Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympathomimetika sind eine Wirkstoffgruppe, die auf das vegetative Nervensystem einwirken und dort die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin imitieren. Substanzen aus der Reihe der Beta-2-Sympathomimetika werden aufgrund ihres bronchienerweiternden Effekts zur Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD eingesetzt.

Schnell & bequem:

Online Behandlung ohne Termine oder Wartezeit

All inklusive Service:

Keine versteckten Kosten - alles inkl.

Privat & Vertraulich:

Diskrete Verpackung & Zahlung

Original Medikamente:

verschrieben von EU registrierten Ärzten

Behandlung erhalten in 3 einfachen Schritten
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Wählen Sie die Behandlung aus
Kostenlose Lieferung am nächsten Tag
Verfügbare Behandlung Asthma
Ventolin Asthmaspray
4.9/5 - 763 Bewertungen

Ventolin/Salbutamol

  • als Accuhaler oder als Evohaler erhältlich
  • sofortige Linderung der Symptome eines Asthmaanfalls
  • Wirkung hält ca. 4 Stunden an
Clenil Modulate Nebenwirkungen
4.8/5 - 23 Bewertungen

Clenil

  • Wirkt vorbeugend
  • Einnahme kann täglich erfolgen
  • Lindert Entzündungen in den Atemwegen
Flixotide (Fluticason)
4.8/5 - 9 Bewertungen

Flixotide (Fluticason)

  • Vorbeugende Medikamente
  • Als Accuhaler und Evohaler erhältlich
  • Verbessert die Symptome von Asthma langfristig
Weitere Behandlungen ansehen

Anwendungsgebiete der Beta-2-Sympathomimetika

Die Hauptanwendungsgebiete von Beta-2-Sympathomimetika sind Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Bronchitis (COPD). Die Anwendung erfolgt zumeist mit speziellen Inhalationsgeräten oder Asthmasprays. Die Substanzen der Wirkstoffe verbessern aufgrund ihrer bronchienerweiternden Wirkung die Atmungsfunktion. Beta-2-Sympathomimetika können sowohl zur kurzfristigen Linderung von Symptomen während akuter Asthmaanfälle als auch zur langfristigen Prophylaxe eingesetzt werden.

Neben der Asthma-Therapie werden Betamimetika auch zur Wehenhemmung bei Schwangeren eingesetzt. Speziell der Wirkstoff Fenoterol führt durch die Aktivierung der Beta-2-Rezeptoren eine Erschlaffung der Muskelzellen hervor und verhindert dadurch frühzeitig auftretende Wehen.

Wirkungsweise von Betamimetika

Das vegetative Nervensystem kontrolliert die Organfunktionen im Körper. Der Parasympathikus übernimmt hierbei die Beruhigung und bringt den Menschen in einen Ruhezustand. Er sorgt dafür, dass die Herzfrequenz und der Blutdruck sinken und die Verdauungsaktivität steigt. In Stress-Situationen wird der Sympathikus aktiviert. Dieser steigert die Aufmerksamkeit, Muskelspannung und Schweißproduktion. Die Erregung des Sympathikus erfolgt durch die körpereigenen Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin.

Wbeta-2-Sympathomimetika gegen Asthma

Sympathomimetika binden sich an die Rezeptoren dieser Botenstoffe und lösen je nach Rezeptor unterschiedliche Reaktionen aus. Beta-2-Sympathomimetika binden sich, wie der Name bereits vermuten lässt, überwiegend an die beta-2-Rezeptoren. Werden die Medikamente zur Behandlung von Asthma oder COPD eingesetzt, führt die Besetzung der beta-2-Rezeptoren der Atemwegsmuskelzellen zu einer Entspannung. Hierdurch erweitern sich die Bronchien und der Patient kann wieder normal atmen. Zusätzlich werden entzündliche Reaktionen verringert und das Abhusten des Schleims erleichtert.

Wird ein Beta-2-Sympathomimetikum zur Wehenhemmung eingesetzt, erschlaffen die Muskelzellen in der Gebärmutter. Wehen sind Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Werden diese entspannt, werden frühzeitig auftretende verhindert.

Wirkstoffe aus der Reihe der Beta-2-Sympathomimetika

Grundsätzlich werden Beta-2-Sympathomimetika zur Asthmabehandlung in 2 Gruppen unterteilt. Den langwirksamen und kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika. Diese unterscheiden sich durch ihre Wirkungsdauer und aufgrund dessen anhand ihres Anwendungszwecks.

Schnellwirksame Betamimetika bei Asthmaanfällen

Die Wirkung von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika tritt bereits ca. 3 bis 10 Minuten nach Anwendung ein. Der bronchienerweiternde Effekt der Substanzen hält jedoch nur 3 bis 5 Stunden an. Schnellwirksame Wirkstoffe bei akuten Asthmaanfällen eingesetzt, um eine rasche Linderung der Symptome zu erzielen. Die als "Controller" bezeichneten Medikamente, sollten jeder Asthmatiker bei sich tragen. Zu den Wirkstoffen, die in Controllern enthalten sind, gehören:

Ventolin Salbutamol Eckdaten
Ventolin
Handelsname: Ventolin
Hersteller: Allen & Hanburys
Wirkstoff: Salbutamol
Wirkstoffgruppe: Beta-2-Sympathomimetika
Darreichungsform: Evohaler, Accuhaler
Dosierung: 100 mcg, 200 mcg
Wirkungseintritt: sofortige Linderung von Asthmaanfällen
Wirkungsdauer: ca. 4 Stunden
Mehr erfahren
  • Salbutamol (Salamol, Sultanol, Ventolin)
  • Fenoterol (Berotec)
  • Terbutalin (Aerodur)
  • Reproterol

Langwirksame Betamimetika zur Vorbeugung

Der Wirkungseintritt von langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika erfolgt ebenfalls innerhalb von 3 bis 10 Minuten, jedoch hält die Wirkung bis zu 12 Stunden an. Die sogenannten "Reliever" werden zur Vorbeugung von Asthmaanfällen eingesetzt. Vor allem in einem fortgeschrittenen Asthmastadium ist die Verwendung von langwirksamen Asthmasprays unerlässlich. Zu den Wirkstoffen der langwirksamen Betamimetika zählen:

  • Salmeterol
  • Formoterol
  • Fenoterol
  • Bambuterol
  • Indacaterol

Nebenwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympathomimetika führen nicht nur zu einer Erregung der Beta-2-Rezeptoren sondern können vor allem in hoher Dosierung auch Beta-1-Rezeptoren beeinflussen. Dadurch können vor allem Nebenwirkungen, die das Zentrale Nervensystem sowie das Herz betreffen, auftreten. Hierzu zählen:

  • Unruhe
  • Tremor (Muskelzittern)
  • Arrhythmie (Herzrhythmusstörungen)
  • Tachykardie (Herzrasen)
  • Angina pectoris

Weitere unerwünschte Begleiterscheinungen von Beta-2-Sympathomimetika sind:

  • Übelkeit
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Kopfschmerzen

Bei der Aktivierung der Beta-2-Rezeptoren wird in der Leber und den Skelettmuskeln Glycogen (Speicherform von Zucker) vermehrt abgebaut. Dieser Vorgang führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Die Stärke und die Häufigkeit des Auftretes von Nebenwirkungen ist von der Art der Formulierung, der Dosis und der Klassifikation als kurz- oder langwirksames Mimetikum abhängig. Hinweise auf die Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, können in der jeweiligen Packungsbeilage nachgelesen werden.

Wechselwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika

Werden Beta-2-Sympathomimetika mit bestimmten Medikamenten kombiniert, kann es zu pharmakologischen Interaktionen kommen. Die Arzneimittel schwächen oder verstärken die Wirkungsweise und der Behandlungserfolg ist dadurch nicht mehr garantiert. Auch die Anwendung zweierlei Substanzen aus der gleichen Wirkungsgruppe sollte vermieden werden, da hierbei starke Nebenwirkungen auftreten können.

Beta-2-Sympathomimetika sollten nicht mit Betablocker angewendet werden, da dadurch die Wirkung der Beta-2-Sympathomimetika abgeschwächt wird. Sind Medikamente aus beiden Wirkstoffreihen notwendig, ist die Einnahme mit einem Arzt abzuklären und es muss eventuell eine Dosierungsanpassung stattfinden.

Eine gemeinsame Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika und L-Dopa, L-Thyroxin oder Alkohol senkt die kardiale Toleranz, wodurch es vermehrt zu Nebenwirkungen wie Herzrasen kommen kann. Ein erhöhtes arrhythomgenes Risiko besteht außerdem, wenn Patienten zur Anästhesie mit halogenierten Kohlenwasserstoffen behandelt werden.

Eine Kombination mit Chinidin, trizyklischen Antidepressiva, Monaminoxidase-Hemmstoffen oder Phenothiazinen erhöhen das Risiko auf ventrikuläre Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen, die von den Herzkammern ausgehen). Diuretika, Xanthin-Derivate und Steroide können außerdem einen Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) verstärken.

Gegenanzeigen von Beta-2-Sympathomimetika

Medikamente, die zu den Beta-2-Sympathomimetika zählen, dürfen nicht angewandt werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber der Wirkstoffgruppe besteht. Erst nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Analyse durch den Arzt dürfen Personen mit folgenden Erkrankungen Beta-2-Sympathomimetika anwenden:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Krampfanfälle

Diabetiker müssen während der Anwendung ihrer Asthmamedikamente ihren Blutzuckerspiegel genau kontrollieren, da diese den Blutzuckerspiegel verändern können und eine Dosisanpassung notwendig sein kann. Wird diese nicht vorgenommen, kann aufgrund einer möglichen Überzuckerung bei Diabetikern eine lebensgefährliche Ketoazidose auftreten. Patienten, die an COPD im fortgeschrittene Stadium leiden, bedürfen einer besonderen ärztlichen Überwachung, da Beta-2-Sympathomimetika einen Blut-Kalium-Mangel verstärken können.

Beta-2-Sympathomimetika in der Schwangerschaft Schwangere können Beta-2-Sympathomimetika bedenkenlos wie vor der Schwangerschaft anwenden. Die Anwendung von Asthma-Inhalatoren mit Substanzen aus dieser Wirkstoffgruppe wurde ausreichend klinisch untersucht und gelten als sicher. Sie stören weder das Wachstum des Fötus, noch steigern sie die Komplikationsrate. Während übliche Dosierungen während der Schwangerschaft unbedenklich sind, sollten sehr hohe Dosierungen der Medikamente vermieden werden, da diese das Herz des Ungeborenen schädigen können. Sollten Sie sich nicht bezüglich der Anwendung Ihrer Asthmamedikamente sicher sein, konsultieren Sie Ihren Arzt.

Beta-2-Sympathomimetika als Dopingmittel?

Beta-2-Sympathomimetika wirken nicht nur bronchienerweiternd, sondern verstärken auch die Proteinsynthese, die den Aufbau von körpereigenem Gewebe fördert (anabole Wirkung). Besonders bei Ausdauersportarten werden Beta-2-Sympathomimetika missbraucht, da die Substanzen die Leistung des Sportlers fördern. Während manche Medikamente wie Clenbuterol strikt verboten sind, können Sportler Salbutamol anwenden, ohne gemeldet zu werden. In manchen Fällen können bestimmte Substanzen aus der Reihe der Beta-2-Sympathomimetika zwar angewendet werden, jedoch müssen professionelle Leistungssportler vorher um eine medizinische Ausnahmegenehmigung bei der Anti-Doping Agentur ansuchen.


Erfahren Sie mehr über Asthma bronchiale:

Medikamentöse Behandlung von Asthma+

Was tun beim akuten Asthmaanfall? Erkennen und reagieren+

Was sind Glucocorticoide?+

Was sind Leukotrienantagonisten (LTRA)?+

Quellen: