Chlamydien in der Schwangerschaft: Ursachen, Symptome und Therapie

Eine Schwangerschaft schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie einer Chlamydien-Infektion. Im Gegenteil: Nicht nur die schwangere Frau selbst, sondern auch das Ungeborene beziehungsweise Neugeborene kann gefährdet sein. Darum ist das Screening auf Chlamydien fester Bestandteil der Erstuntersuchung einer Schwangeren beim Gynäkologen, während derer auch der Mutterpass ausgestellt wird. Die Wahrnehmung gynäkologischer Voruntersuchungen ist vor der 30. Schwangerschaftswoche alle vier Wochen und ab der 30. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen zu empfehlen.

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Sind Chlamydien eine häufige Infektion in der Schwangerschaft?

Wie hoch die aktuelle Zahl der Schwangeren ist, die mit Chlamydien infiziert sind, ist nicht bekannt. Schätzungsweise dürften etwa ein bis drei Prozent betroffen sein. Im Jahr 1996 wurde in einer Studie von Dieterle et al. von 5,7 Prozent betroffenen Frauen unter den Schwangeren berichtet.

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Besonders gefährdet sind Frauen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben oder wenn ihr einziger Sexualpartner häufige Sexualkontakte mit anderen Frauen oder Männern hat. Chlamydien können über oralen, vaginalen und analen Verkehr übertragen werden.

Wie wird eine Infektion mit Chlamydien nachgewiesen?

Üblicherweise erfolgt eine Untersuchung der Scheide durch den Frauenarzt, bei der ein Abstrich vorgenommen wird. Die Erbinformation (DNA) der Chlamydien kann mittels PCR nachgewiesen werden. PCR steht für Polymerase Chain Reaction (Polymerase-Kettenreaktion), bei der DNA-Abschnitte um den Faktor 10^6 bis 10^12 vervielfältigt werden, sodass genug DNA vorhanden ist, um eindeutig nachgewiesen zu werden.

Geschlechtskrankheit Chlamydien

Dauert eine Chlamydien-Infektion schon länger an, kann es sein, dass die PCR keinen Nachweis erbringt. in diesem Fall kann eine serologische Bestimmung weiterhelfen, bei der nach Antikörpern gegen Chlamydien gesucht wird.

Das Ergebnis der Untersuchung wird in den Mutterpass eingetragen: "negativ" bedeutet "keine Infektion", "positiv" bedeutet "Infektion vorliegend". Bei einer nachgewiesenen Infektion wird eine antibiotische Behandlung eingeleitet und nach etwa drei Wochen kontrolliert, ob die Infektion durch die Behandlung erfolgreich bekämpft worden ist.

Wie werden Chlamydien von der Mutter auf das Kind übertragen?

Der häufigste Weg, auf dem Chlamydien von der Mutter auf das Kind übertragen werden, ist während des Geburtsvorgangs. Das Neugeborene besitzt noch kein ausgereiftes Immunsystem, weshalb die Infektion während der Geburt besonders schwerwiegende Folgen haben kann. Darum sollte der Geburtskanal - also die Organe, die das Neugeborene passieren muss, bestehend aus Muttermund, Gebärmutterhals und Scheide - frei von krankheitserregenden Keimen sein.

Eine Übertragung auf das Kind in der Gebärmutter ist grundsätzlich möglich, aber unwahrscheinlich und mit einem sehr geringen Risiko behaftet. Trotzdem sollte eine Chlamydien-Infektion schnellstmöglich behandelt werden.

Welche Gefahren bestehen für die Mutter?

Die Chlamydien-Infektion der Frau verläuft in den meisten Fällen symptomlos, kann aber schwerwiegende Gesundheitsstörungen nach sich ziehen. Darum ist es wichtig, dass sich Schwangere auch ohne Beschwerden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen testen lassen. Wenn Symptome auftreten, handelt es sich zumeist um Schmerzen beim Wasserlassen, Juckreiz im Bereich der Scheide und ungewöhnlichen Ausfluss sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Es kann Fieber auftreten.

Eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann chronische Schmerzen verursachen und über Entzündungen zu Verklebungen und Vernarbungen im kleinen Becken führen. Dadurch können die Eileiter verengt oder blockiert sein, wodurch das Risiko für eine Extrauteringravidität ("Bauchhöhlenschwangerschaft") erhöht sein oder sogar Unfruchtbarkeit entstehen kann.

Es ist möglich, dass die Krankheitserreger weiter aufsteigen und die Eihäute befallen. In seltenen Fällen wird das ungeborene Kind noch in der Gebärmutter infiziert. Die Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Blasensprung ist erhöht. Auch nach der Geburt besteht noch eine Gefahr für die Mutter, beispielsweise kann es zu einer Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) kommen.

Chlamydien Risiken für Mutter und Kind

Welche Gefahren bestehen für das Kind?

Unbehandelt ist das Risiko für Fehl-, Tot- und Frühgeburt erhöht. Vermutlich spielen Veränderungen bestimmter Rezeptoren dabei eine wichtige Rolle. Im Tierversuch zeigte sich während einer Chlamydien-Infektion ein erhöhtes Vorkommen von Death Rezeptoren ("Todes-Rezeptoren") DR4 und DR5 sowie eine verminderte Bildung von Decoy Rezeptoren DcR1 und DcR2. Passend dazu werden vermehrt TRAIL Rezeptoren (TRAIL: Tumor Necrosis Factor Related Apoptosis Inducing Ligand; "Tumor-Nekrose-Faktor verwandter, Apoptose induzierender Ligand) und ein erhöhtes Aktivitätslevel der Caspase-3 beobachtet.

Diese Systeme sind für die Apoptose, den "programmierten Zelltod" verantwortlich. Kommt es zur Geburt des Kindes, hat dieses ein Risiko für ein geringes Geburtsgewicht und kann sich darüber hinaus gegebenenfalls mit Chlamydien infizieren, die sich im Geburtskanal der Mutter befinden.

Neugeborene haben noch kein voll ausgereiftes Abwehrsystem, deshalb kann die Infektion mit Chlamydien zu einer schweren Lungenentzündung und zu Augenentzündungen führen. Die Augenentzündung kann eine Erblindung zur Folge haben. Allerdings ist derzeit aufgrund einer Infektion mit Chlamydien kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen sowie für körperliche oder seelische Behinderungen bekannt.

Wie werde Chlamydien während der Schwangerschaft behandelt?

Therapie der Wahl ist die Gabe von Antibiotika. Dazu kommen das Makrolid-Antibiotikum Azithromycin oder Erythromycin und das Tetracyclin Doxycyclin in Frage. Allerdings kann Doxycyclin die Zahnentwicklung des Kindes beeinträchtigen, weshalb das Medikament bis zur 16. Schwangerschaftswoche nur unter sehr genauer Abwägung von Risiken und Nutzen eingesetzt wird. Ab der 16. Schwangerschaftswoche sollte Doxycyclin nicht mehr von Schwangeren eingenommen werden.

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Sehr wichtig ist zudem, dass der oder die Sexualpartner unbedingt mitbehandelt werden! Ansonsten besteht das Risiko, die Keime im Sinne eines Ping-Pong-Prinzips stetig miteinander auszutauschen.

Antibiotika können auch als Augentropfen beim Neugeborenen angewendet werden, um die Augenentzündung zu behandeln und eine mögliche Erblindung zu verhindern. Sogar die vorbeugende Gabe hat sich bewährt und hilft zusätzlich gegen Augenentzündungen durch den Erreger der Gonorrhoe (Neisseria gonorrhoeae).


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Quellen: