Dapoxetin ist ein Potenzmittel, dass die frühzeitige Ejakulation verhindert und damit einen Mehrwert im zwischenmenschlichen Bereich erbringt. Das Präparat fällt zwar unter die Sparte Potenzmittel, ist aber eigentlich ein Ejaculatio praecox, da es nicht gegen erektile Dysfunktion, sondern ausschließlich gegen den frühzeitigen Samenerguss hilft.

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Beschreibung

Der Wirkstoff Dapoxetin lässt den Serotoninspiegel ansteigen, wodurch die Spannung der Blutgefäße erhöht und über einen längeren Zeitraum erhalten wird. Im Ursprung wurde Dapoxetin in seiner Wirksamkeit gegen Depressionen erforscht, was bereits in den 90er Jahren erfolgte. Die Wirkung gegen die verfrühte Ejakulation wurde im Zuge der Forschung als Begleiterscheinung des Medikaments verzeichnet.

Dapoxetin

In der Behandlung von Depressionen hat sich Dapoxetin aufgrund der kurzen Wirkdauer nicht durchgesetzt, wurde stattdessen aber auf dem Gebiet der Behandlung von Spannungsproblemen der männlichen Blutgefäße weiter erforscht und mit positivem Ergebnis bewertet. Das Präparat verhindert den frühzeitigen Weitertransport von Serotonin, wodurch die Erektion herausgezögert und ein erfüllendes Liebesleben ermöglicht wird.

Wirkung und Einsatzgebiete

Der körpereigene Botenstoff Serotonin ist für die Spannung der Blutgefäße zuständig. Wird Serotonin zu schnell weitergeleitet, hat dies einen unerwünschten frühzeitigen Samenerguss zur Folge. Männer mit frühzeitiger Erektion haben oft einen langen Leidensweg hinter sich und führen aufgrund ihrer Beeinträchtigung kein erfülltes Sexualleben.

Serotonin

Dapoxetin setzt an der Stelle an, an der der Weitertransport von Serotonin zu früh nach der Ausschüttung des Hormons erfolgt und eine frühzeitige Erektion zur Folge hat. Eingesetzt wird das Präparat bei Männern zwischen 18 und 64 Jahren, die unter einem zu schnellen Weitertransport von Serotonin leiden und über einen stetig verfrühten Samenerguss klagen.

Ejaculatio praecox

Eine niedrige Dosis des Midkaments in Kombination mit einer kurzen Wirkdauer sind ausreichend für den gewünschten Wirkungserfolg. Die Wirkung von Dapoxetin tritt etwa ein bis drei Stunden nach Einnahme des Medikaments (Priligy) ein. Vor allem Männer, deren Ejakulation schon bei leichter sexueller Stimulation erfolgt und nicht beeinflussbar ist, können den Leidensdruck durch Dapoxetin deutlich lindern.

Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen

Bei einigen Männern kann die Einnahme von Dapoxetin mit Nebenwirkungen und unerwünschten Begleiterscheinungen einhergehen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:
depressive Verstimmung Übelkeit
Schwindel Angst
Bauchschmerzen Durchfall
Unruhe Denkstörungen
Hypotonie oder Hypertonie Synkopen

Beim Genuss von Alkohol sollte auf eine Einnahme von Dapoxetin verzichtet werden, da das Präparat die Wirkung des Alkohols verstärkt und zur Fehlkoordination und einem starken Rausch führen kann. Da sich das Medikament in seiner Begleiterscheinung auf die Sehkraft auswirken und diese in der Wirkungszeit beeinträchtigen kann, dürfen Männer unter der Einwirkung von Dapoxetin nicht Auto fahren oder Maschinen führen.

Leiden Sie an vorzeitigem Samenerguss, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich eine kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Bei stärkerem Schwindel ist von der Einnahme ebenfalls abgeraten, vor allem, wenn das Schwindelgefühl mit Übelkeit oder einer verminderten Sehkraft einhergeht. Seltener sind Brechreiz und Durchfall die Folge, weist der Patient einen empfindlichen Magen auf oder leidet unter einer Fehlfunktion in der Bildung von Magensäure. Treten eine oder mehrere der Nebenwirkungen nach der Einnahme auf, sollte in Zukunft von einer Behandlung mit dem Präparat abgesehen werden.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Nur Männer mit guter Gesundheit sollten das Präparat anwenden. Besteht eine bekannte Allergie gegen den Wirkstoff oder liegen Herzerkrankungen und Kreislauferkrankungen vor, ist von einer Einnahme von Dapoxetin abgeraten. Des Weiteren darf der Wirkstoff nicht angewendet werden bei:

  • Depressionen
  • Herzerkrankungen (z.B. Herzmuskelschwäche und Herzklappenerkrankung),
  • schwerer Nierenfunktionsstörung,
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Johanniskraut,
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Linezolid,
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Tramadol,
  • bei einer Medikation gegen Migräne,
  • Neigung zu plötzlichem Blutdruckabfall.

Vor einer Entscheidung für das Präparat gegen Erektionsstörungen ist es ratsam, einen Urologen aufzusuchen und die Ursache der Problematik abklären zu lassen. Hat die frühzeitige Erektion keine organische Grundlage, sondern ist psychischer oder psychosomatischer Natur, hilft das Präparat und sollte eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vorangehen lassen.

Ist keine der oben aufgeführten Erkrankungen bekannt, sollte eine vor der Behandlung mit Dapoxetin erfolgende Untersuchung beim Mediziner die uneingeschränkte Gesundheit abklären und die Risiken der Einnahme bei bisher nicht bekannten Erkrankungen ausschließen. Weiter ist die Einnahme bei Leberschäden oder Niereninsuffizienz, sowie beim Reizdarm und bekannten Magen-Darm Problemen nicht empfohlen.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Medikamente

In Kombination mit der Einnahme anderer Medikamente kann es bei Dapoxetin zu gravierenden Wechselwirkungen kommen. Generell ist es ratsam, vor der Behandlung mit dem Präparat Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten und die möglichen Wechselwirkungen abklären zu lassen.

Da Nebenwirkungen nicht nur in Kombination mit Alkohol oder pharmazeutischen Medikamenten auftreten, ist besonders auf die körperlichen Signale nach der Einnahme zu achten. Die gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut zur Beruhigung und Dapoxetin kann zu Ohnmachtsanfällen durch sehr starken Schwindel, in Einzelfällen auch zum Herz-Kreislauf Versagen führen.

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Bei Herzrhythmusstörungen ist eine Einnahme von spannungssteigernden Präparaten der Blutgefäße generell abgeraten, da die höhere Belastung dem Herzen schaden und einen Herzinfarkt zur Folge haben kann. Die gleichzeitige Einnahme von blutdrucksteigernden oder -senkenden Medikamenten kann die Wirkung von Dapoxetin aufheben, oder zu einer starken Wechselwirkung mit Herz-Kreislauf Problemen führen. Die Wechselwirkungen sind bei Dapoxetin nicht zu unterschätzen, wodurch die Einnahme mit Bedacht und vorangehender Konsultation des Mediziners erfolgen sollte.