Häufigste Gesundheitsschäden durch Rauchen

"Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs", "Rauchen verstopft Deine Arterien". In Zukunft warnen die schwarzen Texte auf Zigarettenschachteln noch eindringlicher. Gleichzeitig zeigen abschreckende Fotos die häufigsten Folgeschäden des Rauchens. So hat es die EU im neuen Anti-Raucher-Gesetz beschlossen. Vor allem Jugendliche sollen durch die Regelungen vor den erheblichen Gesundheitsrisiken geschützt werden.

Rauchen gehört neben einer ungesunden Ernährung und einer mangelnden Bewegung zu den wichtigsten Risikofaktoren für chronische Krankheiten, beispielsweise Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Krebs, Typ 2 Diabetes etc. Durch das Rauchen werden fast alle Organe im Körper geschädigt.

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Rauchen begünstigt zudem weitere Krebsarten und führt zu Schäden an den Augen, dem Skelett, dem Verdauungstrakt, am Zahnhalteapparat, den Geschlechtsorganen und der Fruchtbarkeit. Die Lebenszeit wird durch das Rauchen im Durchschnitt um zehn Jahre verkürzt. Bis zu 140 000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen, die das Rauchen verursacht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durch das Rauchen erhöht sich die Gefahr eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder von koronaren Herzerkrankungen. Aufgrund einer mangelnden Durchblutung des Herzens kann es zum Herzinfarkt kommen. Es wird vermutet, dass bei mindestens jedem dritten Herzinfarkt die Ursache im Rauchen zu finden ist. In machen Fällen führt eine Verengung der Blutgefäße, die auch in den Beinen auftreten kann, zur Amputation.

Nur durch ein konsequentes Rauchstopp kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden. Das Risiko eines Herzinfarktes verringert sich bereits 24 Stunden später, während das Schlaganfallrisiko fünf Jahre nach der letzten Zigarette deutlich abnimmt.

Gehirnschäden

Rauchen schadet dem Gehirn, denn es verschlechtert die Gedächtnisleistung, das Lernen und logische Denken werden beeinträchtigt. Doch nicht nur für Gedächtnisstörungen ist das Rauchen ein Risikofaktor. Bei Menschen mittleren Alters, die unter Gedächtnisproblemen leiden, schreitet laut Experten auch eine Demenz oftmals sehr viel schneller fort.

Auswirkung auf den Stoffwechselprozess

Die Verdauung wird angeregt, da mehr Magensaft produziert wird und die Darmtätigkeit steigt. Der gesamte Stoffwechsel wird erhöht. Die Produktion von Adrenalin sowie die Herzfrequenz werden gesteigert. Dies führt zum vermehrten Abbau der Fette und des Blutzuckers, wobei der Körper mehr Energie umsetzt.

Dies ist auch der Grund, dass Menschen nach dem Rauchstopp oftmals zunehmen, da sich der Stoffwechsel verlangsamt. Auch die Erkrankung Diabetes Typ 2 wird begünstigt, da der Tabakrauch eine Insulinresistenz bewirkt.

Geschlechtsspezifische Folgen

Bei rauchenden Männern besteht ein erhöhtes Risiko einer Impotenz und von Erektionsstörungen, da der Tabakrauch die Fähigkeit der Blutgefäße beeinträchtigt, sich zu verengen oder zu weiten, was für eine Erektion unverzichtbar ist. Zudem zeugen Raucher schwerer ein Kind. In den Hoden verhindern die Gifte, dass die Spermien vernünftig wachsen und sich entwickeln können. Die Samenzellen von Rauchern tragen zudem häufiger Erbgutschäden.

Bei rauchenden Frauen steigt das Risiko von Fehl-, Früh- oder Totgeburten sowie von Brust- und Gebärmutterhalskrebs und einer Unfruchtbarkeit.

Gelenkschädigungen

Durch das Rauchen liegt ein erhöhtes Risiko vor, dass eine rheumatoide Arthritis oder Osteoporose auftritt. Laut Studien besteht zwischen dem Tabakkonsum und einer verminderten Knochendichte eine direkte Beziehung. Ob dies am Rauchen selber oder an den daraus resultierenden Risikofaktoren liegt, ist schwer zu sagen.

Raucher sind beispielsweise häufig schlanker, neigen zur ungesünderen Ernährung, einem höheren Alkoholkonsum und zu weniger Bewegung. Rauchende Frauen kommen auch häufig früher in die Menopause. All diese Faktoren erhöhen das Risiko für Osteoporose. Zwischen dem Rauchen und Arthrose besteht ebenso ein Zusammenhang. Der Kniegelenkknorpel verschleißt bei Rauchern etwa 2,3-mal schneller. Auch das Risiko für eine rheumatische Arthritis ist bei Rauchern etwa 2-mal höher.

Lungenschäden

Bis zu 90 Prozent der Lungenkrebsfälle werden durch Rauchen verursacht. Tabakkonsum schädigt die Schleimhäute der Atemwege. Die schützenden Flimmerhärchen verkleben. Das führt zur chronischen Bronchitis, einer dauerhaften Entzündung der Bronchien. Verengen sich die Bronchien zusätzlich, entsteht aus der Bronchitis eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Der so genannte Raucherhusten mit Auswurf von zähem Schleim ist ein typisches Symptom der chronischen Bronchitis. Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung kommt Atemnot bei körperlicher Anstrengung hinzu.

Mundgesundheit

Hinsichtlich der Mundgesundheit führt das Rauchen zu Mundhöhlenkrebs, zu verfärbten Zähnen, Lippen und Zahnfleisch und zur belegten Zunge. Raucher leiden zudem häufiger an Parodontitis, da das Kariesrisiko steigt.

Die Abwehr der Schleimhäute verringert sich, wodurch Krankheitserreger ein leichteres Spiel haben. Das Zahnfleisch und -bett können sich entzünden, wodurch der Zahnhalteapparat geschwächt wird und die Zähne ausfallen können. Das Kariesrisiko steigt ebenso.

Nach zahnärztlichen Eingriffen treten bei Rauchern aufgrund der schlechteren Wundheilung häufiger Komplikationen auf. Bei starken Rauchern kann dies zum Verlieren von Implantaten führen.

Hautschäden

Das Rauchen führt zu einer beschleunigten Hautalterung, gestörten Wundheilung und zum allgemeinen Risiko von Hautkrankheiten. Das Gesicht verfügt bei den meisten Rauchern über Falten, eine bleiche, graue Haut und hagere Gesichtszüge. Bei Rauchern, die täglich 20 Zigaretten konsumieren, ist die Haut im Vergleich zu Nichtrauchern im mittleren Lebensalter bereits um etwa zehn Jahre mehr gealtert.

Für ein Verheilen von Wunden ist es wichtig, dass das Gewebe gut durchblutet und ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, was bei Rauchern nicht der Fall ist. Daher verläuft der Heilungsprozess bei Rauchern schlechter.

Das Nikotin verengt die Blutgefäße. Das Kohlenmonoxid hindert die roten Blutkörperchen am Transportieren des Sauerstoffs. Tabakrauch fördert zudem die Bildung von winzigen Blutgerinnseln, wodurch die kleinen Blutgefäße verstopfen.

Häufigste Gesundheitsschäden durch Rauchen

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Häufigste Folgeschäden des Rauchens: die wichtigsten Fakten

Lebenserwartung verkürzt sich um zehn Jahre

In Deutschland sind 25% der Erwachsenen Raucher. Das geht aus der Mikrozensus-Befragung des Statistischen Bundesamtes von 2013 hervor. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung rauchen 33% der Männer und 22% der Frauen. Die Lebenserwartung von Rauchern verringert sich durchschnittlich um zehn Jahre. Grund sind schwerwiegende Folgeschäden langjährigen Rauchens. An erster Stelle stehen Erkrankungen der Atemwege, Herzkreislauferkrankungen und Krebs. Etwa 140.000 von 850.000 Sterbefällen in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück.

Rauchen verursacht chronische Bronchitis

Tabakkonsum schädigt die Schleimhäute der Atemwege. Die schützenden Flimmerhärchen verkleben. Das führt zur chronischen Bronchitis, einer dauerhaften Entzündung der Bronchien. Verengen sich die Bronchien zusätzlich, entsteht aus der Bronchitis eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Der so genannte Raucherhusten mit Auswurf von zähem Schleim ist ein typisches Symptom der chronischen Bronchitis. Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung kommt Atemnot bei körperlicher Anstrengung hinzu.

Herzinfarkt als Folgeschaden des Rauchens

Rauchen verstopft die Blutgefäße durch Ablagerungen. Es entwickelt sich eine Arteriosklerose im gesamten Körper. Alle Organe werden schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt drastisch an. In den Beinen führen verengte Gefäße zum Raucherbein. Wunden heilen schlecht, schlimmstenfalls kommt es zur Amputation. Für Frauen ist das Herzinfarktrisiko deutlich höher, besonders wenn sie die Antibabypille nehmen. Bei Männern verursachen Durchblutungsstörungen Impotenz.

Rauchen - die häufigste Ursache für Lungenkrebs

Tabakrauch enthält ca. 250 Giftstoffe, von denen 90 krebserregend sind. Besonders krebsgefährdet sind Schleimhäute und Organe, die unmittelbar mit dem Rauch in Berührung kommen. Das Risiko für Lungenkrebs ist bei Rauchern sehr hoch. Neun von zehn Lungenkrebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Auch bei Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs und Mundhöhlenkrebs gilt Tabakrauch als Hauptrisikofaktor.

Tabak schadet Zähnen und Zahnfleisch

Rauchen verfärbt die Zähne gelb und macht schlechten Atem. Die angegriffene Schutzfunktion der Mundschleimhäute gefährdet das Zahnfleisch. Entzündungen heilen schlecht. Das führt zur chronischen Paradontitis. Schließlich verlieren die Zähne ihren Halt im Zahnbett und fallen aus. Wegen der verzögerten Wundheilung lassen sich Zahnimplantate schwer einsetzen.

Rauchfrei zu werden, lohnt sich

Wer mit dem Rauchen aufhört, stoppt nicht nur sein Risiko für Folgeschäden. Ohne Rauchen werden Haut und Haare schöner, sportliche Aktivitäten fallen leichter und die allgemeine Leistungsfähigkeit wird wieder hergestellt.