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    Adipositas-Therapie: Medikamente gegen Fettleibigkeit

    Adipositas (Obesitas) ist ein eigenständiges Krankheitsbild und beschreibt starkes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit. In Deutschland sind 67,1% der Männer und 53% der Frauen davon betroffen und haben somit einen BMI (Body Mass Index) Wert von über 25. In einer Studie des Robert-Koch-Instituts konnte ermittelt werden, dass diese Zahlen seit 1998 stetig steigen. Die Ursache ist zunächst eine zu hohe Kalorienzufuhr. Bestimmte Erkrankungen können die Entstehung aber begünstigen und müssen ebenfalls behandelt werden.


    Inhaltsverzeichnis

    1. Konkrete Ursachen für Adipositas
    2. Die Behandlung von Adipositas
    3. Medikamente zur Behandlung von Adipositas
    4. Xenical gegen Adipositas
    5. Reductil gegen Adipositas
    6. Was ist der Unterschied zwischen Xenical von Reductil
    7. Alvalin, Recatol und Regenon zur Gewichtsreduktion
    8. Abnehmen mit den Diätpillen Bontril, Adipex und Duromine
    9. Verschreibungspflichtige Antiadiposita im Vergleich
    10. Rezeptpflichtige Medikamente gegen Adipositas auf HealthExpress online bestellen

    Konkrete Ursachen für Adipositas

    Die Auslöser Bewegungsmangel und Ernährungsgewohnheiten müssen bei Patienten mit Adipositas näher durchleuchtet werden. Möglicherweise handelt es sich um Ersatzhandlungen. Das kann übermäßiger Stress sein, aber auch Schmerzen oder Langeweile (Frustration).

    Leiden Sie unter Fettleibigkeit (Adipositas), können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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    In einigen Fällen ist das falsche Essverhalten auch die Folge von Erziehungsfehlern. Dazu gehören Essen als Trost oder auch der Zwang, den Teller leer zu essen. Darüber hinaus können Fettstoffwechselstörungen und Schilddrüsenerkrankungen die Gewichtszunahme begünstigen. Die Betroffenen erkranken leichter an Adipositas, das Abnehmen fällt deutlich schwerer und gelingt oftmals nur mit professioneller Unterstützung.

    Die Behandlung von Adipositas

    Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) kann zu schweren Folgeerkrankungen führen. Dazu gehören Störungen des Herz-Kreislaufsystems, wie z.B. Bluthochdruck oder Hohes Cholesterin, Diabetes und weitere Stoffwechselentgleisungen. Das führt dazu, dass die Lebensqualität eingeschränkt ist und die Lebenserwartung deutlich sinkt.

    Das Gesundheitssystem wird daher durch die zunehmende Zahl der Patienten mit Adipositas stark belastet. Aus diesem Grund übernehmen Krankenkassen verschiedene therapeutische Ansätze. Dazu gehören auch Kuren und psychotherapeutische Angebote. Viele Patienten sind aber in der Lage, ihre Erkrankung auch allein in den Griff zu bekommen, z. B. durch den Einsatz von Medikamenten.

    Gleichzeitig muss eine Änderung des Lebenswandels stattfinden. Dazu gehören neue Ernährungsprogramme und sportliche Aktivitäten. In vielen Städten finden sich dazu organisierte Gruppen, die die Betroffenen betreuen und kompetente Berater stellen. Dabei erfahren die Adipositas-Patienten mehr über ihre Erkrankung und lernen, ihr Verhalten zu reflektieren.

    Medikamente zur Behandlung von Adipositas

    Für die Behandlung von Adipositas stehen verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente zur Verfügung. Häufig genügt ein Medikament alleine nicht. Das ist vor allem dann der Fall, wenn schon Folgeerkrankungen vorliegen. Dann ist eine umfassende Therapie nötig. Ein Wirkstoff, der bei der Behandlung von Adipositas zum Einsatz kommt, ist Orlistat.

    Orlistat

    Orlistat bremst die Aufnahme von Fett aus der Nahrung. Allerdings sollten die Patienten gleichzeitig auf eine fettarme Ernährung achten. Andernfalls kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. In seiner Wirkung hemmt Orlistat Lipasen. Das sind Enzyme, die Fett aufspalten.

    Strukturformel von Orlistat Orlistat

    Das führt dazu, dass der Darm das Fett im Darm nicht aufnehmen kann. Es wird daher ausgeschieden und nicht verdaut. Hier zeigt sich auch der Grund, warum Orlistat nur bei fettarmer Nahrung eingesetzt werden darf. Andernfalls würde das Fett im Darm für Verdauungsprobleme sorgen. Orlistat kann auch nicht die vollständige Fettverdauung verhindern, sondern reduziert die Aufnahme um 30%.

    Orlistat ist vor allem in der Anfangsphase einer Diät hilfreich. Es zeigt sich, dass die erste Phase einer Ernährungsumstellung für die Betroffenen schwierig sein kann. Stellen sich erste Erfolge ein, fällt es den Betroffenen oftmals leichter, die ergriffenen Maßnahmen beizubehalten. Orlistat darf aber nicht länger als sechs Monate eingenommen werden.

    In diesem Zeitraum gelingt für gewöhnlich die Umstellung der Ernährung, sodass die Patienten mit Adipositas weiter Gewicht verlieren. Orlistat kann rezeptfrei oder rezeptpflichtig sein. Das ist abhängig von der Dosierung. Die Dosierung nimmt Einfluss auf die Wirksamkeit.

    Zum Wirkstoff Orlistat sind zusätzliche Informationen verfügbar:

    Xenical gegen Adipositas

    Xenical ist ein bekanntes Mittel, das zur Behandlung von Adipositas (Fettsucht) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Orlistat und wird damit der Gruppe der Antiadiposita zugerechnet. Es wird als Hartkapseln verschrieben und ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich.

    Xenical Medikamentencheck
    Markenname: Xenical
    Pharmahersteller: Roche
    Abgabeform: rezeptpflichtig
    Aktive Wirkstoffe: Orlistat
    Wirkstoffklasse: Antiadipositum
    Darreichungsform: Tablette
    Dosierung 120mg
    Einnahme oral, unzerkaut mit einem Glas Wasser

    Die Anwendung von Xenical

    Xenical soll unzerkaut eingenommen werden, möglichst mit einem Glas Wasser. Die Einnahme erfolgt zu den Hauptmahlzeiten. Die Voraussetzung ist aber, dass die Mahlzeit auch Fette enthält. Sind keine Fette in den Speisen, sollte die Einnahme entfallen. Das gilt auch, wenn die Mahlzeit ganz entfällt. Darüber hinaus sollte Xenical so lange eingenommen werden, wie der Arzt es empfohlen hat.

    Wird eine Tablette vergessen, sollte keinesfalls zum nächsten Einnahmezeitpunkt durch die doppelte Dosis ein Ausgleich versucht werden. Kommt es hingegen versehentlich zur Einnahme mehrerer Tabletten, ist der Arzt zu informieren. Es kann sein, dass eine medizinische Betreuung erforderlich wird.

    Darüber hinaus sollte die Anwendung auch nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden. Es entstehen keine Risiken aus dem Weglassen von Xenical. Allerdings kann dadurch der gewünschte Erfolg gefährdet sein.

    xenical

    Das ist bei der Einnahme von Xenical zu beachten

    Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xenical auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, fettiger Stuhl, Durchfall. Bei Diabetikern kann es zu einem Abfall des Blutzuckers kommen. Außerdem ist es möglich, dass sich das Blutbild verändert.

    In jedem Fall sollte der Arzt informiert werden, wenn Nebenwirkungen auftreten. Er kann beurteilen, ob Xenical weiter eingenommen werden kann oder nicht. Xenical darf nicht über das Verfallsdatum hinaus eingenommen werden. Es ist außerdem von Kindern fernzuhalten.

    Reductil gegen Adipositas

    Reductil (Sibutramine) war ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Gewichtsabnahme, das Tausenden von Menschen geholfen hat, einfacher abzunehmen. Es wurde hauptsächlich Menschen empfohlen, deren Gesundheit aufgrund von Fettleibigkeit oder schwerem Übergewicht gefährdet war. Reductil wurde 2010 vom Markt genommen.

    Reductil wirkt im zentralen Nervensystem und beeinflusst das Sättigungsgefühl, so dass Sie schneller satt werden und weniger essen. Reductil hat klinisch erwiesen eine 77%ige Erfolgsquote zu haben, wenn diese Medikament mit einer ausgeglichenen Ernährung und Sport kombiniert wird. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Testpersonen, die Reductil einnahm innerhalb von 12 Monaten ihr Ziel erreichte.

