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Asthma cardiale (Herzasthma): Ursachen, Symptome, Behandlung

Das Symptom "Asthma" ist den meisten eher als Asthma bronchiale bekannt, das aufgrund einer Überempfindlichkeit der Bronchien auftritt. Im Unterschied dazu entsteht das Asthma cardiale durch eine Störung der Pumpfunktion des Herzens.


Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Asthma cardiale?
  2. Was sind die Ursachen von Asthma cardiale?
  3. Diagnose: Handelt es sich um Ashtma cardiale oder Ashtma bronchiale?
  4. Typische Symptome von Asthma cardiale
  5. Wie wird Asthma cardiale behandelt?
  6. Die schwerwiegenden Folgen von Asthma cardiale

Was ist Asthma cardiale?

Asthma cardiale (Herzasthma) ist Symptomkomplex, der bei Linksherzinsuffizienz, die Schwäche der linken Herzhälfte, und Mitralklappen-Stenose, eine Verengung des Durchgangs von linkem Vorhof zu linker Herzkammer, auftreten kann. Insbesondere nachts kommt es häufig zu Atemnot und Hustenanfällen ("Herzhusten"), da die Rückstauung des Blutes in die Lungen im Liegen begünstigt wird.

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Die Symptome treten meist im Liegen auf, da es zu einer Erhöhung des Blutvolumens im Lungenkreislauf kommt. Lingerung verschaffe eine aufrechte Körperlage, da durch die Schwerkraft mehr Blut in die unteren Körperhälften fließen kann. Patienten mit Asthma cardiale wird geraten erhöht, auf mehreren Kissen zu schlafen.

Schweres Asthma cardiale kann unbehandelt in ein akutes Lungenödem übergehen. Bei diesem tritt in die Lungenbläschen Gewebsflüssigkeiten aus. Diese wird als schaumige, Flüssigkeit vermischt mit Blutspuren abgehustet. Lungenödeme sind mit besonders starker Atemnot und Erstickungsgefühl verbunden.

Was sind die Ursachen von Asthma cardiale?

Der Atemnot liegt eine Blutstauung in die Lungen zugrunde, die meistens durch das "Rückwärtsversagen" des linken Herzens entsteht. Der Blutkreislauf des Menschen gliedert sich in einen großen Kreislauf, den sogenannten Körperkreislauf, und einen kleinen Kreislauf, der als Lungenkreislauf bezeichnet wird.

Der Aufbau des Herzens

Das gesunde Herz pumpt immer genau so viel Blut in den Körper wie in die Lunge. "Verbrauchtes", sauerstoffarmes Blut kehrt über die Venen in das rechte Herz zurück. Von dort wird es in den Lungenkreislauf befördert und mit Sauerstoff angereichert. Über das linke Herz wird das sauerstoffreiche Blut danach in den Körper gepumpt.

Wenn das linke Herz das anfallende Blutvolumen nicht mehr effizient hinausbefördern kann, spricht man von Linksherzinsuffizienz. Das rechte Herz arbeitet aber weiter wie zuvor: Es staut sich Blut im Lungenkreislauf.

In der Folge erhöht sich der Druck in der Lunge und Flüssigkeit sowie Bestandteile des Blutes treten in die Lungenbläschen über. Ab einem gewissen Ausmaß spricht man von einem Lungenödem. Der Auswurf beim Abhusten erscheint schaumig und rötlich.

Kann Asthma cardiale vorgebeugt werden?

Die häufigsten Ursachen einer Herzinsuffizienz mit Asthma cardiale sind die Koronare Herzkrankheit (KHK) und der Bluthochdruck. Da Bluthochdruck keine Schmerzen verursacht, wird er oft nicht erkannt oder ausreichend therapiert. Gemeinsam mit einer KHK, die oft als Folge des Tabakrauchens entsteht, kann Bluthochdruck zum Herzinfarkt führen. Auch Herzinfarkte können eine Herzinsuffizienz begründen.

Um dem Asthma cardiale vorzubeugen, ist eine gesunde Lebensweise ratsam. Das bedeutet: eine Raucherentwöhnung Bluthochdruck senken, Blutfette kontrollieren, regelmäßig körperlich aktiv sein, wenig Alkohol trinken und ein normales Körpergewicht halten. Diabetiker sollten außerdem ihren Blutzucker gut einstellen und kontrollieren.

Diagnose: Handelt es sich um Asthma cardiale oder Asthma bronchiale?

Die Abgrenzung vom Asthma bronchiale ist nicht ganz einfach: Die Attacken der Atemnot gleichen sich. Darüber hinaus kann es auch beim Asthma cardiale zu einem Bronchospasmus (Verkrampfung der bronchialen Muskulatur) kommen.

Obwohl die Attacken des Asthma cardiale vorwiegend nachts auftreten, kommen ebenso tagsüber Anfälle vor. Die Unterscheidung der beiden Symptome gelingt über das Feststellen einer Blutstauung in den Lungen mit Austritt von roten Blutkörperchen in die Lungenbläschen.

