Chlamydien in der Schwangerschaft: Ursachen, Symptome und Therapie

Eine Schwangerschaft schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie einer Chlamydien-Infektion. Im Gegenteil: Nicht nur die schwangere Frau selbst, sondern auch das Ungeborene beziehungsweise Neugeborene kann gefährdet sein. Darum ist das Screening auf Chlamydien fester Bestandteil der Erstuntersuchung einer Schwangeren beim Gynäkologen, während derer auch der Mutterpass ausgestellt wird. Die Wahrnehmung gynäkologischer Voruntersuchungen ist vor der 30. Schwangerschaftswoche alle vier Wochen und ab der 30. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen zu empfehlen.

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Was sind Chlamydien?

Chlamydien sind Bakterien, die je nach Spezifikation unterschiedliche Auswirkungen auf den Organsimus haben. Der Begriff "Chlamydien" geht auf das griechische Wort "clamys" zurück, das gleichbedeutend mit "Mantel" ist. Chlamydien zählen zu der Gruppe von Bakterien, die eine kugelförmige Gestalt haben und in den Vakuolen des Cytoplasmas leben.

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Chlamydien gehören zu der Kategorie der Bakterien, die partiell Eigenschaften eines Viruses aufweisen. Diese Bakterien vermehren sich rasch im menschlichen Körper und können vaginal, oral oder anal übertragen werden. Chlamydien-Infektionen müssen nicht sofort bemerkt werden. Nach der Inkubationszeit können sich die unliebsamen Bakterien bemerkbar machen und bringen den Organismus aus dem Gleichgewicht.

chlamydien

Das Bakterium sondert zwei Arten von Zellgift aus, das die Zellstruktur der infizierten Zelle zerstört und die Entstehung von anderen Erkrankungen begünstigen kann. Die Untergruppe "Chlamydia tachomatis (Serotyp D-K)" ist für die Übertragung von Geschlechtskrankheiten verantwortlich, kann auch eine starke Augenentzündung (Bindehautentzündung) verursachen. Die Spezifikation "Chlamydia pneumoniae" kann zu einer Lungenentzündung führen, da in diesem Fall die Bronchien betroffen sind. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann seinen Ursprung in einer Chlamydien-Infektion haben, da unbehandelte Chlamydien Unfruchtbarkeit verursachen können.

Eine Entzündung der Eihäute, ein vorzeitiger Blasensprung sowie Fehl- und Frühgeburten können durch eine Chlamydien-Infektion hervorgerufen werden. Wichtig ist, dass Männer und Frauen gleichermaßen an Chlamydien erkranken können, weshalb bei einem Chlamydien-Verdacht oder einer Chlamydien-Diagnose immer beide Partner untersucht und behandelt werden sollten.

Ursachen

Eine Chlamydien-Infektion kann auf verschiedenen Ursachen basieren. Der Kontakt mit einer infizierten Person kann die Infektion auslösen. Chlamydien verweilen unauffällig passiv in der Wirtszelle und werden nicht sofort bemerkt. Die häufigste Chlamydien-Übertragung erfolgt über ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Infektion wird über den Kontakt mit der Schleimhaut (Schmierinfektion) übertragen.

Bei der Chlamydien-Infektion handelt es sich um eine Kontaktkrankheit, die durch Toiletten oder Schwimmbäder (Schwimmbadkonjunktivitis) übertragbar ist. Bei der Schwimmbadkonjunktivitis (Einschlusskörperchen-Konjunktivitis) wird der Serotyp D-K durch Chlamydien übertragen, die durch bereits erkrankte Personen in das Badewasser und von dort in die Augen und Schleimhäute anderer Menschen gelangen. Bei der Einschlusskörperchen-Konjunktivitis beträgt die Inkubationszeit 8-12 Wochen.

chlamydien zyklus

Eine Mastdarmentzündung (Prokitis) kann durch ungeschützten Analverkehr übertragen werden. Die Inkubationszeit beläuft sich auf einen Zeitraum von 2 bis 6 Wochen. Ungeschützter Oralverkehr kann eine Rachenentzündung (Pharyngitis) verursachen, bei der eine Inkubationszeit von 2-6 Wochen attestiert wird.

