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    Zwei Raucherentwöhnungsmethoden im Überblick

    Für die Raucherentwöhnung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Welche Maßnahme geeignet ist, muss im Ergebnis jeder Raucher für sich selbst entscheiden. Ein begleitender Arzt kann bei der Entscheidung helfen.

    Je mehr Informationen er über den Patienten, die Nikotinsucht, die Rauchgewohnheiten, aber auch die Lebensgewohnheiten und bestehende Probleme weiß, desto besser kann er eine Methode empfehlen. Dennoch sollte sich jeder Raucher auch selbst mit den verschiedenen Möglichkeiten befassen. Zwei Methoden, die sich allgemein bewährt haben, sind die Punkt-Schluss-Methode und die Reduktionsmethode.


    Inhaltsverzeichnis

    1. Was ist die Punkt-Schluss-Methode?
    2. Die Reduktionsmethode

    Was ist die Punkt-Schluss-Methode?

    Die Punkt-Schluss-Methode gibt dem Raucher einen klaren Plan vor, an den er sich halten muss, um sein Ziel zu erreichen. Genaugenommen ist sie keine Methode. Sie beschreibt eher die Art und Weise, wie der Raucher sich auf das Nichtrauchen vorbereiten sollte, um erfolgreich zu sein.

    Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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    Etwa 80% der Raucher verwenden die Punkt-Schluss-Methode, offenbar auch ohne weitere Unterstützung, z. B. durch einen Therapeuten. Die Punkt-Schluss-Methode beginnt mit der Entscheidung, an welchem Tag das Rauchen enden soll.

    Einen Tag festlegen

    die punkt-schluss-methode zur Raucherentwoehnung

    Der festgesetzte Tag sollte nicht irgendein Tag sein. Es ist wichtig dass dieser Tag möglichst stressfrei ist, aber Möglichkeiten zur Ablenkung beinhaltet. Das kann z. B. der erste Urlaubstag sein. Es ist außerdem sinnvoll, wenn die folgenden Tage ebenfalls stressarm sind, in denen sich die Entzugserscheinungen verstärken werden.

    Umgang mit den verbliebenen Zigaretten

    Eine Reserve zu behalten, ist ein verständlicher Wunsch von Rauchern. Mit dem Tag X, dem ersten rauchfreien Tag, sollten alle Zigaretten aus dem Umfeld entfernt werden. Ob sie nun verschenkt oder weggeworfen werden, ist unerheblich.

    Der psychologische Effekt ist nicht nur, dass keine Zigaretten mehr greifbar sind, das Weggeben oder Wegwerfen ist ein aktives Dazutun, das Rauchen aufzugeben und daher nicht zu unterschätzen.

    Aschenbecher behalten oder entfernen

    Je nach Methode wird der Umgang mit dem Aschenbecher kontrovers diskutiert. Ein voller Aschenbecher kann vor allem in der ersten Zeit sehr abschreckend wirken. Allerdings zeigt sich auch, dass die Verbindung zum Raucherleben noch nicht abgerissen ist.

    In schwachen Momenten ist der Aschenbecher daher eher hinderlich. Raucher, die der Punkt-Schluss-Methode folgen, sollten ihn daher vollständig aus der Wohnung verbannen.

    Änderung wird sofort umgesetzt

    Die Punkt-Schluss-Methode zeichnet sich durch die Entscheidung, einen Schlusspunkt zu setzen, aus. Mit dem gesetzten Zeitpunkt wird der Raucher zum Nichtraucher. Das gilt auch für Ersatzmethoden, die es in der Punkt-Schluss-Methode nicht gibt. Es werden keine Nikotinpflaster, Kaugummis oder andere Maßnahmen ergriffen, um die Nebenwirkungen der Entwöhnung abzumildern.

    Die Punkt-Schluss-Methode ist eine sogenannte Selbstkontrollmethode. Sie ist umso erfolgreicher, je mehr Unterstützung der Raucher aus seinem Umfeld erhält. Sie funktioniert darüber hinaus nur, wenn der Raucher an seiner Entscheidung festhält. Mit dem Ausstieg allein ist es nicht getan, das neue Verhalten muss sich auch verfestigen, bzw. stabilisieren.

    Weitere unterstützende Maßnahmen sind möglich. So kann die Punkt-Schluss-Methode mit Hypnose und/oder mit einer Verhaltenstherapie kombiniert werden. Das Ziel muss das Nichtrauchen sein, um die Gefahren für die Gesundheit und die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen auszuschalten.

    Die Reduktionsmethode

    Die Reduktionsmethode ist eine ältere Methode, die heute nicht mehr allzu häufig zur Anwendung kommt. Dennoch sollten sich werdende Nichtraucher mit ihr befassen. Sie wird wie die Punkt-Schluss-Methode den Selbstkontrollmethoden zugeordnet, beinhaltet aber ein anderes Schema.

