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    Die psychosozialen Aspekte von Zystischem Ovarsyndrom und Hirsutismus

    Heute mehr denn je gehören perfekt glatte Beine und Achselhöhlen sowie ein makelloser Bikinibereich zum Schönheitsideal der Frau. Während noch bis vor einigen Jahrzehnten behaarte Beine und Achseln auch bei Frauen die Normalität waren, ist dies heute gesellschaftlich kaum noch akzeptabel. Doch während die meisten Frauen nur an den genannten Körperstellen die Haare entfernen, so hat eine Minderheit mit männlich anmutendem Haarwuchs zu kämpfen.

    Dieser tritt häufig über der Oberlippe oder am Kinn auf. Auch Brust, oberer und unterer Rücken sowie die Beine sind oft von dem übermäßigen Haarwuchs betroffen.


    Inhaltsverzeichnis

    1. Ursachen des Hirsutismus
    2. Hirsutismus im Jugendalter
    3. Psychologisches Wohlbefinden bei Hirsutismus im Erwachsenenalter
    4. Die Aufgaben der Ärzte

    Ursachen des Hirsutismus

    Fachsprachlich wird er als Hirsutismus (vermehrte Behaarung) bezeichnet. Verschiedene Ursachen können der Behaarung zugrunde liegen. Zum einen kann der Haarwuchs anlagebedingt sein. Zum anderen kann er Folge einer Androgenüberproduktion sein, die wiederum durch das sogenannte zystische Ovar Syndrom (Polyzystische Ovar-Syndrom) oder das Adrenogenitale Syndrom (adrenogenitales Salzverlustsyndrom, Debré-Fibiger-Syndrom) verursacht sein kann. Auch Androgen produzierende Tumore oder Insulinresitenz, die Diabetes auslöst, können die Ursache für übermäßigen Haarwuchs bei Frauen sein.

    Hirsutismus im Jugendalter

    Das zystische Ovarsyndrom stellt die häufigste Ursache von Hirsutismus dar. Weitere Symptome dieser Hormonstörung bestehen in Übergewicht, Insulinresistenz, Akne und Zyklusstörungen. Während der Pubertät steigt die Prävalenz des zystischen Ovarsyndroms stetig. Gerade für Mädchen in diesem jungen Alter, die gerade erst weibliche Formen entwickeln und ihre Identität als Frau entdecken, kann die außergewöhnlich starke Körperbehaarung eine extreme psychische Belastung darstellen. Doch nicht nur Scham spielt eine Rolle. Auch langwierige diagnostische und therapeutische Prozedere können kräftezehrend wirken.

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    Forschung und Studien

    Eine Studie von 50 Mädchen mit Hirsutismus im Alter von 13 bis 18, die sich aufgrund von Zyklusstörungen in Behandlung befanden, bestätigte die negativen Folgen für die Jugendlichen. Keine der Studienteilnehmerinnen verhütete hormonell (Pille, Minipille, Pflaster) oder wurde mit Medikamenten behandelt, die sich auf das Ausmaß des Haarwuchses auswirken könnten. Die Kontrollgruppe bestand aus 50 Mädchen im gleichen Alter, bei denen kein Hirsutismus vorlag.

    Die Mädchen, die von Hirsutismus betroffen waren, berichteten über eine geringere Lebensqualität als die in dieser Hinsicht gesunden Mädchen. Ein zentraler Punkt war dabei die soziale Funktionsfähigkeit. Als ein weiterer Faktor wurde die Tatsache genannt, dass die betroffenen Mädchen sich wesentlich mehr Sorgen über ihre Fruchtbarkeit machten. Ein Großteil der Mädchen mit Hirsutismus hat Bedenken, dass eine Schwangerschaft in der Zukunft nicht möglich ist.

    Verhältnis des Hirsutismus und Depressionen

    Ergebnisse vorhergehender Studien, die einen Zusammenhang zwischen Hirsutismus und verstärkter depressiver Symptomatik bei erwachsenen Frauen fanden, wurden in der Studie mit jugendlichen Mädchen nicht bestätigt. Zwar lag der Anteil der Teilnehmerinnen mit Depressionen in der Gruppe mit Hirsutismus etwas höher, dieser Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. Allerdings lagen bei den Mädchen mit Hirsutismus weitaus häufiger soziale Ängste und Angststörungen vor. Auch ein geringer Selbstwert kam in dieser Teilnehmergruppe

    wesentlich häufiger vor als in der Kontrollgruppe.

    Psychologisches Wohlbefinden bei Hirsutismus im Erwachsenenalter

    Obwohl bei den Mädchen im Teenager-Alter kein Zusammenhang zwischen Hirsutismus und Depressionen bestand, ist eine Verbindung zwischen dem zystischen Ovarsyndrom und depressiver Symptomatik durch Studien mit erwachsenen Frauen durchaus gut belegt. Laut einer Überprüfung der Forschungsliteratur zu diesem Thema besteht Einigkeit darüber, dass Frauen, die unter der Hormonstörung leiden, vermehrt zu Depressionen neigen.

    Zwar scheint dieser Zusammenhang nicht auf dem durch die Krankheit bedingten vermehrten Haarwuchs zu beruhen. Da eine Vielzahl der Frauen mit Hirsutismus jedoch das zystisches Ovarsyndrom aufweisen, sind diese Ergebnisse hinsichtlich dieser Patientengruppe durchaus relevant.

