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    Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer zur Behandlung von Diabetes mellitus

    Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer (DDP-4-Hemmer) beschreiben eine Substanzgruppe der oralen Antidiabetika und werden auch als Gliptine bezeichnet. Wirkstoffe sind Sitagliptin, Saxagliptin und Vildagliptin. Sie kommen im Rahmen der Stufentherapie bei Diabetes mellitus Typ 2 zum Einsatz, wenn durch eine Lebensstiländerung oder beispielsweise durch Mono-Therapie mit Metformin keine optimale Einstellung des Blutzuckers erreicht werden konnte.


    Inhaltsverzeichnis

    1. Wofür werden Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer eingenommen?
    2. Wie wirken Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer?
    3. Welche Wirkstoffe und Produkte sind verfügbar?
    4. Welche Neben- und Wechselwirkungen sind bekannt?
    5. Wer sollte Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer nicht einnehmen?

    Wofür werden Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer eingenommen?

    Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer (DPP-4-Hemmer) sind zur Behandlung des Typ 2 Diabetes zugelassen. Die Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 gliedert sich in mehrere Stufen, von denen jedes Therapiekonzept mindestens drei Monate lang versucht werden sollte, ehe die nächste Stufe eingeleitet wird. Zunächst wird die Blutzuckereinstellung über eine Veränderung des Lebensstils (mehr körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung) versucht.

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    Ist diese Strategie nicht erfolgreich, kommen orale Antidiabetika zum Einsatz, üblicherweise Metformin. Allerdings können auch DPP-4-Hemmer als Monotherapie verschrieben werden. Wenn eine Monotherapie nicht ausreicht, um das Blutzuckerprofil zu optimieren, wird zu einer Kombinationstherapie übergegangen. DPP-4-Hemmer können zum Beispiel mit Metformin kombiniert werden.

    Wie wirken Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer?

    DPP-4-Hemmer (Gliptine) greifen in die Hormonausschüttung des Darms ein. Nach der Nahrungsaufnahme wird das Hormon GLP-1 (Glukagon-ähnliches Peptid 1) freigesetzt, das die Ausschüttung von Insulin aus den beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse stimuliert. Insulin sorgt für die Aufnahme des Zuckers aus dem Blut in die Körperzellen und senkt so den Blutzuckerspiegel.

    Wirkung von Insulin

    GLP-1 wird nach seiner Ausschüttung von der Dipeptidyl-Peptidase-4 abgebaut und somit seine Insulinsekretion-stimulierende Wirkung beendet. Gliptine hemmen dieses Enzym, sodass GLP-1 länger aktiv ist und eine stärke Insulinausschüttung nach den Mahlzeiten erreicht werden kann. Gleichsam wird die Ausschüttung von Glukagon, dem Gegenspieler des Insulins, gehemmt und weniger Zucker vom Körper produziert. Ein weiterer Effekt ist die verlangsamende Wirkung auf die Magenentleerung, wodurch Kohlenhydrate langsamer gespalten werden und Zucker langsamer ins Blut gelangt.

    Welchen Vorteil haben Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer im Vergleich zu anderen oralen Antidiabetika?

    DPP-4-Hemmer verursachen keine zusätzliche Gewichtszunahme wie sie beispielsweise bei Sulfonylharnstoffen, Gliniden und Glitazonen häufig zu beobachten ist. Da Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 häufig übergewichtig sind, ist eine Gewichtsabnahme ein wünschenswerter Nebeneffekt in der Behandlung.

    Ebenso ist das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) deutlich geringer als bei Gliniden und Sulfonylharnstoffen. SGLT2-Inhibitoren können Genitalinfektionen und Harnwegsinfekte verursachen; auch diese Nebenwirkung ist bei DPP-4-Hemmern nicht zu erwarten. Darüber hinaus soll Sitagliptin zumindest bei Männern einen Überlebensvorteil bieten.

    Welche Wirkstoffe und Produkte sind verfügbar?

    Die Präparate Xelevia und Januvia enthalten den Wirkstoff Sitagliptin. Üblicherweise wird eine Filmtablette mit 100 mg des Wirkstoffs einmal täglich eingenommen. Bei Funktionsstörungen der Nieren kann die empfohlene Dosis niedriger ausfallen und ist abhängig von der Restleistung der Nieren. Da DPP-4-Hemmer als Erweiterung einer Metformin-Behandlung im Rahmen einer Stufentherapie in Betracht kommen, kann ein Kombinationspräparat sinnvoll sein.

    Januvia

    Janumet enthält 50 mg Sitagliptin und 1000 mg Metformin. Standardmäßig wird zweimal täglich eine Tablette Janumet zu den Mahlzeiten mit viel Wasser eingenommen. Die Dosis kann durch den Arzt erhöht werden, wenn sich kein ausreichender Effekt einstellt. "Onglyza" ist ein Präparat mit dem Wirkstoff Saxagliptin und kann zur Kombinationstherapie mit Metformin sowie als Monotherapie angewendet werden. Die Einnahme erfolgt mahlzeitenunabhängig einmal täglich.

    Janumet

    Präparate mit dem Wirkstoff Vildagliptin ("Galvus", "Jalra", "Xiliarx") sind seit 2014 in Deutschland nicht mehr erhältlich, da keine preisliche Einigung erreicht werden konnte.

    Welche Neben- und Wechselwirkungen sind bekannt?

    Die häufigste Nebenwirkung sind Magen-Darm-Beschwerden und Infektionen der oberen Atemwege. Des Weiteren können Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel auftreten. Seltener sind Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder Tumoren selbiger, die nach derzeitiger Studienlage allerdings nicht häufiger auftreten als unter Behandlung mit anderen oralen Antidiabetika, und Überempfindlichkeitsreaktionen.

    Unter Therapie mit DPP-4-Hemmern können Knochenschmerzen auftreten, die nach Absetzen des Medikaments wieder vollständig verschwinden. Das Risiko für Knochenbrüche ist nach Ergebnis einer Metaanalyse nicht erhöht. Der Verdacht, dass DPP-4-Hemmer bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem Risiko für solche die kardiovaskuläre Erkrankung verschlimmern (beispielsweise Herzinfarkt), konnte in retrospektiven Metaanalysen nicht bestätigt werden. Das Risiko von Gliptinen auf das Herz-Kreislauf-System wird als neutral beurteilt. Allgemein haben sich DPP-4-Hemmer als gut verträglich erwiesen.

    In Kombination mit Metformin wurde häufiger ein Auftreten von Übelkeit sowie Magenbeschwerden beobachtet. Zusammen mit Meformin und Sulfonylharnstoffen eingenommen, traten sehr häufig Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auf. Des Weiteren kam es unter der Dreier-Kombination oft zu Verstopfung.

    Wer sollte Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer nicht einnehmen?

    Für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sind DPP-4-Hemmer nicht geeignet. Liegt eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff vor, sollte von der Behandlung mit DPP-4-Hemmern abgesehen werden. Eine weitere Gegenanzeige ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Vildagliptin sollte nicht eingenommen werden, wenn Funktionsstörungen der Leber vorliegen. Saxagliptin sollte erst bei schwerer Leberinsuffizienz nicht mehr verabreicht werden.

    Eine relative Gegenanzeige für alle DPP-4-Hemmer stellt eine mittlere bis schwere Niereninsuffizienz dar. Sofern die verabreichte Dosis allerdings der Nierenleistung angepasst und entsprechend vermindert werden kann, dürfen Gliptine weiterhin gegeben werden. Einer Metaanalyse zufolge ist auch die reduzierte Dosis noch wirksam und konnte den HbA1c-Wert, der sozusagen die Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate widerspiegelt, effektiv senken.

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    Gemeinsame Gegenanzeigen aller oralen Antidiabetika sind Schwangerschaft, Stillzeit und Operationen. Grund ist die Gefahr einer möglichen Stoffwechselentgleisung im Rahmen einer Operation. Ebenso sollte die Gabe an Kinder unter 18 Jahren vermieden werden, da die Verträglichkeit von DPP-4-Hemmern bei Kindern nicht ausreichend untersucht wurde. Ob der Wirkstoff in die Muttermilch übertreten kann, ist nicht bekannt, woraus sich die Gegenanzeige in der Stillzeit ergibt.


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    Quellen:

    1. Was neue Antibiotika leisten können. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de
    2. Diabetesmedikamente. Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: diabetesinformationsdienst-muenchen.de
    3. DDP-4-Hemmer. Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e.V.. URL: dzd-ev.de
    4. Januvia 100mg Filmtabletten.. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
    5. Dipeptidyl peptidase-4 inhibitor use in patients with type 2 diabetes and cardiovascular disease or risk factors.. Ryan G. (2015). URL: ncbi.nlm.nih.gov
    6. Dipeptidyl peptidase-4 inhibitors and cardiovascular risks in patients with pre-existing heart failure.. Ou SM et al (2016). URL: ncbi.nlm.nih.gov
    7. Safety and Efficacy of Incretin-Based Therapies in Patients With Type 2 Diabetes Mellitus and CKD: A Systematic Review and Meta-analysis.. Howse PM et al (2016). URL: ncbi.nlm.nih.gov

    Veröffentlicht am: 22.09.2016