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Psychosoziale Aspekte von Adipositas (Fettsucht)

Adipositas (Fettleibigkeit, Obesitas oder umgangssprachlich auch Fettsucht) bezeichnet ein krankhaftes Übergewicht, die mithilfe des Body-Mass-Index (BMI) definiert wird. Der BMI wird berechnet, indem man das Körpergewicht durch die Körpergröße im Quadrat teilt. Übergewicht besteht ab einem BMI von 25kg/m2, von Adipositas wird ab einem BMI von 30kg/m2 gesprochen. Zusätzlich wird zwischen drei Schweregraden von Adipositas unterschieden.


Inhaltsverzeichnis

  1. Adipositas: alarmierende Zahlen
  2. Übergewicht bei Kindern und psychosoziale Folgen
  3. Weitere Faktoren, die Adipositas begünstigen

Adipositas: alarmierende Zahlen

Die Erkrankung ist in den westlichen Industriestaaten heutzutage epidemisch verbreitet und die Zahlen steigen weltweit. Dem krankhaften Übergewicht liegt eine genetische Komponente zugrunde, allerdings spielen die heutige übermäßig kalorienreiche Ernährungsweise, Bewegungsmangel und psychosoziale Faktoren eine große Rolle bei der zunehmenden Verbreitung.

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Mehreren Studien zufolge, 8% der Erwachsenen sind adipös (fettleibig) und 51% der Männer und 32% der Frauen übergewichtig sind. Im Alter von 25 bis 34 Jahren sind fast 40 Prozent der Männer übergewichtig oder adipös, bei den Frauen hingegen weniger als 20 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Übergewichtigen oder Adipösen bis zu einem Maximum von 61 Prozent bei den 55-64-jährigen Männern und von 47 Prozent bei den 65-74-jährigen Frauen (Quelle: swissheart.ch). Aber auch Kinder und Jugendliche sind immer häufiger betroffen. Adipositas stellt heute neben dem Rauchen die wichtigste Ursache für einen vermeidbaren vorzeitigen Tod dar, denn in der Folge steigt sowohl das Risiko einer Diabeteserkrankung, als auch das Karzinomrisikio und die Wahrscheinlichkeit eines kardiovaskluären Todes.

adipositas anteil

Adipositas besteht zwar in einer pathologischen Vermehrung des Körperfetts, die mit einem erheblichen gesundheitlichen Risiko einhergeht. Allerdings handelt es sich hierbei keineswegs um ein rein medizinisches oder körperliches Problem. Vielmehr spielen eine Vielzahl von psychosozialen Aspekten eine Rolle. Dies gilt zum einen für Faktoren, die das Übergewicht mitbedingen.

Psychosoziale Folgen in tabellarischer Übersicht
Minderwertigkeitskomplexe mangelndes Selbstwertgefühl
Soziale Isolation Diskriminierung
Ängstlichkeit in sozialen Situationen Depressionen

Beispielsweise berichten übergewichtige Kinder häufiger über emotionales Essverhalten, als dies bei normalgewichtigen Kindern der Fall ist. Kinder und Jugendliche mit Adipositas greifen also häufiger zu Essen, um sich zu trösten oder zu belohnen. Bedeutsam sind aber auch die Konsequenzen im sozialen Bereich und Folgen für die psychische Gesundheit.

Übergewicht bei Kindern und psychosoziale Folgen

Übergewichtige Kinder sehen sich im Alltag häufig mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert. Bereits im Vorschulalter ist die Wahrnehmung von übergewichtigen Menschen von Vorurteilen bestimmt. Dies geht aus Studien hervor, denen zufolge Kinder eine übergewichtige Silhouette als negativ bewerten und übergewichtige Menschen mit Begriffen wie unkontrolliert und unbeherrscht, aber auch unbeliebt und dumm bezeichnen. Übergewichtige Kinder und Jugendliche werden zudem etwa doppelt so häufig gehänselt und verspottet wie normalgewichtige Gleichaltrige.

Als weiterer belastender Faktoren gerade für Kinder mit Übergewicht kommt hinzu, dass auch seitens der Erwachsenen häufig mit Kommentaren zu rechnen ist, sei es von Seiten der Bezugspersonen wie Lehrern oder Eltern oder aber von völlig fremden Personen. Langfristig scheinen die Hänseleien der Gleichaltrigen sowie die Kommentare der Erwachsenen derart internalisiert zu werden, dass die Vorurteile hinsichtlich übergewichtigen Personen schließlich oft von den Betroffenen selbst geteilt wird.

Depressionen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper

Zudem kann das dauerhafte Verspottet-Werden zu vermehrter Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, ungesunden Kontrollmechanismen und Binge-Eating führen. Auch Depressionen und ein geringer Selbstwert können die Folge sein. Gerade junge Mädchen sind häufig betroffen, da sie nicht nur häufiger aufgrund ihres Gewichts verspottet und ausgegrenzt werden, sondern im Vergleich zu Jungen auch stärker darunter leiden.

Ein geringer Selbstwert ist zudem mit einem höheren Risiko für psychische Störungen verbunden. Der Selbstwert bezeichnet die evaluative Komponente des Selbstkonzepts, welches wiederum die Wahrnehmung der eigenen Person in verschiedenen Lebensbereichen betrifft.

Studien zufolge sind auch weitere Komponenten des Selbstkonzepts bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen betroffen. Dabei handelt es sich insbesondere um die körperliche Leistungsfähigkeit, die eigene Attraktivität sowie die soziale Kompetenz und Einbindung.

Verhaltensstörungen als Folgen von Adipositas bei Kindern

Übergewicht bei Kindern steht mit einer Reihe von Verhaltensstörungen in Verbindung. Dazu gehören zum einen die Essstörungen, die häufig in Form von Binge-Eating auftreten. Aber auch internalisierende Verhaltensstörungen wie Depressionen oder Ängste oder externalisierende Verhaltensstörungen wie aggressives oder dissoziales Verhalten werden bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen häufig beobachtet. Zudem weist eine zunehmende Anzahl von Studien auf das vermehrte Auftreten von Aufmerksamkeitsstörungen und Problemen mit der Impulskontrolle bei Kindern mit Adipositas hin.

Insgesamt liegt die Lebensqualität stark übergewichtiger Kinder sogar niedriger als die von Kindern, die unter weiteren chronischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden. Dies zeigt die Notwendigkeit einer multimodalen Therapie nicht nur im Sinne der körperlichen Gesundheit an. Programme, die zur dauerhaften Gewichtsreduktion bei Kindern verhelfen sollen, müssen die komplexen psychosozialen Faktoren miteinbeziehen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Weitere Faktoren, die Adipositas begünstigen

Einen wichtigen Einfluss auf das Essverhalten haben die sozioökonomischen Verhältnisse. Übergewicht und Adipositas kommt im Vergleich zu Personen mit höherer Bildung und höherem Einkommen besonders oft in den unteren sozialen Schichten vor. Dies mag vielfältig bedingt sein.

Beengte Wohnverhältnisse und ein begrenztes Budget spielen mit Sicherheit eine Rolle. Aber auch chronischer Stress begünstigt die Entstehung von Übergewicht. Ein wenig entwickeltes Gesundheitsbewusstsein stellt einen weiteren Faktor dar.

Eine Studie in Amerika zeigte die Bedeutung von gesundheitsförderndem Verhalten in einem anderen Zusammenhang auf. 3 Teilnehmer der Studie, die einer ethnischen Minderheit angehörten und über einen geringeren sozioökonomischen Status verfügten, betrachteten jene auf Gesundheit ausgerichtete Verhaltensweisen als Teil einer weißen, der Mittelschicht angehörigen Identität. Aus diesem Grund konnten sie sich selbst wenig damit identifizieren. Dies ist angesichts der Vermarktung von Bio-Produkten, Yoga-Unterricht und dergleichen mit genau der genannten Zielgruppe kaum verwunderlich.

Die Medienlandschaft spielt auch in vielerlei anderer Hinsicht eine bedeutende Rolle, wenn es um das Thema Gewicht beziehungsweise Übergewicht geht. Das in den Medien vorgegebe Schönheitsideal übertriebener Schlankheit führt in vielen Fällen zu einem rigide kontrollierten Essverhalten, welches letztendlich im Binge-Eating endet. Die Betroffenen verzichten langfristig auf ein Sattheitsgefühl, um den gesellschaftlichen Erwartungen an ihr Äußeres zu entsprechen, bis es zu einer unbeherrschbaren Essattacke kommt. Ein so gestörtes Essverhalten begünstigt die Entstehung von Übergewicht und letztlich Adipositas.

Die Psychopathologie adipöser Patienten wurde zeitweise kontrovers diskutiert. Heute sind sich Forscher allerdings weitgehend einig, dass die depressive Symptomatik sowie das verminderte Selbstwertgefühl, das mit Adipositas häufig einhergeht, eine Folge der Erkrankung darstellen und nicht ihre Entstehung bedingen. Die psychologischen Folgen wie auch die gesundheitlichen Risiken von Adipositas sind jedoch in vielen Fällen rückgängig zu machen, wenn es zu einer langfristigen erfolgreichen Gewichtsreduktion kommt.

Quellen:

  1. Hauner, H. (2006). Adipositas — eine somatische oder psychische Erkrankung oder beides?. Herz Kardiovaskuläre Erkrankungen, 31(3), 207-212.
  2. Warschburger, P. (2011). Psychologische Aspekte der Adipositas. Bundesgesundheitsblatt- Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz, 54(5), 562-569.
  3. Oyserman, D., Fryberg, S. A., Yoder, N. (2007). Identity-based motivation and health. Journal of Personality and Social Psychology, 93(6), 1011-1027.
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