    Depressionen bei Hirsutismus

    Emotionale Auswirkungen des Hirsutismus

    Überdurchschnittlich stark ausgeprägter Haarwuchs bei Frauen stellt eine Bedrohung für die weibliche Identität dar. Bereits Frauen, bei denen der Hirsutismus wenig ausgeprägt und medizinisch nicht relevant ist, leiden teils stark darunter, fühlen sich unattraktiv und ziehen sich sozial zurück.

    In psychodynamischen Interviews und psychometrischen Tests mit Hirsutismus-Patienten konnten zwei psychologische Tendenzen identifiziert werden: zum einen stärkere Reizbarkeit, Reduzieren von emotionaler Nähe und Frigidität, zum anderen Unsicherheit hinsichtlich der sexuellen Rolle als Frau. Verunsicherung hinsichtlich des eigenen Erscheinungsbildes, sexuelle Probleme und soziale Ängste kommen demnach bei Frauen mit Hirsutismus häufig vor.

    Weitere Studien der sozialen Folgen

    In einer Studie mit 50 Hirsutismus-Patienten und einer Kontrollgruppe von 50 gesunden Patientinnen, die demographisch vergleichbar war, wurden die genaueren sozialen Auswirkungen von Hirsutismus deutlich.

    Die Patientinnen berichteten über eine Reihe von sozialen Situationen, die für sie mit Ängsten verbunden waren. Dazu zählten beispielsweise, das gemeinschaftliche Zusammensein mit Kollegen bei der Arbeit, neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen, sowie einkaufen zu gehen oder Feiern zu besuchen.

    Das weite Spektrum an Situationen, die bei den Frauen mit Hirsutismus Angst auslöste, ist bedenklich, da soziale Ängste häufig mit einem Schema der Vermeidung verbunden sind.

    Werden angstauslösende Situationen jedoch dauerhaft gemieden, steigert das in den meisten Fällen langfristig die Angstgefühle. Erreicht die Symptomatik einen klinisch relevanten Bereich, kann es zu sozialer Phobie kommen. Dabei handelt es sich um die dauerhafte Furcht vor Situationen, in denen Personen der Beurteilung anderer ausgesetzt sind. Die Angstzustände können in manchen Fällen paranoide Züge annehmen.

    Die Aufgaben der Ärzte

    Die Rolle der behandelnden Ärzte kann bei Hirsutismus problematisch sein. Gerne wird den Patienten vermittelt, dass es sich bei dem verstärkten Haarwuchs um ein normales und weitverbreitetes Phänomen handelt.

    Während dies mit dem Wunsch verbunden ist, den Patienten zu beruhigen und ihnen Mut zu machen, stimmt es nicht mit den gesellschaftlichen Erwartungen und dem in den Medien vermittelten Konzept von Schönheit überein. Eine bessere Strategie wäre es deshalb, sicherzustellen, dass die Patienten die jeweils individuell angemessene psychologische Betreuung erfahren.

    Die ersten Schritte bei Hirsutimus

    Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass erste Anzeichen einer sozialen Angststörung erkannt und frühzeitig therapiert werden können. So kann die Entwicklung einer sozialen Phobie durch den Hirsutismus weitestgehend vermieden werden, denn bei sozialer Phobie handelt es sich um eine schwerwiegende Erkrankung, die mit einem bedeutend erhöhten Suizidrisiko einhergeht.

    Häufig zieht soziale Phobie zudem Suchterkrankungen nach sich, da zu Alkohol und Drogen gegriffen wird, um die Angst zu überspielen oder um mit der zunehmenden sozialen Isolation umzugehen. Allerdings können Angststörungen wie die soziale Phobie mit kognitiver Verhaltenstherapie sehr erfolgreich behandelt werden.

    Wie bei vielen Erkrankungen und körperlichen Merkmalen, die psychosoziale Folgen nach sich ziehen können, ist es also wichtig, dass den Patienten Gelegenheit gegeben wird, eventuelle psychologische Belastungen anzusprechen. Aufgabe des behandelnden Arztes sollte es sein, bei Verdacht auch psychische Beschwerden die Patienten auf die Möglichkeiten einer psychologischen Betreuung hinzuweisen und sie mit den nötigen Informationen zu versorgen, die ihnen die ersten Schritte erleichtern.

    Quellen:

    1 Denk, H., & Heitz, P. U. (2004). Pathologie (Vol. 2). München: Urban & Fischer.

    2 Drosdzol, A., Skrzypulec, V., & Plinta, R. (2010). Quality of life, mental health and self-esteem in hirsute adolescent females. Journal of Psychosomatic Obstetrics & Gynecology, 31(3), 168-175.

    3 Himelein, M. J., & Thatcher, S. S. (2006). Polycystic ovary syndrome and mental health: a review. Obstetrical & gynecological survey, 61(11), 723-732.

    4 Sonino, N., Fava, G. A., Mani, E., Belluardo, P., & Boscaro, M. (1993). Quality of life of hirsute women. Postgraduate Medical Journal, 69(809), 186-189.

    5 Bandelow, B., & Wedekind, D. (2014). Soziale Phobie. Der Nervenarzt, 85(5), 635-647.


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