Nachweis der Lungenstauung

Um die Lungenstauung nachzuweisen, kann der Auswurf des Patienten auf Herzfehlerzellen untersucht werden. Herzfehlerzellen sind Makrophagen (Fresszellen), die rote Blutkörperchen aufgenommen haben. Rote Blutkörperchen enthalten Eisen, das Teil eines Proteinkomplexes ist. Es handelt sich um Hämosiderin, das ungefärbt als bräunlicher Einschlusskörper in den Zellen zu sehen ist. Über die Berliner-Blau-Färbung wird das Hämosiderin blau angefärbt, wodurch Herzfehlerzellen als solche identifiziert werden.

Asthma cardiale oder Angina pectoris?

Weiterhin muss das Asthma cardiale von der Angina pectoris (Brustenge) abgegrenzt werden. Die Angina pectoris kann mit Luftnot, Beklemmungsgefühl und Angst einhergehen. Typisch ist der in den linken Arm oder den Kiefer ausstrahlende Schmerz. Im Unterschied dazu verläuft ein Anfall des Asthma cardiale schmerzfrei.

Typische Symptome von Asthma cardiale

Das zentrale Symptom des Asthma cardiale ist die Atemnot, die anfallsweise auftreten kann. Durch eine aufrechte Körperhaltung, die Betroffene meist von sich aus einnehmen, bessern sich die Beschwerden üblicherweise. Nächtliche Hustenattacken werden durch flaches Liegen gefördert.

Die Attacken von Atemnot sind mit Angst verbunden, verursachen typischerweise aber keine Schmerzen. Begleitend können andere Beschwerden der Herzinsuffizienz auftreten. Je nach Schweregrad der Herzschwäche besteht Atemnot bei unterschiedlichen Belastungsstufen oder bereits in Ruhe.

Die Herzinsuffizienz wird anhand des Ausmaßes der Belastungsdyspnoe (Atemnot bei Belastung) in die Grade NYHA I bis IV eingeteilt. Eine Herzschwäche geht mit Leistungsminderung einher.

Wie wird Asthma cardiale behandelt?

Zur symptomatischen Behandlung sollte mit erhöhtem Oberkörper geschlafen werden. Es wird Betroffenen geraten, sich täglich zu wiegen und darüber Protokoll zu führen. Bei einer unverhältnismäßigen Gewichtszunahme liegt der Verdacht nahe, dass wieder Wasser eingelagert wurde und es sich möglicherweise in der Lunge ansammelt. Zur Ausschwemmung des Wassers können Diuretika (Entwässerungsmittel) eingesetzt werden.

Therapie einer Herzinsuffizienz

Die Therapie der vorliegenden Herzinsuffizienz ist die bestmögliche Strategie, um die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu verhindern und die Komplikation des akuten Lungenödems zu vermeiden. Darunter fallen die Normalisierung des Körpergewichts, die Einhaltung einer salzarmen Diät, Beschränkung der täglichen Trinkmenge, leichte körperliche Betätigung und eine medikamentöse Therapie. Es kommen Ace-Hemmer, Sartane, Beta-Blocker, Aldosteron-Antagonisten und Digitalis-Präparate zum Einsatz.

Therapie einer KHK

Liegt eine symptomatische Koronare Herzkrankheit (KHK) vor, sind Bypass-Operation, Ballondilatation und Stent-Implantation Behandlungsmöglichkeiten. Bei Herzrhythmusstörungen kann ein Schrittmacher implantiert werden. Wenn die Beschwerden nach all diesen Therapien weiterhin bestehen, kann eine Herztransplantation in Erwägung gezogen werden.

Therapie einer Mitralklappenstenose

Asthma cardiale kann auch Symptom einer Mitralklappen-Stenose sein. Die Mitralklappe ist die Segelklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Die Stenose (Verengung) kann interventionell oder operativ beseitigt werden.

Die schwerwiegenden Folgen von Asthma cardiale

Zu den bedrohlichsten Folgen von Asthma cardiale gehört das Auftreten eines akuten Lungenödems, eine Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe. Das akute Lungenödem tritt bei kardialer Dekompensation auf. Eine Dekompensation bezeichnet den Zustand, wenn ein Defekt nicht mehr ausgeglichen werden kann.

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Gefürchtet ist die respiratorische Insuffizienz, bei der die Lungen ihre Tätigkeit als Atmungsorgan nicht mehr ausreichend wahrnehmen können. Diese Situation ist lebensbedrohlich und es handelt sich um einen medizinischen Notfall.


Erfahren Sie mehr über Ashtma:

Wie wird Asthma bronchiale diagnostiziert?+

Unterschiede zwischen COPD und Asthma+

Was tun beim Asthmaanfall? Erkennen und reagieren+

Glucocorticoide zur Asthma-Behandlung+


Quellen:

  1. Nicht alles was pfeift ist Asthma. Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH . URL: medica.-tribune.de
  2. Herzschwäche. Berufsverband deutscher Internisten. URL: internisten-im-netz.de
  3. MIAMED Amboss: Bibliothek für Ärzte und Medizinstudenten
  4. Allgemein Medizin und Praxis. Frank H. Mader, Herbert Weißgerber; Springer Medizin. URL: books.google.co.uk

Veröffentlicht am: 25.07.2016