'Herpes' bezeichnet eine Infektion mit dem Herpes simplex Virus. Der korrekterweise als 'Humanes Herpesvirus' klassifizierte Erreger lässt sich in zwei Gruppen typisieren. Je nach Auftreten und Lokalisation unterscheidet sich der 'Herpes simplex labialis' (Lippenherpes, HSV-1) vom 'Herpes simplex genitalis' (Genitalherpes, HSV-2). Je nach Erregertyp und Schwere der Erkrankung gibt es unterschiedliche Behandlungsformen zur Linderung des Krankheitsverlaufes.

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Wie wird Lippenherpes behandelt?

Die Herpesbläschen an Lippen und Mund sind zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Sie heilen im Regelfall innerhalb von 14 Tagen selbstständig aus, wenn nichts weiter unternommen wird. Da jedoch die in den Blasen enthaltene, mit Viren angereicherte Flüssigkeit durch Kontakt weitere Infektionsherde provozieren kann, erscheint es sinnvoll, den Krankheitsverlauf zu verkürzen oder positiv zu beeinflussen.

Klassische Medizin oder Naturheilkunde?

Für eine gezielte Behandlung des Herpesvirus steht der Wirkstoff Aciclovir bereit. Salben zur Behandlung der Lippenbläschen sind rezeptfrei erhältlich. Frühzeitig nach dem Auftreten der Symptome und durch konsequente Verwendung kann der Krankheitsverlauf durch die virushemmende (virostatische) Wirkung gemildert werden.

Bei schweren Verläufen wird diese Wirkung durch Verabreichung des Medikamentes in Form von Kurzinfusionen oder Injektionen erzielt. Zinkhaltige Tinkturen trocknen die Blasen aus und führen zu einer rascheren Abheilung. Spezielle wirkstofffreie Herpes-Pflaster verringern das Ansteckungsrisiko durch direkten Kontakt und lassen sich überschminken.

Daneben existiert ein großes Angebot an Hausmitteln zur Behandlung von Juckreiz, Schmerz und nässenden Blasen. Einzig der Verwendung von Zitronenmelissen-Tinktur kommt eine wissenschaftlich erwiesene Bedeutung zu: sie verhindert das Eindringen der Viren in die Hautzellen und wirkt so der Ausbreitung einer Infektion entgegen. Nichtaktive,in der Latenzphase befindliche Viren lassen sich jedoch von keiner dieser Behandlungsmethoden erreichen.

Bei einer Herpesinfektion des Auges ist meistens die Netzhaut betroffen. In jedem Fall muss hier ein Arzt kontaktiert werden, welcher die virushemmende medikamentöse Therapie anleitet und überwacht. Eine unbehandelte Netzhautentzündung kann zur Erblindung führen. Bakterielle Infektionen als Folge einer Herpesinfektion der Haut müssen evtl. lokal antibiotisch behandelt werden.

Wie wird Genitalherpes behandelt?

Analog zur Behandlung des Lippenherpes können bei einem leichten Krankheitsverlauf auch beim HSV-2-Typ zunächst Cremes oder Tabletten mit den Wirkstoffen Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir Verwendung finden. Eine stärkere Wirkung wird durch die systemische Gabe als Infusion generiert. Diese Virostatika hemmen die Vermehrung der Viren und lindern gleichzeitig Juckreiz und Schmerzen. Nach wiederholten Behandlungen mit Aciclovir können die Viren Resistenzen entwickeln. Alternativ wird dann der Wirkstoff Foscarnet eingesetzt.

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Eine Zinkschüttelmixtur kühlt die Haut und trocknet die Blasen aus. Melissehaltige Tinkturen oder Cremes haben eine entzündungshemmende Wirkung. Um eine Ansteckung noch nicht betroffener Hautareale oder anderer Personen zu vermeiden, sollten beim Auftragen stets Handschuhe getragen werden.

Die Erstinfektion einer schwangeren Frau mit Genitalherpes führt in vielen Fällen zu einer Fehlgeburt; Kinder, die sich vor oder während der Geburt infizieren, unterliegen einem hohen Risiko in Form schwerer Folgeerkrankungen wie beispielsweise einer Entzündung des Gehirns. Aus diesem Grund sollten Schwangere bei einem Verdacht auf Herpes genitalis unbedingt den Frauenarzt aufsuchen.

Wie wird Gürtelrose behandelt?

Die als Gürtelrose bezeichnete Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus aus der Herpesfamilie (auch: Humanes Herpes Virus-3), stellt eine Sonderform dar. Kennzeichnend ist ein streifenartiger, blasiger Ausschlag als Folge einer Entzündung, die sich von einem Nerven (Ganglion) ausgehend auf ein Hautsegment (Dermatom) ausgebreitet hat. Typisch ist die ringförmige Ansiedlung der Bläschen, häufig im Bereich des Rumpfes.

Die Übertragung auf den Menschen findet oftmals bereits in dessen Kindheit statt und verursacht die Kinderkrankheit 'Windpocken'. Eine 'Gürtelrose' wird immer durch eine Reaktivierung dieses 'Windpocken'-Virus ausgelöst und stellt streng genommen keine eigenständige Erkrankung dar.

Auch bei einer 'Gürtelrose' werden virenhemmende Wirkstoffgruppen wie Aciclovir, Famciclovir und Valaciclovir verwendet. Darüber hinaus kommt Brivudin in Betracht, um den Krankheitsverlauf zu verkürzen. Ob der Einsatz einer antiviralen Therapie notwendig und sinnvoll ist, sollte der behandelnde Arzt beurteilen. Dies hängt nicht nur vom Lebensalter, sondern auch von der Konstitution und dem eventuellen Vorliegen anderer belastender Erkrankungen ab. In jedem Fall sollten Virostatika sehr frühzeitig eingesetzt werden, um die Ausdehnung der Symptome und die Krankheitsfolgen erfolgreich zu beeinflussen.

Daneben sind austrocknende Lotionen oder Mixturen hilfreich. Diese können als Einreibung oder als feuchter Umschlag lindernd wirken. Antiseptische Cremes beugen einer bakteriellen Suprainfektion vor und fördern den Heilungsprozess. Der Einsatz von Schmerzmitteln ist sinnvoll, jedoch helfen die Medikamente aus der Hausapotheke in diesem Fall selten. Tramadol oder Codein aus der Gruppe der Opioide können neuropathische Schmerzen dämpfen, die gewünschte Schmerzfreiheit tritt jedoch nicht ausnahmslos ein.

Wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung kommen grundsätzlich auch kortisonhaltige Medikamente in Frage. Gleichzeitig wird jedoch durch diese die zur Virenbekämpfung wichtige körpereigene Immunabwehr herabgesetzt, so dass fraglich bleibt, ob sich ein echter Nutzen ergibt.

Komplikation der Varizella-Zoster-Infektion

Die 'Postzosterische Neuralgie (PZN)' beschreibt ein ausgeprägtes neuropathisches Schmerzgeschehen, welches noch Wochen oder Monate nach dem Abheilen der äußerlich sichtbaren Symptome erhalten bleiben kann. In einigen Fällen wird von einer lebenslangen Schmerzsituation berichtet. Diese häufig überaus starken Nervenschmerzen werden nach einem aufsteigenden Schema mit Opioiden behandelt.

Begleitend kommen Wirkstoffe aus der Gruppe der Antidepressiva oder Antikonvulsiva (z.B. Pregabalin) zum Einsatz, sie hemmen die Weiterleitung der Schmerzimpulse zum Gehirn. Möglicherweise ist eine begleitende Psychotherapie sinnvoll, um den Umgang mit dem Schmerz zu bearbeiten.

Kann einer Herpes-Infektion vorgebeugt werden?

Einer Infektion vom Herpes simplex-Typ 1 und 2 kann nicht vorbeugend begegnet werden. Jedoch wird im Falle einer akuten Erkrankung das Ansteckungsrisiko für andere Personen durch einfache Maßnahmen entscheidend gesenkt:

  • keine gemeinsame Benutzung von Handtüchern, Kosmetika und Geschirr mit anderen Menschen
  • Auftragen von Medikamenten und Tinkturen mit Wattestäbchen und Handschuhen (danach entsorgen)
  • keine Ausübung von Kampfsportarten (Körperkontakt)
  • Verzicht auf Küssen und Geschlechtsverkehr
  • Herpes in der Schwangerschaft: Kondomverwendung

Einem wiederholten Ausbruch der Krankheit kann durch genügend Schlaf, Stressvermeidung und eine gesunde Lebensweise entgegengewirkt werden. Auch der Schutz vor zu viel Sonne trägt dazu bei. Gegen Varizella-Infektionen existiert seit 2004 ein Lebendimpfstoff. Empfohlen wird dieser ab einem Lebensalter von 11 Monaten, darüber hinaus für alle Personen, die noch keinen Kontakt mit dem Virus gehabt haben (Antikörpernachweis).


Quellen:

  1. Neues aus Therapie und Forschung. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Herpes labialis (Lippenherpes). Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Behandlung der Gürtelrose. Berufsverband Deutscher Internisten e.V. URL: internisten-im-netz.de
  4. Herpes genitalis. Rosenfluh Publikationen AG. URL: rosenfluh.ch

Aktualisiert am: 17.07.2017