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Die Wirkstoffgruppe der Diuretika

Diuretika sind Arzneistoffe, die eine vermehrte Urinausscheidung über die Nieren - die sogenannte Diurese - fördern. Umgangssprachlich werden sie als Entwässerungsmedikamente oder "Wassertabletten" bezeichnet. Für eine zielgerichtete und schonende Therapie stehen Diuretika mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen zur Verfügung.


Inhaltsverzeichnis

  1. Anwendungsgebiete von Diuretika
  2. Wirkungsweise von Diuretika
  3. Unterschiedliche Diuretika-Wirkstoffgruppen
  4. Nebenwirkungen von Diuretika
  5. Wechselwirkungen von Diuretika
  6. Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Diuretika

Anwendungsgebiete von Diuretika

Diuretika besitzen eine große therapeutische Bandbreite. Sie waren die ersten Arzneistoffe, die zur Therapie von Bluthochdruck (Hypertonie) zum Einsatz kamen.

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Zu den Erkrankungen, die mit Diuretika behandelt werden können, zählen außerdem:

  • Herzinsuffizienz - "Herzschwäche", stärkere Einschränkungen der Herzfunktion.
  • Ödeme - Wasseransammlungen in der Lunge, den Beinen oder anderen Körperregionen.
  • Aszites - Wasseransammlungen im Bauchraum aufgrund Leberzirrhose und anderen inneren Leiden.
  • Hochgradige Niereninsuffizienz. Bei einer weit fortgeschrittenen Nierenschwäche kann die Urinausscheidung durch Diuretika über einen sehr langen Zeitraum aufrechterhalten werden.
  • Das sogenannte nephrotische Syndrom mit vermehrter Eiweißausscheidung über den Urin sowie Ödemen an Beinen oder Füßen.
  • Diabetes insipidus - eine angeborene hormonell verursachte Erkrankung, die sich durch vermehrte Urinausscheidung sowie ein gesteigertes Durstgefühl bemerkbar macht.
  • Nierensteine.
  • Verschiedene Störungen des Elektrolythaushalts des Körpers.

Wirkungsweise von Diuretika

Allen Diuretika gemeinsam ist ihre ausschwemmende Wirkung. Sie beruht darauf, dass mit dem Urin eine höhere Menge Natrium ausgeschieden wird. Natriumsalz kommt im Blut in Form von Natrium-Ionen vor.

Es ist wichtig für die Aufrechterhaltung der elektrischen Spannung in den Zellen sowie für den Wasser- und Elektrolythaushalt des Körpers. Durch die Einnahme von Diuretika erhöht sich die Natriummenge im Urin, zusammen mit den Natriumionen wird eingelagertes Wasser ausgeschwemmt. Allerdings fördern die meisten Diuretika auch die Ausscheidung anderer Mineralstoffe (Kalium, Magnesium).

Wirkung im Filtersystem der Nieren

Diuretika wirken in den Nephronen (Nierenkörperchen), von denen in jeder Niere etwa eine Million vorhanden sind. Jedes Nierenkörperchen ist eine Filtereinheit, insgesamt bilden die Nephrone ein komplexes System zur Regulierung des Elektrolyt- und Wasserhaushalts.

Wirkungsweise von Diuretika

Sie bestehen jeweils aus dem Glomerulus - einem Nervenknäuel - der Bowman-Kapsel als ihrer äußeren Hülle und einem Harnkanälchen, das in verschiedene Abschnitte unterteilt ist. Im Einzelnen sind das die Henle-Schleife, der proximale sowie der distale Tubulus - sie unterscheiden sich unter anderem nach ihrer Entfernung vom Ort der Urinentstehung.

Das Wasser- und Elektrolytgleichgewicht wird durch den Rückfluss eines Teils der gefilterten Nierenflüssigkeit in den Tubuli aufrechterhalten, die dafür als Sammelrohr fungieren.

Unterschiedliche Diuretika-Wirkstoffgruppen

Innerhalb der pharmazeutisch hergestellten Diuretika gibt es vier verschiedene Substanzklassen, die jeweils spezifisch und an verschiedenen Stellen der Nephrone wirken.

Schleifendiuretika

Schleifendiuretika wirken schnell und intensiv, indem sie den Salzrücktransport am Anfang des Sammelrohres (in der Nähe der Henle-Schleife) hemmen. Sie können auch bei Patienten mit bereits stärker eingeschränkter Nierenfunktion zum Einsatz kommen. Verordnet werden sie vor allem dann, wenn - etwa bei einer sich verschlechternden Herzinsuffizienz - eine schnelle Entwässerung erfolgen muss.

Vertreter dieser Wirkstoffgruppe sind beispielsweise Furosemid, Bumetanid, Torasemid, Piretanid und Etacryninsäure.

Thiazide

Thiazid-Diuretika hemmen den Salzrücktransport in größerer Entfernung vom Ort der Urinproduktion. Gleichzeitig vermindern sie die Filtration des Primärurins. Trotz der doppelten Wirkung ist ihre Wirkung im Vergleich zu den Schleifen-Präparaten schwächer.

Thiazide sind oft das Mittel der ersten Wahl für eine Bluthochdruckbehandlung, außerdem werden sie bei Patienten mit Herzinsuffizienzen eingesetzt. Neben der ausschwemmenden Wirkung haben sie gefäßerweiternde Effekte.

Zur Wirkstoffgruppe der Thiazid-Diuretika gehören Bendroflumethiazid, Hydrochlorthiazid, Indapamid, Xipamid und Chlorthalidon. Letzteres ist das Thiazid mit der längsten Halbwertzeit - eine Tablette wirkt länger als 24 Stunden. Thiazide eignen sich gut für eine dauerhafte Therapie. Insbesondere Hydrochlorthiazid wird oft zusammen mit ACE-Hemmern zur Blutdrucksenkung angewendet.

Da diese Wirkstoffe bei etwa 20 Prozent der damit behandelten Patienten zu einer Senkung des Kalium-, Natrium- und Magnesiumspiegels führen, werden sie oft zusammen mit Kalium-sparenden Diuretika verordnet. Zu hohe Kaliumverluste können schwerwiegende Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen.

Kalium-sparende Diuretika

Kalium-sparende Diuretika wirken am äußersten Ende des Sammelrohres. Sie sind die am schwächsten wirkenden Diuretika. Anders als die anderen Entwässerungsmedikamente forcieren sie die Kalium-Ausscheidung nicht. Sie werden fast immer zusammen mit Thiaziden eingesetzt, da ihre Ausscheidungswirkung bei alleiniger Anwendung eher begrenzt ist.

Substanzbeispiele für Kalium-sparende Diuretika sind Amilorid oder Triamteren.

Aldosteron-Antagonisten

Aldosteron-Antagonisten gehören zu einer neuen Generation von Diuretika, die über die Blockade der Aldosteron-Rezeptoren im Körper wirken. Aldosteron ist ein Steroid-Hormon, das in der Nebenniere produziert wird.

Es steigert die Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen und damit auch den Blutdruck. Außerdem steuert es die Durchlässigkeit der Natrium-Kanäle in den distalen Tubuli. Eine Überproduktion von Aldosteron führt zu erhöhtem Blutdruck, zur Zurückhaltung von Wasser und Natrium im Körper sowie zu einer verstärkten Ausscheidung von Kalium - Aldosteron-Antagonisten blockieren diesen Mechanismus.

Vertreter dieser Wirkstoffgruppe sind Eplerenon, Kaliumcanrenoat und Spironolacton. Verwendet werden sie vor allem bei Aszites, Leberzirrhose, bei chronischer Herzinsuffizienz, einem nephrotischen Syndrom oder starkem Kaliumverlust. In Kombination mit ACE-Hemmern und Herzglykosiden helfen Aldosteron-Antagonisten, die Sterblichkeit von Patienten mit schweren Herzfunktionsstörungen zu senken.

Kombinationstherapien sind die Regel

Studien belegen, dass Kombinationstherapien - also die gemeinsame Verordnung von unterschiedlichen Diuretika oder von Entwässerungsmedikamenten, ACE-Hemmern, und anderen Arzneistoffen - in der klinischen Praxis die Regel sind. Die Kombination mit anderen Substanzen ermöglicht bessere Verträglichkeit, eine höhere Akzeptanz der Medikamente und eine insgesamt schonende Behandlung.

Nebenwirkungen von Diuretika

Diuretika sind im Allgemeinen gut verträglich. Zu ihren häufigen Nebenwirkungen gehören jedoch:

  • Müdigkeit
  • Schwächegefühl
  • Schwindelgefühl im Stehen (insbesondere bei älteren Menschen)
  • Mundtrockenheit
  • Hautrötungen und Hautreizungen (vor allem an Bauch und Unterarmen)
  • Einschränkungen des Sehvermögens
  • Kaliummangel, Herzrhythmusstörungen
  • Wadenkrämpfe durch Magnesiummangel
  • Salzmangel und hierdurch ausgelöste Verwirrtheitszustände
  • Leichte Erhöhungen der Blutfett- und Blutzuckerwerte
  • Zu hoher Flüssigkeitsverlust, Dehydrierung
  • Verstärkte Thromboseneigung
  • Allergische Reaktionen
  • Erbrechen und Durchfall (speziell bei Aldosteron-Antagonisten)

Die Aldosteron-Antagonisten Caliumcanrenoat und Spironolacton können aufgrund ihrer geringen Selektivität gegenüber den Rezeptoren für die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone bei Frauen Zyklusstörungen und einen männlichen Behaarungstyp (Hirsutismus), bei Männern Brustwachstum (Gynäkomastie) oder Impotenz bewirken.

Bei der Einnahme von Diuretika muss auf regelmäßige Laborkontrollen der Blutsalze, der Blutfette, des Blutzuckers, des Cholesterinwerts sowie der Nierenwerte geachtet werden. Wichtig ist während der Behandlung insbesondere, dass Veränderungen des Elektrolythaushalts frühzeitig erkannt und korrigiert werden können.

Wechselwirkungen von Diuretika

Wechselwirkungen von Diuretika mit anderen Substanzen hängen vom jeweiligen Medikament und seiner Wirkstoffgruppe ab.

Bei der kombinierten Behandlung mit Schleifendiuretika und ACE-Hemmern kann es zu Schwindel und Blutdruckabfall kommen.

Thiazide und Kalium-sparende Diuretika wirken als Antagonisten. Durch eine Kombinationsbehandlung lassen sich sowohl die individuelle Wirksamkeit als auch die Verträglichkeit der Medikamente optimieren.

Wenn Kalium-sparende Diuretika und Kaliumpräparate gemeinsam eingenommen werden, können daraus erhöhte Kaliumwerte und schwerwiegende Herzrhythmusstörungen resultieren.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Diuretika

Gegenanzeigen gegen die Einnahme von Diuretika sind:

  • Flüssigkeitsmangel/Dehydrierungserscheinungen
  • Erhöhte oder erniedrigte Blutsalzwerte
  • Blutgerinnungsstörungen mit erhöhter Thromboseneigung
  • Schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen: Bei ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen dürfen Thiazide und Kalium-sparende Diuretika nicht verwendet werden
  • Allergien
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Strengstens kontraindiziert ist die informelle Verwendung von Diuretika als Abnehm- oder Dopingmittel. Im ungünstigsten Fall können daraus lebensbedrohliche Zustände entstehen.


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Quellen:

  1. Diuretika – neue Errungenschaft. Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Diuretika. Dr. Gumpert GmbH. URL: dr-gumpert.de
  3. Wassertabletten (Diuretika). Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a. d. Fulda. URL: herz-kreislauf-zentrum-rotenburg.de
  4. Diuretika bei Bluthochdruck - Eine qualitative Studie zur Untersuchung von inkonsistenten Verschreibungsmustern in Hausarztpraxen. Dr.med. Henrik Lamers. URL: archiv.ub.uni-heidelberg.de
  5. A randomized, placebo-controlled study of loop diuretics in patients with essential hypertension: the bumetanide and furosemide on lipid profile (BUFUL) clinical study report.. Van der Heijden M. et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 04.07.2016