Kamagra: das Billig-Viagra aus Indien

Die EU hat ein zeitweiliges Einfuhrverbot von mehr als 300 generischen Medikamenten empfohlen, die von indischen Firmen hergestellt werden. Als Gründe dafür werden mangelhafte Dokumentation, eine möglicherweise vorsätzliche Falschinterpretation von Studiendaten und Prozessfehler in der Herstellung genannt. Darunter fällt auch die Warnung vor dem Arzneimittel Kamagra, das als billige und rezeptfreie Alternative zu Viagra beworben wird. Während früher viele Generika nach Testung durch indische Firmen auf den Markt gebracht wurden, führen die Skandale der letzten Jahre dazu, dass sich die Testung zurück in Unternehmen verschiebt, die in EU und USA ansässig sind.

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Was ist Kamagra?

Kamagra ist eine Kopie von Viagra. Viagra ist ein Produkt der Firma Pfizer. Ebenso wie Viagra gehört Kamagra zu den Medikamenten zur Behandlung einer erektile Dysfunktion, die über eine Hemmung der Phosphodiesterase 5 wirken (PDE-5-Hemmer). Die Wirkung ist nicht primär potenzsteigernd, sondern nur in Kombination mit sexuellen Reizen wirksam. Dann erweitern sich die Blutgefäße der Schwellkörper des Penis, sodass durch das vermehrte Blutvolumen eine Erektion erreicht wird.

Kamagra gegen Impotenz

Derzeit sind fünf verschiedene Typen von Kamagra entwickelt worden. Bei Typ I handelt es sich um eine Brausetablette, die in Wasser aufgelöst wird. Typ II ("Kamagra Gold") soll die Qualität des Geschlechtsaktes besonders steigern. "Super Kamagra" (Typ III) verspricht eine Wirkungsdauer von mindestens sechs Stunden. Zur Überdeckung des bitteren Geschmacks des Wirkstoffes Sildenafil-citrat sind mit Typ IV, einer Kautablette in diversen Geschmacksrichtungen, und Typ V, einem Gel zur äußeren Anwendung oder Einnahme als Oral Jelly, Produkte erdacht worden. Die Wirkung soll abhängig vom Präparat nach 30 bis 60 Minuten eintreten und bis zu zwölf Stunden anhalten.

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Welchen Wirkstoff enthält es?

Kamagra enthält den Wirkstoff Sildenafil-citrat. Dies trifft zumindest auf das Original-Produkt der Firma Ajanta Pharma zu. Allerdings handelt es sich bei Angeboten von online Shops oft um illegale Kopien, die auch gar keinen oder zu wenig Wirkstoff enthalten können. Im schlechteren Fall enthält ein als Kamagra ausgegebenes Produkt zu viel Wirkstoff oder falsche Wirkstoffe, beispielsweise werden nicht geprüfte Abwandlungen (Derivate) von Sildenafil wie Hydroxy-thio-homosildenafil verwendet. Zudem findet häufig eine Verunreinigung mit Schwermetallen wie Arsen und Quecksilber statt.

Wo und von wem wird es hergestellt?

Ursprünglich entstammt Kamagra dem Traditionsunternehmen Ajanta Pharma, das 1973 in Mumbai gegründet wurde. Seit 2009 wird Kamagra von Ajanta Pharma in Indien produziert. Das Unternehmen ist erfahren bei der Herstellung von Medikamenten und produziert hauptsächlich Malaria- und Potenzmittel sowie Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit (KHK) oder Bluthochdruck, zusätzlich Medikamente zur Behandlung von Muskel-, Haut- und Augenerkrankungen.

Ajanta Pharma

Ist Kamagra in der Schweiz oder in der EU legal?

Kamagra ist in der Schweiz ebenso wie in den anderen europäischen Ländern nicht zugelassen! Aufgrund mangelnder Prüfung und fehlender Qualitätskontrollen in Indien ist der Verkauf und Erwerb von Kamagra in EU und UK verboten. Dieses Verbot dient dem Verbraucherschutz, da falsch deklarierte oder nicht überprüfte Produkte gesundheitsschädliche und sogar tödliche Wirkungen haben können.

Ist es legal, Kamagra online ohne Rezept zu kaufen?

Ein direkter Bezug von Kamagra aus Indien ist nicht zugelassen. Wird Kamagra über einen in einem europäischen Mitgliedsstaat ansässigen Online Shop bezogen, ist dieser Sachverhalt vorerst legal, wenn das Medikament im jeweiligen Ursprungsland zugelassen ist. Meist werden die Medikamente im Gegensatz zum Einkaufswert (geringe Centbeträge) jedoch für das Zehnfache in der Schweiz weiterverkauft.