    Bei der Reduktionsmethode geht es darum, weniger zu rauchen. Erfolgreich kann die Reduktionsmethode nur sein, wenn es dem Raucher gelingt, alternative Mechanismen in Situationen anzuwenden, in denen er eigentlich zur Zigarette greifen will.

    reduktionsmethode raucherentwoehung

    Dazu muss das eigene Verhalten reflektiert werden. Gelingt das nicht, ist eine unterstützende Verhaltenstherapie sinnvoll, wenn nicht sogar die Voraussetzung, damit die Reduktionstherapie erfolgreich sein kann. Andernfalls besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Raucher recht schnell wieder in die alten Gewohnheiten zurückfällt.

    Ein weiteres Problem sind die Entzugserscheinungen, die bei der Reduktionsmethode über einen sehr viel längeren Zeitraum auftreten, als das z.B. bei der Punkt-Schluss-Methode der Fall ist. Der Vorteil ist, dass die lieb gewonnene Gewohnheit des Rauchens nicht ganz aufgegeben werden muss.

    Der Raucher muss sich selbst fragen, ob er sich die Reduktionsmethode zutraut oder ob er schlichtweg nicht in der Lage ist, aufgrund seiner Abhängigkeit eine endgültige Entscheidung zu fällen. Folgende Punkte müssen bei der Reduktionsmethode berücksichtigt werden.

    Rauchfreie Zeiten

    Die Reduktionsmethode kann nur erfolgreich sein, wenn es strenge rauchfreie Zeiten gibt. Das können die Arbeitszeiten sein, aber auch die Abendstunden. In jedem Fall müssen diese Zeitspannen aber auch Tageszeiten enthalten, in denen der Griff zur Zigarette zuvor selbstverständlich war.

    Ein Risiko besteht hier: Bis zur nächsten erlaubten Zigarette können die Entzugserscheinungen so stark ausgeprägt sein, dass eine Zigarette nicht mehr ausreicht, um sie zu beseitigen. Der nächste Punkt soll verhindern, dass sich daraus eine Kettenreaktion mit hohem Zigarettenkonsum zu erlaubten Zeiten ergibt.

    Zigaretten limitieren

    Die Zahl der Zigaretten muss pro Tag festgelegt sein. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Variante ist, erst einige Zigaretten pro Tag auszulassen und den Konsum dann über einen festgelegten Zeitraum weiter zu reduzieren.

    Es besteht aber auch die Möglichkeit, zunächst nur wenige Zigaretten pro Tag zu streichen. So kann z. B. jede zweite Zigarette auf Dauer wegfallen. Damit hier keine Fehler passieren, kann ein Protokoll nötig sein.

    Zigarettenmarken und die Gewohnheit

    Es ist ein Teil der Reduktionsmethode, dass Raucher nicht mehr zur Lieblingsmarke greifen um die Gewohnheit zu besiegen. Auch hier sind es die Kleinigkeiten, die Schritt für Schritt dazu beitragen, dass das Ziel auch erreicht wird.

    Psychologische Aspekte spielen dabei eine erhebliche Rolle. Rauchen und die Entscheidung für eine bestimmte Marke hat auch etwas mit der eigenen Vorstellung vom Image zu tun. Es ist Absicht, dass die Zigarettenindustrie jede Marke mit bestimmten Charaktereigenschaften verbindet. Das in Bezug auf das eigene Rauchverhalten zu hinterfragen, ist Teil der Therapie.

    Vorräte sind nicht zulässig

    Jeder Suchtkranke achtet auf seinen Vorrat. Sich davon zu lösen heißt, die Bevorratung und damit die Bevormundung durch das Nikotin zu beenden. Zur Reduktionsmethode gehört, dass nur eine Schachtel Zigaretten im Haus ist. Die Aufgabe lautet, Gelassenheit zu den Zigarettenvorräten zu entwickeln, als Weg aus der Sucht.

    Nur außerhalb des Hauses rauchen

    Rauchen innerhalb der eigenen vier Wände erhöht in der Gewohnheit die Gefahr beträchtlich, dass das geplante Pensum überschritten wird. Deshalb ist es ein wichtiger Teil der Reduktionsmethode, nur und ausschließlich draußen zu rauchen.

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    Das kann der eigene Balkon sein, aber auch der Gang vor die Tür. Hier sind Familienmitglieder eine sehr wertvolle Unterstützung. Sie sollen von Anfang an dazu angehalten werden, das Rauchverbot im eigenen Haus durchzusetzen. Es versteht sich von selbst, dass auch sonst niemand im Haus rauchen sollte.

    Höchstmenge auch bei der Summe

    Die Redaktionsmethode ist auch anfällig. Dazu gehört das monatliche oder wöchentliche Pensum beim Zigarettenkonsum. Es ist auch Teil der Reduktionsmethode, eine Höchstsumme für den monatlichen Konsum festzulegen. Das kann aber dazu führen, dass der Raucher auf billige Angebote ausweicht, was nicht Sinn der Methode zur Reduzierung des Zigarettenkonsums sein kann.


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    Veröffentlicht am: 16.12.2015