Chlamydophila pneumoniae können durch eine Tröpfcheninfektion übertragen werden und führen zu Erkrankungen der Atemwegsinfektionen (Inkubationszeit 1-4 Wochen). Auch infizierte Vögel (Wellensittiche, Tauben, Papageien) können Überträger sein."Chlamydophila psittaci" verursachen die "Papageienkrankheit" (Psittakose) und werden über dem Atem, den Kot und die Federn der erkrankten Tiere übertragen.

Symptome und Folgen

Eine Chlamydien-Infektion kann während der Schwangerschaft auf das Ungeborene übertragen werden. Zu den Symptomen der Infektion zählen:

  • gelblicher Scheidenausfluss,
  • Krämpfe und Juckreiz in der Scheide,
  • Zwischenblutungen,
  • Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr,
  • Knochen- und Unterleibsschmerzen,
  • Analschmerzen.

Auch ein stark entzündetes Auge oder eine hartnäckige Rachenentzündung können symtomatisch für eine Chlamydien-Infektion sein. Die Folgen während einer Schwangerschaft können weitreichend sein. Besonders in den letzten Schwangerschaftswochen ist die Ansteckungsgefahr des Ungeborenen hoch und die Folgen einer unbehandelten Infektion nicht unerheblich.

Unter einer akuten Chlamydien-Infektion ist die Gefahr einer Frühgeburt höher, die durch einen Blasensprung hervorgerufen wird. Infizierte Neugeborene können an einer Bindehautentzündung oder einer Lungenentzündung erkranken. Besteht der Verdacht einer Chlamydien-Infektion, sollte zeitnah ein molekularbiologischer Urintest (PCR-Test) sowie ein Abstrich von dem Gebärmutterhals und der Harnröhrenmündung durchgeführt werden.

In der Regel wird während einer Schwangerschaft vorsorglich ein Chlamydien-Test durch den behandelnden Gynäkologen durchgeführt, um Folgeschäden für das Baby zu verhindern. Der Test ist wichtig, denn häufig zeigt die Schwangere keine Beschwerden. Unerkannt können die Bakterien allerdings einen großen Schaden anrichten, weshalb ein vorsorglicher Test regelmäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen erfolgen sollte.

Therapie

Die Diagnose kann in der Schwangerschaft beunruhigend sein. In jedem Fall muss die Infektion medikamentös behandelt werden, um Spätfolgen für das Ungeborene zu vermeiden. Eine Chlamydien-Infektion in der Schwangerschaft ist heute effektiv zu behandeln, ohne dass das Ungeborene oder die Mutter gefährdet werden.

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Werden Chlamydien mit einem Antibiotikum behandelt, erfolgt in der Regel eine vollständige Heilung innerhalb von ein bis zwei Wochen. Auch in der Schwangerschaft erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika. Der behandelnde Arzt verschreibt ein Antibiotika, das bei Schwangeren unbedenklich eingesetzt werden kann.

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Zu den gängigen Antibiotika, die während einer Schwangerschaft verschrieben werden können, zählen Präparate wie Azithromycin, Doxycyclin, Enythromyzin oder Josamycin. Diese Präparate sind langzeitgetestet und für den Einsatz in der Schwangerschaft geeignet. Nach der vorschriftsmäßigen Einnahme erfolgt eine Kontrolle, wobei erneute Tests durchgeführt werden. Können keine Chlamydien nachgewiesen werden, ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen. Unbedingt sollte auch der Partner behandelt werden, damit es nicht zu dem so genannten "Ping-Pong-Effekt" kommt, bei dem die Bakterien von einem zum anderen Partner übertragen werden.


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Quellen:

Letzte Aktualisierung: 25.11.2015