    Was ist der Unterschied zwischen Xenical von Reductil

    Reductil Xenical
    Methode zur Gewichtsreduzierung Wirkt als Appetitzügler indem die Produktion von Noradrenalin und Serotonin im Gehirn gesteigert wird. Die höhere Konzentration dieser Hormone sorgen für ein schnelleres Sättigungsgefühl, so dass weniger Kalorien verzehrt werden. Xenical blockiert bis zu einem Drittel des aufgenommenen Fetts im Verdauungssystem.
    Wirksamkeit

    77% der Patienten nahmen erfolgreich ab, was vorteilhaft für deren Gesundheit war.

    Die Mehrheit der Patienten, die Xenical einnehmen, nehmen doppelt so viel ab, wie jene, die nur über Ernährung und Sport ihr Gewicht reduzieren. 69,1% der Patienten in diesen Versuchen verloren 3% Ihres Körpergewichts in nur 3 Monaten.

    Nebenwirkungen/Risiken Nicht empfohlen für Menschen mit geistigen Erkrankungen, wie Depression, da es Stimmungsschwankungen beeinflussen kann.
    • Schlaflosigkeit
    • erhöhter Blutdruck
    • potentielles Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle
    .
    • Nebenwirkungen betreffen meistens den Magen/Darm, die die blockierten Fette einfach unverdaut den Körper verlassen.
    • Da dieses Medikament Fette blockiert, kann es die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen, wie Vitamin A, D, E und K reduzieren. Daher wird empfohlen, dass Sie zusätzlich Multivitamine einnehmen.
    Wer kann es einnehmen?

    Patienten mit einem BMI über 30, oder über 27, wenn das Risiko einer gewichtbedingten Erkrankung besteht.

    Patienten mit einem BMI über 30, oder über 27, wenn das Risiko einer gewichtbedingten Erkrankung besteht.

    Dosierung

    Täglich eine 15mg Tablette

    Eine 120mg Tablette dreimal täglich zu den Mahlzeiten


    Alvalin, Recatol und Regenon zur Gewichtsreduktion

    Alvalin beinhaltet den Wirkstoff D-Norpseudoephedrin, auch Cathin genannt. Dieser Wirkstoff gehört zu der Gruppe der Alpha-Sympathomimetika und setzt Adrenalin und Noradrenalin frei. Durch diese Freisetzung kommt es zur Hemmung des Appetits.

    Zu den Nebenwirkungen des Medikaments zählen Reizbarkeit, Schlafstöhrungen, Konzentrationsstörungen und Psychosen. Die Behandlung mit Alvalin sollte nicht zu lange andauern, da es zu einer Abhängigkeit kommen kann. Die Höchstanwendungszeit von 3 Monaten darf nicht überschritten werden.

    Recatol ist ein Appetitzügler, der auf den Wirkstoff Phenylpropanolamin, auch als Norephedrin bekannt, basiert. Das Medikament sollte nur unterstützend, zusätzlich zu anderen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion wie kalorienarme Kost und Bewegung, verwendet werden.

    Der Wirkstoff gehört zu der Gruppe der Amphetamine und wirkt im Zentralen Nervensystem. Die Freisetzung von Noradrenalin aktiviert den Sympathikus und regt den Kreislauf an. In weiterer Folge wird der Blutdruck gesteigert und das Hungergefühlt wird gehemmt.

    Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Hautausschläge. Bei suchtgefährdeten Menschen, kann das Medikament eine Abhängigkeit auslösen. Die Behandlung sollte vier Wochen nicht überschreiten.

    Reganon enthält Amfepramon und zählt zu den Alpha-Sympathomimetika. Appetit, Durst und Schlaf wird von Amfepramon gehemmt und die psychische und physische Leistungsfähigkeit gesteigert. Diese Wirkung resultiert aus einer Ausschüttung von Noradrenalin und Dopamin.

    Bei fortgesetzter Einnahme nimmt die Wirkung der Arznei immer mehr ab. Zudem ist das Präparat zusätzlich zu gesunder Ernährung und Bewegung als unterstützende Maßname zur Gewichtsabnahme gedacht.

    Zu den Nebenwirkungen des Präparats zählen Schlafstörungen, Depressionen, Psychosen, Herzklopfen und Bluthochdruck. Von einer längerfristigen Einnahme wird dringend abgeraten, da es zu einer Abhängigkeit kommen kann.

    Abnehmen mit den Diätpillen Bontril, Adipex und Duromine

    Bontril stimuliert das zentrale Nervensystem und reduziert den Appetit, indem es Herzfrequenz und Blutdruck anhebt. Der Patient isst weniger und nimmt dadurch ab. Die möglichen Nebenwirkungen können zum Teil schwerwiegend sein. Hierzu gehören Magenbeschwerden, Sehstörungen, Schlafstörungen. In Einzelfällen können Herzprobleme auftreten. Bontril ist aufgrund dessen in Deutschland nicht zugelassen.

    Adipex beinhaltet Amphetamin. Amphetamine sind Aufputschmittel, die verschiedene psychoaktive Substanz enthalten und in diversen Medikamenten zur Anwendung kommen. Adipex wird Patienten verschrieben, die unter starkem Übergewicht leiden und bei denen alle anderen Maßnahmen gescheitert sind.

    Mit der Einnahme soll der Appetit erheblich reduziert werden, damit der Patient weniger Kalorien aufnimmt. Dabei hilft das in Adipex enthaltende Phentermin, das Dopamin, Adrenalin und Norepinephrin freisetzt. Durch diese Freisetzung wird das Hungergefühl unterdrückt. Bei der Einnahme von Adipex kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel, Schlafstörungen und nervöse Zustände bis hin zu Angst kommen. Möglich sind außerdem Verdauungsstörungen wie Blähungen und Durchfall.

    Adipex ist in Deutschland nicht zugelassen, da es bei Studienprobanden zu Herzklappenveränderungen kam und laut der EMA das Risiko den Nutzen übersteigt.

    Die Arznei wird nur in schwerwiegenden Fällen verordnet, wenn andere Maßnahmen gegen das Übergewicht keinen Erfolg bringen. Der in Duromine enthaltene Wirkstoff ist Phentermin, der in Deutschland nicht zugelassen ist.

    Duromine wirkt auf das zentrale Nervensystem und reduziert den Appetit. Mögliche Nebenwirkungen sind Schlafstörungen und Probleme mit der Verdauung. Außerdem können Schwierigkeiten mit der Atmung auftreten. Duromine kann außerdem den Blutdruck erhöhen, was es für bereits vorbelastete Patienten als Medikament ausschließt.

    Verschreibungspflichtige Antiadiposita im Vergleich:

    Produkt Aktiver Wirkstoff Wirkstoffklasse Darreichungsform Häufigste Nebenwirkungen Zugelassen in Deutschland
    Xenical Orlistat Antiadipositum Hartkapseln - Bauchschmerzen
    - fettiger / öliger Stuhl
    - Stuhlinkontinenz
    - Überempfindlichkeits-
      reaktionen
    - Kopfschmerzen
    Ja
    Alvalin D-Norpseudo-
    ephedrin
    (Cathin)
    Stimulans Tropfen - Depressionen
    - Nervosität
    - Schwindel
    - Schlafstörungen
    Ja
    Recatol mono Phenylpropanolamin (Norephedrin) Sympathomimetikum
    Kapseln
    - Herzrhythmus-
      störungen
    - Bluthochdruck
    - Kopfschmerzen
    - Schwindel
    - Nervosität
    Ja
    Regenon Amfepramon alpha-Sympathomimetikum Kapseln - Depressionen
    - Schlafstörungen
    - Bluthochdruck
    - Kopfschmerzen
    Ja
    Reductil Sibutramin
    Anorektika
    Hartkapseln
    - Verstopfung
    - Schlaflosigkeit
    - Herzrasen
    - Bluthochdruck
    - Geschmacksstörungen
    Nein
    Bontril
    Phendimetrazin Sympathomimetikum
    Kapseln/Tabletten
    - Magenbeschwerden
    - Schlafstörungen
    - Herzprobleme
    - Beeinträchtigung des
       Sehvermögens
    Nein
    Adipex
    Phentermin Psychostimulans
    Kapseln/Tabletten
    - Kopfschmerzen
    - Schwindel
    - Stimmungs-   schwankungen
    - Atembeschwerden
    Nein
    Duromine
    Phentermin Psychostimlans
    Kapseln/Tabletten
    - Kopfschmerzen
    - Durchfall
    - Brustschmerzen
    - Atemprobleme
    Nein

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    Xenical, das Medikament zur Behandlung der Adipositas (Fettsucht), ist verschreibungspflichtig und darf in Deutschland nur mit Rezept erworben werden. Das Medikament kann auf HealthExpress online angefordert werden.

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    Aktualisiert am: 27.01.2016