Damit liegt der illegale Handelspreis von Kamagra hierzulande immer noch weit unter dem Verkaufspreis vom Viagra Original. Dennoch ist dieser Weiterverkauf innerhalb der Schweiz gesetzlich untersagt und gilt als rechtlich zu verfolgende Straftat.

Welche Gefahren und Risiken bestehen beim online Kauf von Kamagra?

Das geringste Übel beim online Kauf von Kamagra ist, dass das Präparat keinen Wirkstoff enthält und auch keine Wirkung zeigt. Häufig werden aber ohne Angabe darüber Substanzen verwendet, die nicht getestet wurden. Davon zeigen einige giftige Eigenschaften. Zum Beispiel enthielt 2010 eine vom Zoll beschlagnahmte und durch Swissmedic, Schweizerisches Heilmittelinstitut, überprüfte Arznei Arsen in einer Konzentration, die den Grenzwert um das 1100-fache überstieg! Zudem lösen ungeprüfte Produkte häufig Allergien auf die Inhaltsstoffe aus. Dies kann bei der ersten Anwendung noch relativ harmlos verlaufen. Weitere Anwendungen können aber in einem allergischen Schock resultieren.

Problematisch ist auch, dass Kamagra rezeptfrei angeboten wird. Die Anwender müssen also nicht zuvor einen Arzt aufsuchen, der bei ihnen die Diagnose einer erektilen Dysfunktion stellt. Das bedeutet aber auch, dass Männer, die überhaupt keine PDE-5-Hemmer einnehmen dürften, weil sie beispielsweise schwere Herz- oder Lebererkrankungen haben, das für sie potentiell tödliche Medikament erwerben können.

Die Packungsbeilage (Patienteninformation), die Hinweise zur richtigen Einnahme und Vorsichtsmaßnahmen enthält, fehlt bei den meisten Produkten oder ist auf einer fremden Sprache, die maximal ein paar kleine Anweisungen zur Dosierung enthält. Warnhinweise fehlen. Dabei kann die Kombination von PDE-5-Hemmer mit anderen Wirkstoffen wie Nitraten einen lebensbedrohlichen Blutdruckabfall auslösen. Im März 2016 wurde in der Schweiz ein Todesfall nach Einnahme von Kamagra bekannt.

Welche sicheren Alternativen zu Kamagra sind in Deutschland verfügbar?

Die günstigste und sichere Alternative zu Kamagra stellen Generika (legale Kopien) von Viagra her, die in Deutschland zugelassen wurden. Diese enthalten den Wirkstoff Sildenafil oder eine ähnliche zugelassene Substanz. Darüber hinaus sind weitere PDE-5-Hemmer verfügbar wie Tadalafil, Vardenafil und Avanafil. "Cialis" ist ein Präparat, das Tadalafil enthält, "Levitra" beinhaltet den Wirkstoff Vardenafil; Avanafil ist in "Spedra" enthalten.

Diese Medikamente unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und sind nur mit Rezept erhältlich. Zwar sind sie teurer als das billige Kamagra aus Indien, dafür ist die Anwendung sicher. Damit eines dieser Potenzmittel in Deutschland legal erworben werden kann, ist die Vorlage eines ärztlichen Rezeptes unbedingt notwendig. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um Missbrauch des Arzneimittels zu unterbinden. Die Anwendung von Potenzmitteln kann bei manchen Patienten mit einem lebensbedrohlichem Risiko einhergehen.

Werden Medikamente online gekauft, ist besondere Vorsicht geboten, da viele unseriöse Anbieter Potenzmittel anbieten. Zum einen besitzen solche Verkäufer häufig keine Lizenz zum Verkauf der Arzneien, in deren Anwendung dann zusätzlich ein großes Risiko besteht. Zum anderen sind in der Folge eines online Kaufs Daten der Kreditkarte für den Anbieter offengelegt worden, die zu illegalen Zwecken missbraucht werden können.


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Quellen:

  1. Zoll: Handel mit gefälschten Medikamenten wächst. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG) § 72 Einfuhrerlaubnis. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. URL: gesetze-im-internet.de
  3. About Ajanta. Ajanta Pharma. URL: ajantapharma.com
  4. Gefährliche Potenzmittel aus dem Internet.. Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut. URL: swissmedic.ch
  5. Ban on Indian dugs based on scientific reasons: EU. The Hindu. URL: thehindu.com

Aktualisiert am: 20.04.2017