Ernährungstipps für Typ-2-Diabetiker

Eine gesunde Ernährung sollte für jeden Menschen wichtig sein. Für Menschen mit Diabetes mellitus hat eine ausgewogene Ernährung zusätzlich die Funktion einer Therapie. Im Vordergrund stehen der Erhalt der Lebensqualität und das Verhindern von Folgeschäden von Diabeteswie Schädigung von Gefäßen und Nerven, Nieren und Augen sowie das Vermeiden von Über- oder Unterzuckerungen.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen für Diabetiker nicht von denen für Gesunde. Dennoch bestehen für Diabetiker zusätzlich noch individuell festzulegende Therapieziele, die den Lebensstil, das Körpergewicht, die Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie das Blutfettprofil betreffen.

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Allgemeine Ernährungsgrundsätze für Diabetiker

Die Empfehlung für die Zusammensetzung der täglich verzehrten Nahrungsmittel unterscheidet sich nicht von der für Gesunde. Etwa 55 % der Energie soll aus Kohlenhydraten, etwa 25 % aus Fetten und 15 bis 20 % aus Eiweiß bezogen werden. Täglich sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser und ungesüßten Früchte- oder Kräutertees getrunken werden.

Getränke mit Kalorien (Softdrinks, Säfte) oder mit Koffein sollten eher gemieden werden. Auf alkoholische Getränke muss nicht absolut verzichtet werden. Die angeratene maximale Menge pro Tag beträgt allerdings ein Glas Wein oder eine halbe Flasche Bier für Frauen und maximal die doppelte Menge für Männer, wobei die Maximalmenge auch abhängig vom Körpergewicht ist.

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Da Alkohol allerdings Stoffwechselprozesse in der Leber hemmt, kann Alkoholkonsum zu Unterzuckerungen führen. Aus diesem Grund sollte Alkohol nicht ohne das Verzehren von Kohlenhydraten getrunken werden. Im Rahmen eines Diabetes mellitus kann sich die Magenentleerung verzögern und die Darmbewegungen verringern. Die bewusste Aufnahme von Ballaststoffen in Form von viel Gemüse und ein wenig Obst (Vorsicht: enthält Zucker!) kann sich positiv auf die Verdauung auswirken.

Wichtige Nährstoffe für Diabetiker

Grundlegende Kenntnisse über den Brennwert von Lebensmitteln sind unbedingt notwendig, um eine Insulin-Therapie durchführen oder eine Gewichtsnormalisierung erreichen zu können. Nahrungsmittel liefern Energie in Form von Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett und Alkohol (Ethanol). Pro Gramm liefern diese Energieträger unterschiedlich viel Energie, angegeben in Kalorien beziehungsweise Kilokalorien (kcal) oder in Joule beziehungsweise Kilojoule (kJ).

Für die Umrechnung von Kilokalorien in Kilojoule muss mit dem Faktor 4,2 multipliziert werden. Eiweiß und Kohlenhydrate haben einen Brennwert von 4,1 kcal pro Gramm. Fette liefern 9,3 kcal pro Gramm. Alkohol liegt mit seinem Brennwert von 7,1 kcal pro Gramm zwischen den zuvor genannten.

Die Broteinheiten (BE) oder Kohlenhydrat-Einheiten (KE) dienen zum Berechnen der zu injizierenden Insulindosis. Dabei gilt: 1 BE (KE) entspricht zehn bis zwölf Gramm Zucker und steigert den Blutzuckerwert um 30 bis 40 mg/dl.

Blutzuckerwerte und HbA1c immer im Auge behalten

Die Blutzuckerwerte sollten bei Diabetikern nahe am Normalen liegen. Nüchtern sind Werte bis 100 (110) mg/dl anzustreben, ein bis zwei Stunden nach dem Essen bis 140 (160) mg/dl und bei Insulintherapie vor dem Schlafen 110 (140) mg/dl. Hyperglykämien (Überzuckerungen) sind insbesondere schädlich für Blutgefäße, vor allem für die kleinen Gefäße der Augen und Nieren.

HbA1c Wert

Außerdem erhöhen sie den HbA1c-Wert (Langzeitzucker), der ein gutes Maß für die durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate darstellt. Die Empfehlungen für den HbA1c-Wert wechseln gelegentlich. Derzeit empfehlen die Leitlinien einen HbA1c zwischen 6,5 und 7,5 %, sofern es bei Anstreben dieses Ziels nicht vermehrt zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen) kommt.

