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    Scheidenpilz (Vaginalpilz) in der Schwangerschaft

    Beim Scheidenpilz (Vaginalpilz) handelt es sich um eine Pilzinfektion der Scheide, was zu einer Entzündung der Scheidenschleimhaut führt. Über 75 Prozent der Frauen leiden laut Schätzungen mindestens einmal im Leben darunter. Somit gehört der Scheidenpilz zu den häufigsten Infektionen im Genitalbereich.

    Leiden Sie an einer Scheidenpilz-Infektion, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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    Scheidenpilz in der Schwangerschaft: Inhaltsverzeichnis

    1. Überblick
    2. Ursachen
    3. Symptome
    4. Behandlung
    5. Vorbeugen

    Überblick

    Aufgrund der veränderten Hormonkonzentrationen im Körper begünstigt eine Schwangerschaft das Wachstum der Hefepilze in der Scheide. Der Grund hierfür sind die Schwangerschaftshormone, die den Zuckergehalt der Zellen ansteigen lassen, wodurch der Erreger des Scheidenpilzes "Candida albicans" (s. Grafik), welcher in 80 Prozent der Fälle der Auslöser für die Pilzinfektion ist, einen idealen Nährboden vorfindet.

    Candida albicans

    Auch das Immunsystem ist bei schwangeren Frauen sehr empfindlich, wodurch es schneller zu Infektionen kommen kann. Bei etwa 30 Prozent der Frauen sind am Ende der Schwangerschaft im Genitalbereich Hefepilze feststellbar, wobei dieser bei einer natürlichen Geburt in 80 Prozent auf die Haut des Babys übertragen wird.

    Daher sollte eine Ansteckung durch eine frühzeitige Behandlung der Mutter vermieden werden, denn selbst gesunde Neugeborene können einer Hefepilzinfektion nichts entgegensetzen. Bei Frühchen, die bei der Geburt weniger als 1500 Gramm wiegen, besteht sogar die Gefahr, an einer Kandidasepsis zu erkranken. Diese Blutvergiftung kann tödlich sein.

    Ursachen

    Die Ursachen für einen Scheidenpilz sind in erster Linie Pilze, die nicht zur normalen Scheidenflora gehören. Bei einem normal funktionierenden Immunsystem und einem ungestörten Schutzmechanismus der Scheide wird durch die in die Scheide geratenen Pilze gewöhnlich keine Entzündung hervorgerufen.

    Aufgrund der natürlichen bakteriellen Besiedlung der Scheide und der zugehörigen Milchsäurebakterien ist das Milieu in der Scheide sehr sauer und erregerfeindlich, wodurch das Ansiedeln und Vermehren von anderen Mikroorganismen verhindert und die Scheide somit vor Scheidenpilz geschützt wird. Bei einer geschwächten Immunabwehr hingegen, beispielsweise bei einer längeren Behandlung mit Antibiotika, Antirheumatika, Kortikosteroiden, Chemotherapeutika (Krebsbehandlung) oder bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus, können Pilze in der Scheide als Krankheitserreger wirken.

    scheidenpilz schwangerschaft

    Auch eine übertriebene Körperhygiene, zum Beispiel durch Intimsprays oder parfümierte Seifen, zu eng anliegende, synthetische Kleidung, kunststoffbeschichtete Slip-Einlagen und Binden sowie stark zuckerhaltige Nahrungsmittel können den Schutzmechanismus der Scheide ebenso beeinträchtigen und einen Vaginalpilz begünstigen.

    Bei der Toilettenhygiene ist stets darauf zu achten, dass von vorn nach hinten gewischt wird und niemals umgekehrt. Ebenso ein Risikofaktor für Scheidenilz ist das unmittelbare Wechseln von Anal- auf Vaginalverkehr, denn dadurch werden Darmbakterien in den Bereich der Scheide übertragen.

    Symptome

    Zu den typischen Symptomen eines Scheidenpilzes gehören ein starker Juckreiz und ein Brennen in der Scheide sowie an der Vulva (Scham). Beides ist meist auch rot und geschwollen. Aufgrund der Empfindlichkeit des Schambereiches fängt es häufig schon lange vor der Rötung und Schwellung an zu jucken.

    Ein weiteres Symptom ist ein weißlich-krümeliger Ausfluss, der aus der Scheide austritt. Manchmal finden sich auf der Haut als Anzeichen für einen Scheidenpilz zudem kleine Knötchen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr sind möglich.

    Erwähnt werden muss, dass ein Juckreiz, Brennen oder Ausfluss nicht automatisch bedeutet, dass es sich um einen Scheidenpilz handelt, da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, beispielsweise Filzläuse, eine Allergie gegen eine Seife oder ein Waschmittel, ein Östrogenmangel etc. Klingen die Beschwerden nicht rasch von selber wieder ab, ist es daher auf jeden Fall wichtig, dass ein Frauenarzt aufgesucht wird, um die genaue Ursache der Erkrankung herauszufinden.

    Behandlung

    Bei einem Scheidenpilz werden spezielle Medikamente gegen Pilze eingesetzt, die so genannten Antimykotika (Diflucan und Gyno-Daktarin). Zu den effektiven Mitteln gegen Scheidenpilz zählen die Wirkstoffe Nystatin und Imidazole. In der Regel erfolgt eine örtliche Behandlung des Scheidenpilzes.

    medikament gegen scheidenpilz

    Zur Behandlung werden Salben und spezielle Scheidenzäpfchen angewendet. Imidazole werden ein bis sechs Tage eingesetzt. Bei einem erstmaligen Auftreten des Scheidenpilzes genügt in der Regel eine kurze Behandlung. Auch die so genannten Antiseptika stehen neben den Antimykotika für eine Behandlung zur Verfügung. Hier wird der Wirkstoff Povidon-Jod angewendet. Diese Medikamente sind als Creme, Tabletten, Zäpfchen oder Lösung erhältlich.

    Antiseptika sind bei einer beginnenden oder leichteren Scheidenpilzinfektion geeignet. Wer an der Schilddrüse erkrankt ist, darf diese Mittel allerdings nicht zur Behandlung eines Scheidenpilzes einsetzen. Nur ein Arzt kann entscheiden, welches Medikament wie lange eingesetzt wird.

    Wer sich beim Geschlechtsverkehr immer wieder mit Scheidenpilz ansteckt, ist gut damit beraten, wenn sich auch der Partner beim Urologen oder Hautarzt untersuchen lässt. Wenn ein Hefepilzbefall festgestellt wird, ist auch hier eine Behandlung mit einem Antimykotikum wichtig.

    Vorbeugen

    Der Scheidenpilz (vaginale Pilzinfektion) ist eine weit verbreitete Erkrankung, der vorgebeugt werden kann, indem auf eine regelmäßige Intimhygiene geachtet wird. Diese sollte jedoch auf keinen Fall übertrieben sein, da dies den Schutzmechanismus der Scheide beeinträchtigen kann.

    Wer zu einem häufig wiederkehrendem Scheidenpilz neigt, zum Beispiel aufgrund von Erkrankungen, Medikamenten oder in der Schwangerschaft, wo der Vaginalpilz vermehrt auftritt, kann weitere Maßnahmen nutzen. Dies ist beispielsweise durch Mittel, welche Milchsäurebakterien enthalten, möglich, denn diese helfen dabei, den natürlichen Schutzmechanismus der Scheide zu erhalten.

    Dadurch kann einem Scheidenpilz vorgebeugt werden, denn diese Bakterien besiedeln die Schleimhaut der Scheide und verdrängen krankheitserregende Pilze. Zudem wird der pH-Wert der Scheidenschleimhaut gesenkt und eine gesunde Scheidenflora erhalten.

    Leiden Sie an einer Scheidenpilz-Infektion, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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