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    Ernährungstipps für Typ-2-Diabetiker

    Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Etwa neunzig Prozent der Diabetiker in Deutschland (schätzungsweise sechs Millionen Menschen) leiden unter Diabetes Typ 2. Waren früher noch hauptsächlich Erwachsene betroffen, wird die Krankheit heute auch immer öfter bei Kindern und Jugendlichen diagnostiziert.


    Ernährung bei Diabetes Typ-2: Inhaltsverzeichnis

    1. Ursachen
    2. Symptome vom Diabetes Typ-2
    3. Wie ernähre ich mich mit Diabetes? Hier findet man Hilfe
    4. Richtlinien für die richtige Ernährung
    5. Fazit: Ernährung bei Diabetes Typ-2

    Ursachen

    Ursachen von Diabetes Typ-2 sind eine familiäre Vorbelastung (genetisch bedingt), sowie Bewegungsmangel und Übergewicht bzw. Adipositas (Fettsucht). Das Problem liegt bei dem körpereigenen Hormon Insulin, das beim Zuckerabbau hilft, indem es Körperzellen anregt, Zucker aus dem Blut aufzunehmen.

    diabetes typ2

    Typ-2-Diabetiker haben zwar Insulin im Körper, die Zellen sind aber resistent dagegen - das heißt, das kein Zucker aus dem Blut aufgenommen wird und der Blutzucker steigt. Diese Resistenz steigert sich im Laufe der Zeit, von einer erschwerten Aufnahme bis zur vollständigen Resistenz.

    Symptome vom Diabetes Typ-2

    Der erhöhte Zuckergehalt kann langfristig Nerven und Blutgefäße schädigen. Ebenso gefährliche sind die Folgeerkrankungen und Begleiterscheinungen, zu denen erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, Nierenleiden und Netzhauterkrankungen zählen. Die Diagnose gestaltet sich oft schwierig, denn Diabetes Typ 2 hat keine eindeutigen Symptome (anders als Typ 1).

    Leiden Sie an Diabetes Typ 2, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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    In der Regel treten allgemeine und unspezifische Symptome auf. Dazu zählen unter anderem:

    • Müdigkeit,
    • Schwäche,
    • erhöhter Harndrang,
    • ständiger Hunger und Durst,
    • Gewichtsveränderung,
    • depressive Stimmung.

    Eine genaue Diagnose kann durch Überprüfen des Blutzuckerspiegels im Rahmen einer Routineuntersuchung erteilt werden. Eine solche Untersuchung lohnt sich, wenn man familiär vorbelastet ist: es ist gut, Diabetes im Vorstadium zu entdecken und behandeln zu können, bevor bleibende Schäden auftreten. Diabetes Typ-2 ist eine chronische Krankheit, doch zum Glück eine, die der Patient selbst beeinflussen kann. Eine Änderung der täglichen Gewohnheiten hilft, eigenverantwortlich mit der Krankheit umzugehen. Die richtige Ernährung spielt dabei eine große Rolle.

    Wie ernähre ich mich mit Diabetes? Hier findet man Hilfe

    Der behandelnde Arzt kann an eine Diabetes-Schulung überweisen, wo Patienten erfahren, was die Diagnose im Alltag für sie bedeutet. Hier erfährt man, wie der Blutzuckerspiegel auf einem Normalniveau gehalten werden kann. Fragen und Vorurteile werden beantwortet und geklärt - von ausgebildetem Fachpersonal. Dabei geht es nicht um das Auswendiglernen von Regeln, sondern vielmehr um Hilfe zur Selbsthilfe. Auch ein Ernährungsberater kann helfen.

    Richtlinien für die richtige Ernährung

    Entgegen der verbreiteten Meinung ist Zucker für Diabetiker nicht tabu. Es gelten die gleichen Regeln für eine gesunde Ernährung wie für andere Menschen. Täglich sollten zwischen 30 und 50 Gramm Zucker aufgenommen werden, inklusive Zuckeranteile, die in Aufstrichen, Konserven oder Obst "versteckt" sind. Generell müssen Energieverbrauch und Kalorienzufuhr gleich hoch sein.

    Essen mit Diabetes Typ 2 - das ist erlaubt...

    Verpackter Zucker ist gut - kein Frucht- und Traubenzucker, sondern solcher, der als Stärke und Ballaststoff verpackt ist. Diese werden langsamer verdaut, also in ihre Zuckerbestandteile zerteilt und dann ins Blut aufgenommen. Die langsame, regelmäßige Aufnahme ist gesünder als starke Schwankungen. Ballaststoffe sind außerdem gut, weil sie langfristig den Zuckerspiegel senken.

    Sie stecken in Kohl, Brokkoli, Kartoffeln und Möhren. Hohe Wasserzufuhr durch regelmäßiges Trinken unterstützt ihre positive Funktion. Frischer Fisch, am besten einmal pro Woche, gehört ebenfalls auf den Speiseplan. Besonders Lachs und Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die helfen, das Gewicht zu reduzieren.

    gesunde ernährung

    Hülsenfrüchte stecken voller Eiweiß und Ballaststoffen, was sie für Diabetiker empfehlenswert macht. Sie überzeugen auch durch einen niedrigen glykämischen Index, kurz Glyx-Wert genannt, der misst, wie schnell Zucker ins Blut übergeht. Weitere Lebensmittel mit niedrigem Glyx sind Vollkornprodukte, Obst (Beeren, Zitrusfrüchte) und Gemüse (Gurken, Tomaten) - diese Lebensmittel sind gut für Diabetiker. Außerdem Eiweiß aus fettarmen Lebensmitteln: Geflügel, Fisch, entfettete Milchprodukte.

    ... und das verboten.

    Zuckerhaltige Getränke sollten vermieden werden. In flüssiger Form kann Zucker leichter ins Blut übergehen, was zu unregelmäßiger starker Erhöhung der Blutzuckerspiegels führt. Gehärtetes Fett (zum Beispiel Kokosfett) und gesättigte Fettsäuren sind ebenfalls ungünstig - besser sind ungesättigte, zum Beispiel aus Raps- oder Olivenöl. Wegen ihres erhöhten Glyx-Wertes zu reduzieren sind weißer Reis, Nudeln, Bananen und Mais.

    Von der Nahrungsliste zu streichen (aufgrund eines sehr hohen Glyx) sind gesüßte und frittierte Fertigprodukte, etwa Müsli, Trockenobst, Pommes Frittes, Bratkartoffeln und Weißbrot. Ohne streng auf Glyx-Werten zu achten, gilt die Faustregel: besser frisch als fertig zubereitet. Weiterhin sind weich gekochte Nudeln und Reis schlecht, denn dadurch wird die Stärke in schnell aufnehmbare Glukose gespalten. Al dente sind Reis, Nudeln und Gemüse also gesünder.

    Fazit: Ernährung bei Diabetes Typ-2

    Die Ernährung eines Typ-2-Diabetikers folgt keinen Richtlinien außer denen einer normalen, gesunden Ernährung. Im Allgemeinen wird der Patient nicht eingeschränkt, so lange auf eine langfristige Gewichtsreduzierung und einen gesunden Blutzuckerspiegel geachtet werden.

    Die Richtlinien für Kalorienbedarf, Zucker- und Fettaufnahme können also von gesunden Menschen übernommen werden (sollten jedoch zum Abnehmen nach unten korrigiert werden). Außerdem helfen wissenschaftliche Erkenntnisse wie der Glyx-Wert. Eine ausgewogene, zucker- und fettarme Ernährung ist einer strengen Diät und einem penible strukturierten Speiseplan vorzuziehen. Ballaststoffe, viel Flüssigkeit, pflanzliche Fette und langsam abbaubare Zuckerarten sind gut. Regelmäßiges Messen des Zuckerspiegels und Treffen mit einem Ernährungsberater sind außerdem nützlich.


    Erfahren Sie mehr über Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit):

    Zuckerkonsum bei Diabetes+

    Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus Typ-2+

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