Antibabypille wechseln: Was muss beachtet werden?

Zur hormonellen Empfängnisverhütung stehen Frauen Antibabypillen mit verschiedenen Hormonkombinationen und Dosierungen zur Verfügung. Will die Frau auf ein anderes hormonelles Präparat umsteigen, müssen einige Faktoren beachtet werden.

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Antibabypille: Die beliebteste Verhütungsmethode in Deutschland

Seit der Einführung der Pille im Jahr 1960 bereichern zunehmend mehr Varianten den Markt. Aktuell gibt es mehr als 80 verschiedene Antibabypillen. In Deutschland verhüten circa 68 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter (18 bis 35 Jahre) mit der Antibabypille.

Zur Auswahl stehen klassische Kombinationspräparate oder die Minipille, welche ausschließlich ein Gestagen in geringer Konzentration enthält. Kombinationspräparate enthalten jeweils ein synthetisch hergestelltes Östrogen und ein Gestagen. Auch hier kommen vorrangig niedrige Hormondosierungen zum Einsatz.

Auf HealthExpress können Sie sich hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Minipille, Vaginalring oder Hormonpflaster) verschreiben lassen. Hierzu müssen Sie lediglich die kostenlose ärztliche Konsultation durchführen.

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Der Vorteil von kombinierten Präparaten ist, dass aufgrund der Gestagene erwünschte positive Zusatzwirkungen entstehen. Beispielsweise eignen sich Drospirenon und Dienogest bei Hautunreinheiten beziehungsweise verstärkter Pickelbildung. Zudem nutzen Frauen Antibabypillen mit Drospirenon gern, da dieses Gestagen Wassereinlagerungen vorbeugt und lediglich eine minimale Gewichtszunahme verursacht.

Aufgrund individueller Merkmale des weiblichen Körpers reagieren Frauen unterschiedlich auf Einnahme hormoneller Verhütungsmittel. Es kommt zu unerwünschten Nebenwirkungen, die durch einen Wechsel der Antibabypille behandelt werden können.

Welche Gründe sprechen für einen Wechsel der Pille?

Bemerkt die Frau bestimmte Nebenwirkungen während der Anwendung oraler Kontrazeptiva, ist eine Konsultation des Gynäkologen empfehlenswert. Mögliche Alternativen sollten in Betracht gezogen werden, wenn folgende Beschwerden durch die Pille ausgelöst werden:

  • Kreislaufprobleme oder Unwohlsein
  • regelmäßig wiederkehrende Kopfschmerzen beziehungsweise Migräne
  • verschlechtertes Hautbild
  • starke Gewichtszunahme (mindestens 5 Kilogramm in nur 3 Monaten)
  • akute Stimmungsschwankungen
  • Wassereinlagerungen

Der Wechsel von einem Kombinationspräparat zur Minipille ist indiziert bei:

  • starke Menstruationsblutung
  • akute Regelschmerzen

Wann ist ein günstiger Zeitpunkt für den Pillenwechsel und was ist zu beachten?

Der Wechsel von einem Präparat zum anderen ist abhängig von der jeweiligen Pillenart. Meist empfiehlt der Arzt einen adäquaten Zeitpunkt.

Bei Mikropillen kann jedoch der Wechsel zu jeder Zeit stattfinden. Die aktuelle Monatspackung des ersten Kombinationspräparats oder der Minipille regulär aufzubrauchen.

Einnahmeschema der Antibabypille & Minipille

Minipille zu Minipille

Wechselt die Frau von einer Minipille zur anderen, kann dies direkt nach der letzten Pille das aktuellen Blisters oder wahlweise nach der regulären, maximal siebentägigen Einnahmepause geschehen. Sind starke Beschwerden der Grund für einen Wechsel, können Minipillen auch während der laufenden Blisterpackung durch andere derselben Art ersetzt werden. Zu beachten ist, dass kein einnahmefreier Tag dazwischen liegt. Die jeweilige Dosierung spielt hierbei keine Rolle, denn der empfängnisverhütende Schutz bleibt bestehen.

Minipille zu Mikropille / Mikropille zu Minipille

Der Wechsel zwischen beiden Arten erfolgt nach der Einnahme der letzten Pille einer Blisterpackung. Es ist empfehlenswert in jedem Fall während der ersten sieben Tage eine zusätzliche Barrieremethode (Kondom oder Diaphragma) anzuwenden.

kombinierte Pille zu Minipille

Die Einnahme der Minipille erfolgt nach der letzten Pille des kombinierten Präparats. Sollte die zuvor verwendete Pillensorte auch wirkstofffreie Filmtabletten enthalten, ist die erste Minipille direkt am Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Pille einzunehmen.

Minipille zu kombinierter Antibabypille

Die Einnahme des kombinierten Präparats erfolgt unmittelbar nach der letzten Minipille. Die meisten Hersteller raten bei einem Pillenwechsel grundsätzlich dazu, während der ersten sieben Tage zusätzliche nicht hormonelle Verhütungsmetoden anzuwenden. Aufgrund der Vielzahl von Antibabypillen ist eine individuelle Rücksprache mit dem Gynäkologen immer empfehlenswert.

Wird die Pille ausschließlich aufgrund von Erkrankungen oder starken Menstruationsbeschwerden eingenommen, ohne die Empfängnisverhütung zu wünschen, ist ärztlicher Rat zum idealen Zeitpunkt auf jeden Fall notwendig.

Welche Folgen gehen mit einem Pillenwechsel einher?

Unabhängig von der Art des Pillenwechsels muss der Körper stets die hormonelle Umstellung verarbeiten. Dieser Vorgang kann zwischen einigen Wochen bis Monate andauern. Die körpereigene Umstellung wird durch unterschiedliche Begleiterscheinungen bemerkbar:

  • unregelmäßige oder ausbleibende Abbruchblutung
  • Schmierblutungen
  • Kopfschmerzen
  • Unterleibsschmerzen
  • Haarausfall
  • verunreinigte Haut
  • Übelkeit
  • Stimmungsschwankungen

Darüber hinaus beschreiben Frauen ein vermindertes Libido nach dem Pillenwechsel. Dies kann die Partnerschaft beeinflussen und sollte bei vermeintlichen Gesprächen auf jeden Fall mit thematisiert werden. Mit einem Pillenwechsel verbundene Begleiterscheinungen können bis zu drei Monaten anhalten. Ein Wechsel der Pille zugunsten eines verbesserten Hautbilds zeigt bereits nach wenigen Wochen positive Wirkungen.

Was ist beim Absetzen der Pille zu beachten?

Sobald die Einnahme der Antibabypille unterbrochen wird, ist der empfängnisverhütende Schutz nicht mehr gegeben. Theoretisch ist eine Schwangerschaft sofort nach dem Absetzen der Pille möglich. Entsprechend sind zusätzliche Verhütungsmethoden notwendig, wenn eine mögliche Empfängnis unerwünscht ist.

Gleichzeitig minimieren beziehungsweise verschwinden durch die Pille entstandene unangenehme Begleiterscheinungen nach dem Absetzen der Pille schnell. Möchte die Frau dieselbe Antibabypille zu einem späteren Zeitpunkt wieder einnehmen, ist dies möglich, wenn sie ihren Lebensstil nicht geändert hat. Sollte die Person plötzlich Rauchen oder stark übergewichtig sein, kann die damalige Antibabypille kontraindiziert sein.

Grundsätzlich ist das Absetzen der Pille jederzeit möglich. Eine Konsultation des Arztes ist nicht notwendig. Dennoch empfiehlt es sich, den Zeitpunkt zum Pille Absetzen am Ende eines Zyklus auszuwählen.

Was geschieht nach dem Absetzen der Pille?

Sobald das hormonelle Präparat nicht mehr eingenommen wird, stellt sich der Körper wieder um. Dieser Anpassungszeitraum kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund ist ein beliebiges Absetzen der Pille zu vermeiden.

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Nimmt die Frau zeitlich begrenzt bestimmte Medikamente ein, so ist eventuell die empfängnisverhütende Wirkung der Antibabypille stark verringert. Dennoch ist das Absetzen der Pille nicht empfehlenswert. In diesem Fall sollten zusätzliche, nicht hormonelle Methoden zum Schutz vor unerwünschten Schwangerschaften angewandt werden.

Erfahren Sie mehr über Verhütungsmethoden:

Antibabypille und Minipille im Vergleich+

Die Vor- & Nachteile der Antibabypille+

Die korrekte Einnahme der Pille+

Pearl-Index: Wie sicher sind Methoden zur Empfängnisverhütung+


Quellen: