Medikamentöse Behandlung von Diabetes Typ-2

Zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Therapie, die ausschließlich auf die Veränderung des Lebensstils ausgerichtet ist, in den meisten Fällen nicht ausreichend. Um den Blutzuckerspiegel zu senken werden systematisch nach Stufenschema Antidiabetika eingesetzt. Es stehen hierzu verschiedene Wirkstoffe und Präparate zur Verfügung

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Metformin
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Metformin

  • Behandelt Diabetes Typ 2
  • Unterstützt die Reaktion des Körpers auf Insulin
  • Kontrolliert Blutzuckergehalt im Blut

Wirkstoffgruppen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes

Grundsätzlich lassen sich acht Wirkstoffgruppen der Antidiabetika unterscheiden. Darüber hinaus kann mit Insulin behandelt werden, wenn der Diabetes anders nicht mehr gut eingestellt werden kann. Die Wirkstoffgruppen unterscheiden sich grundlegend in ihrem Angriffspunkt und Wirkmechanismus und zeigen zudem unterschiedliche Nebenwirkungsprofile.

Leiden Sie an Diabetes mellitus, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich die kostenlose ärztliche Konsultation durchführen.

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Biguanide wirken multifunktional

Metformin ist die erste Wahl und das wirksamste Medikament bei der Behandlung eines Typ 2 Diabetes nach dem dreimonatigen (erfolglosen) Versuch einer Therapie in Form eines Lebenswandels. Bei Metformin handelt es sich um ein Biguanid, das die Insulinwirkung verstärkt, indem es den Umsatz von Zucker und anderen Kohlenhydraten steigert. Metformin steigert also nicht die Ausschüttung von Insulin.

Durch den gesteigerten Kohlenhydrat-Umsatz ergibt sich häufig eine signifikante Gewichtsabnahme. Die üblichen Nebenwirkungen sind Bauchkrämpfe und Durchfälle, die aber im Laufe der Therapie abnehmen und schließlich verschwinden. Das Risiko einer Unterzuckerung besteht bei Metformin nicht. Eine gefürchtete, aber seltene Nebenwirkung ist die Laktatazidose, ein Zustand, in dem der Körper zu einem lebensgefährlichen Grad übersäuert.

Einige Krankheiten begünstigen die Entwicklung einer Laktatazidose. Dazu gehören chronische Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min), schwere Herzinsuffizienz (NYHA III und IV), unzureichende Lungenleistung und Alkoholismus. Bei diesen Erkrankungen und allen weiteren Situationen, die eine anaerobe (zu wenig Sauerstoff) oder azidotische (zu saure) Stoffwechsellage begünstigen, darf Metformin nicht eingenommen werden.

Wirkstoff-gruppe Pankreas: Betazellen (Insulin-produktion) Pankreas: Alphazellen (Glukagon- produktion) Darm Zellwände (Insulin- resistenz) Leber (Glukose- produktion)
Alpha- Glukosidase - Hemmer cross-tick
Biguanide cross-tick cross-tick cross-tick
DPP-4- Hemmer cross-tick cross-tick cross-tick
Glinide und Sulfonyl- harnstoffe cross-tick
Glitazone cross-tick

DPP-IV-Hemmer fördern die Insulinausschüttung

DPP-IV-Hemmer wie Sitagliptin (Januvia), auch Gliptine genannt, hemmen die Dipeptidylpeptidase-4, ein Enzym, das GLP-1 (Glucagon-ähnliches-Peptid 1) abbaut. GLP-1 fördert die Ausschüttung von Insulin. Durch die Hemmung seines Abbaus wird folglich mehr Insulin ausgeschüttet. Nebenwirkungen sind vor allem Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel.

Das Risiko einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung wird diskutiert. Bei Lebererkrankungen, Niereninsuffizienz und einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung dürfen Gliptine nicht eingenommen werden.

GLP-1-Analoga fördern die Insulinfreisetzung aus den Betazellen

Über einen ähnlichen Weg wie die DPP-IV-Hemmer wirken die GLP-1-Analoga. Sie verhindern nicht den Abbau von GLP-1, sondern ahmen seine Wirkung nach. Man bezeichnet sie auch als Inkretinmimetika. Die GLP-1-Analoga sind keine "oralen" Antidiabetika, da sie subkutan, also in das Unterhautfettgewebe gespritzt werden müssen. Im Rahmen der Magen-Darm-Nebenwirkungen wird vor allem eine Magenentleerungsstörung beobachtet.

Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündungen und eventuell auch Bauchspeicheldrüsen- sowie Schilddrüsenkrebs wird diskutiert. Bei Niereninsuffizienz und chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung sollten GLP-1-Analoga nicht verwendet werden.

Sulfonylharnstoffe schränken die Durchdringlichkeit in die Betazellen ein

Sulfonylharnstoffe steigern wirksam die Ausschüttung von Insulin. Dadurch ergibt sich bei Sulfonylharnstoffen das höchste Risiko für Unterzuckerungen von allen oralen Antidiabetika. Außerdem bewirken sie eine deutliche Gewichtszunahme. Gelegentlich werden Veränderungen des Blutbildes beobachtet. Bei schweren Leber-, Nieren- oder Herzerkrankungen sowie starkem Übergewicht sollten keine Sulfonylharnstoffe eingesetzt werden.

Glinide fördern die Insulinsekretion

Glinide wirken ähnlich wie die Sulfonylharnstoffe über eine Erhöhung der Insulin-Ausschüttung. Dadurch ergibt sich wiederum ein Risiko für Unterzuckerungen und es kommt zur Gewichtszunahme. Selten entstehen durch Glinide Leberschäden. Die Krankheiten, bei denen Glinide nicht angewendet werden dürfen, entsprechen denen der Sulfonylharnstoffe (Leber-, Nieren-, Herzerkrankungen, Adipositas).

SGLT-2-Inhibitoren fördern die Zuckerausscheidung

SGLT-2-Inhibitoren hemmen einen Transporter in den Nieren, der im Austausch gegen Natrium Zucker aus dem Harn zurück ins Blut befördert. Durch die Hemmung wird mehr Zucker über den Urin ausgeschieden und der Blutzuckerspiegel gesenkt. Durch den gesteigerten Zuckergehalt im Harn wird es Bakterien und Pilzen erleichtert, Harnwegsinfektionen auszulösen.

Bei schwerer Krankheit (hohem Fieber, Sepsis, Nierenversagen) ist die diabetische Ketoazidose (Anreicherung von sauren Ketonkörpern) eine gefürchtete Nebenwirkung. Derzeit steht noch nicht fest, ob SGLT-2-Inhibitoren das Risiko für Brust- und Blasenkrebs erhöhen. Mögliche Gegenanzeigen bestehen vor allem in Nierenerkrankungen.

Alpha-Glukosidase-Hemmer reduzieren die Zuckerspaltung im Darm

Acarbose hemmt die alpha-Glukosidase, die Zucker spaltet, damit er im Darm aufgenommen werden kann. Durch die Hemmung dieses Enzyms wird weniger Glukose resorbiert. Nebenwirkungen sind insbesondere Blähungen und Völlegefühl. Bei Verdauungsstörungen und bei schwerer Niereninsuffizienz sollte von der Verwendung von alpha-Glukosidase-Hemmern abgesehen werden.

Glitazone machen Zellen insulinempfindlicher

Glitazone binden an einen Rezeptor im Kernkörperchen im Zellkern, wodurch die Zelle empfindlich für Insulin wird. Durch die bessere Insulinwirkung ergibt sich als mögliche Nebenwirkung eine Gewichtszunahme. Des Weiteren sind Wassereinlagerungen und eine Verminderung der Knochendichte möglich. Wassereinlagerungen stellen eine Belastung für das Herz dar. Darum dürfen bei Herzinsuffizienz keine Glitazone eingesetzt werden. Weitere Gegenanzeigen sind schwere Nieren- und Leberinsuffizienz sowie Blasenkrebs.

Kombinationspräparate bei schwer behandelbarem Diabetes

Reicht die Behandlung mit Metformin nicht aus, wird die Therapie erweitert. Zur leichteren Einnahme gibt es dafür Kombinationspräparate.Janumet enthält Metformin und Sitagliptin. Die Kombination führt häufig zu Magen-Darm-Beschwerden, die zumindest in der ersten Zeit auftreten können, dann aber nachlassen. Zu den Beschwerden zählen Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen sowie Blähungen. Grundsätzlich handelt es sich um eine sehr wirksame und gut verträgliche Kombinationstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2.

Welches Medikament eignet sich für wen?

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Nebenwirkungen sind manche Antidiabetika bei bestimmten Diabetikern mit weiteren Erkrankungen mehr zu empfehlen als andere. Beispielhaft werden im Folgenden vier Patienten-Gruppen vorgestellt.

Typ 2 Diabetiker mit Nierenerkrankungen

Nierenschäden sind eine häufige Folge des Diabetes. Mit fortschreitender Schädigung nimmt die Nierenleistung, beschrieben in der glomerulären Filtrationsrate (GFR) in Milliliter pro Minute, ab. Ab einer mittelgradigen Niereninsuffizienz mit einer GFR kleiner 60 ml/min, dürfen SGLT-2-Inhibitoren nicht mehr eingenommen werden. Metformin darf ab einer GFR kleiner 30 ml/min nicht mehr angewendet werden. Eine schwere Niereninsuffizienz ist eine Gegenanzeige für alle oralen Antidiabetika.

Typ 2 Diabetiker mit Lebererkrankungen

Manche Antidiabetika werden über die Leber abgebaut. Dazu zählen Sulfonylharnstoffe, Glinide, DPP-IV-Hemmer und Glitazone. Bei einer deutlichen Einschränkung der Funktionsleistung der Leber sollte auf diese Antidiabetika besser verzichtet werden. Bei Risikopatienten kann es sinnvoll sein, die Leberwerte regelmäßig zu kontrollieren.

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Typ 2 Diabetiker mit Übergewicht

Über 80 % der Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig. Da sich eine Gewichtsabnahme günstig auf einen Typ 2 Diabetes auswirkt, sollten bei diesen Patienten Antidiabetika bevorzugt werden, die sich entweder neutral oder günstig auf das Gewicht auswirken. Zu bevorzugen ist insbesondere Metformin sowie alpha-Glukosidase- und SGLT-2-Hemmer.

Schwangere und stillende Frauen mit Typ 2 Diabetes

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten orale Antidiabetika nicht eingenommen werden. Falls eine Gewichtsabnahme und körperliche Aktivität keine ausreichende Behandlung darstellen, muss der Diabetes mit Insulin eingestellt werden.


Erfahren Sie mehr über Diabetes mellitus:

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Quellen: