Bei einem begründeten Verdacht auf einen möglichen Hirntumor empfiehlt sich zudem die Computertomografie des Schädels.

Vermutet der Gynäkologe eine Erbkrankheit als Ursache der Amenorrhoe, wird ein Spezialist für Erbkrankheiten (Humangenetik) hinzugezogen. Bei einer möglichen Erkrankung des Stoffwechsels beziehungsweise der Hormondrüsen folgt eine Überweisung zum Facharzt für Endokrinologie. Leidet die Frau an Essstörungen oder anderen psychischen Problemen, erfolgt die weiterführende Behandlung durch einen Spezialisten (Psychiater, Psychotherapeut) ambulant oder im Einzelfall in einer Spezialklinik stationär.

Wie wird Amenorrhoe behandelt?

Um Amenorrhoe erfolgreich zu behandeln, muss die Ursache für dieses Symptom identifiziert werden. Die Therapie richtet sich nach den Faktoren, die das Ausbleiben der Menstruationsblutung auslösen. Aufgrund der zahlreichen möglichen Ursachen kann keine eindeutige Behandlungsempfehlung ohne ärztlicher Untersuchung gegeben werden. Nach genauer Anamnese kann der behandelnde Arzt die Gründe für Amenorrhoe bestimmen und eine angemessene Therapie einleiten.

Wenn eine Amenorrhoe aufgrund von Hormonstörungen entsteht, schafft meist die Einnahme von Hormonpräparaten Abhilfe. Im Gegensatz dazu können Tumore beziehungsweise Fehlbildungen im Bereich der Genitalien ausschließlich durch operative Interventionen in Kombination mit Hormontherapien behandelt werden. Alternativ dazu kann eine psychotherapeutische Behandlung bei der Diagnose Amenorrhoe aufgrund von psychischen Ursachen sinnvoll sein.

Wird Amenorrhoe durch hormonelle Verhütungsmethoden ausgelöst, kann diese unter Umständen nach Absprache mit dem Arzt auf eine andere Hormonkombination umgestellt werden. Mithilfe von hormonfreien Verhütungsmethoden, wie z.B. Kupferspirale oder Barriere Methoden, kann ein natürlicher Zyklus wiedererlangt werden.

Was kann jede Frau selbst gegen Amenorrhoe tun?

In den meisten Fällen ist Amenorrhoe psychisch bedingt. Hier kann es hilfreich sein, die Psyche gezielt zu stärken und in Balance zu bringen. Entspannungstechniken wie beispielsweise Meditation, progressive Muskelentspannung und autogenes Training haben sich in diesem Zusammenhang bewährt. Gleichzeitig helfen sportliche Aktivitäten beim gezielten Stressabbau, denn hierbei erfolgt ein kontinuierlicher Abbau von Stresshormonen.

Wenn extreme Sportarten mögliche Ursachen der Amenorrhoe sind, hilft es, die Trainingseinheiten zu reduzieren. Frauen mit extremem Untergewicht sollten etwas zunehmen, denn das Fettgewebe ist essenziell bei der natürlichen Östrogenbildung. Das weibliche Sexualhormon dient der Steuerung des monatlichen Zyklus. Dies gilt auch für extreme Diäten.

Bei Vorliegen einer Essstörung, die einen starken Gewichtsverlust verursacht, ist die Konsultation von professionellen Helfern in jedem Fall zu empfehlen. Grundsätzlich unterstützt eine ausgewogene und gesunde Ernährungs- beziehungsweise Lebensweise den weiblichen Zyklus. Entsprechend kann das Ausbleiben der Menstruationsblutung ein Hinweis auf eine notwendige Balance einzelner Lebensbereiche sein.


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Quellen:

  1. Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe). Wort und Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Menstruationsstörungen. Berufsverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Amenorrhö. Krause & Pachernegg GmbH. URL: kup.at
  4. Amenorrhoea. The Sydney childrens Hospital Network. URL: schn.health.nsw.gov.au

Veröffentlicht am: 21.09.2016