Glykämischer Index als Orientierung für Diabetiker

Der Glykämische Index (kurz: "Glyx"/GI) beschreibt das Maß, in dem der Blutzucker nach dem Verzehr eines Nahrungsmittels ansteigt. Einen hohen GI haben beispielsweise Weißbrot, Rundkornreis und Apfelmus. Im Vergleich dazu haben Vollkorn- oder Roggenbrot, Langkorn- oder Wildreis und ein frischer Apfel einen niedrigeren GI.

Überlegungen nach sollen Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index, die den Blutzucker langsamer ansteigen lassen, besser für gleichmäßige Blutzuckerspiegel sein und darum für Diabetiker einen Vorteil bieten. In Studien ließ sich ein Vorteil bislang jedoch nicht bestätigen.

Der glykämische Index ist umstritten und findet nur noch bei schwangeren Frauen mit Diabetes mellitus mit relativer Einstimmigkeit Beachtung. In der Schwangerschaft ist die strenge Blutzuckereinstellung unerlässlich, um dem ungeborenen Kind nicht zu schaden. Darüber hinaus ist der Blutzuckerspiegel in der Schwangerschaft natürlicherweise ein wenig niedriger.

Nützliche Hilfsmittel für Diabetiker

Diabetiker sollten unbedingt eine Küchenwaage, eine BE-Tabelle und ein Blutzuckermessgerät mit Messstreifen und Lanzetten besitzen und auch auf Reisen mitnehmen. Das wöchentliche Wiegen mittels Körperwaage dient zur Orientierung der Gewichtsentwicklung.

Das Körpergewicht hat einen Einfluss darauf, wie empfindlich der Körper auf Insulin reagiert und somit auf die zu spritzende Insulindosis bei Insulintherapie. Für den Notfall einer Unterzuckerung sollten Diabetiker immer Kohlenhydrate, am besten Zucker, bei sich tragen. Zu empfehlen sind Traubenzucker und Fruchtsäfte.

Besonderheiten bei der Ernährung bei Diabetes Typ 1

Diabetes mellitus Typ 1 manifestiert sich zumeist in Kindheit und Jugend. Zusätzlich besteht von Anfang an die Notwendigkeit einer Insulin-Therapie. Weder das Wachstum noch die Lebensqualität sollten unter der Therapie leiden. Grundsätzlich können Diabetiker alles machen, was gesunde Gleichaltrige tun. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass bei körperlicher Aktivität, vermehrtem Schwitzen und Krankheit ein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen besteht. In ungewohnten Situationen sollte der Blutzucker häufiger kontrolliert werden.

Gerade Kinder und Jugendliche nehmen drohende Folgeschäden häufig nicht ernst, dabei ist das Risiko junger Diabetiker höher, im Laufe ihres Lebens Folgeerkrankungen zu entwickeln. Dies ist aus der Tatsache zu begründen, dass sie deutlich mehr Lebensjahre an Diabetes leiden werden als beispielsweise ein erst wesentlich später erkrankter Typ 2 Diabetiker. Junge Diabetiker können von der Unterstützung ihrer Eltern profitieren, die sich ebenso gut wie ihre Kinder mit der Erkrankung, der Berechnung von BE und Insulindosen sowie lebensbedrohlichen Unterzuckerungen auskennen sollten.

Besonderheiten bei der Ernährung bei Diabetes Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 betrifft im Verhältnis einen höheren Anteil älterer Menschen, zunehmend aber auch Jugendliche, was dem westlichen Lebensstil geschuldet ist. Häufig bestehen weitere Erkrankungen wie Bluthochdruck und Adipositas (krankhaftes Übergewicht). Durch eine Gewichtsnormalisierung kann eine Insulin-Therapie eventuell vermieden werden. Extreme Diätformen führen jedoch selten zum Ziel.

Mindestens 1500 kcal pro Tag, verteilt auf mehrere kleinere Mahlzeiten, erleichtern es, die Reduktionsdiät durchzuhalten und einen relativ stabilen Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Das endgültige Ziel sollte in einer Ernährungsumstellung bestehen, denn wenn nach einer Diät wieder nach alten Gewohnheiten gelebt wird, steigt das Gewicht nicht selten auf einen höheren Wert an als zuvor.

Ein positiver Nebeneffekt der Gewichtsabnahme besteht im besseren Ansprechen auf orale Antidiabetika und Insulin, sodass weniger Medikamente benötigt werden. Eventuell können sogar Medikamente abgesetzt werden. Das Risikoprofil von Typ 2 Diabetikern ist individuell zu erheben.

Besteht ein Bluthochdruck, sollte möglichst wenig Salz verzehrt werden. Salz zieht Wasser nach sich und ein höheres Blutvolumen in den Gefäßen steigert den Blutdruck. Bei ungünstigem Blutfettprofil ist besonders zu beachten, dass ungesättigte Fettsäuren (Nüsse, Pflanzenöle, Lachs) den gesättigten Fettsäuren vorzuziehen sind.

Die Empfehlungen für die tägliche Menge an Eiweiß können sich je nach Quelle deutlich unterscheiden. Dahinter stehen unter anderem Überlegungen, wie sich Folgeschäden der Nieren am besten verhindern lassen. Wird Eiweiß mit dem Urin ausgeschieden (Proteinurie), kann dies auf Dauer die Nierenfunktion beeinträchtigen. Allerdings ist Eiweiß vergleichsweise sehr sättigend und kann darum bei Diäten von großem Vorteil sein.

Auf welche Nahrungsmittel sollte weitgehend verzichtet werden?

Auf hochprozentige alkoholische Getränke sollte vollständig verzichtet werden. Alkohol ist nicht nur ein Nervengift, sondern beeinflusst auch den Blutzucker in oft unvorhersehbarem Maß, sodass lebensbedrohliche Unterzuckerungen auftreten können. Außerdem ist vom regelmäßigen Konsum zucker- oder koffeinhaltiger Getränke abzuraten. Eine Ausnahme besteht bei Unterzuckerungen, bei denen zuckerhaltige Getränke wie beispielsweise Fruchtsäfte lebensrettend sein können.

Die viel beworbenen "Diabetiker-Produkte" werden nicht empfohlen. Statt des Zuckers Glukose enthalten sie häufig einen hohen Prozentanteil Fett und Zuckerersatzstoffe wie Fruktose und Zuckeralkohole, die im Übermaß genossen zu Durchfällen führen können.

Im Rahmen eines Diabetes mellitus steht der Körper vermehrt unter oxidativem Stress. Das bedeutet, dass sogenannte reaktive Sauerstoffspezies vermehrt gebildet werden, die dem Körper schaden können. In Studien wurde untersucht, ob die gesteigerte Aufnahme von Antioxidantien wie Vitamin C einen Vorteil für Diabetiker bringt. Die Ergebnisse entkräften diese Überlegung.

Darum sind Nahrungsergänzungsprodukte, die damit werben, viele Antioxidantien zu enthalten, für eine gesunde Ernährung bei Diabetes nicht notwendig. Ebenso wenig Nutzen hat die erhöhte Aufnahme von Vitamin E, Selen und beta-Carotin.

Motivation zum Durchhalten einer langfristigen, gesunden Ernährung

Das Erlernen und Durchhalten einer gesunden Ernährungsweise fällt vielen schwer. Außerdem fühlen sich Patienten mit Diabetes häufig als Außenseiter bei gemeinsamen Mahlzeiten oder sind frustriert aufgrund ihrer Erkrankung. Eventuell kann es in diesem Kontext hilfreich sein, Gleichgesinnte zu suchen und sich über alltägliche Probleme auszutauschen.

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Dieser Kontakt kann in Form von Selbsthilfegruppen oder auch Internetforen aufgebaut werden. Professionelle Hilfe können Diabetes-Berater und -Assistenten leisten. Um Hilfe zu bitten und diese dann anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche! Im Gegenteil: Das Eingeständnis, Unterstützung zu benötigen, ist mitunter ein wichtiger Schritt zur Ernährungsumstellung. Für die eigene Motivation kann das regelmäßige und gewissenhafte Führen eines Tagebuchs (verzehrte BE, aufgenommene und verbrannte kcal, gespritzte Insulin-Einheiten) hilfreich sein.


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Quellen: