Bei Levonorgestrel handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Gestagene-Gruppe und dient zur hormonellen Schwangerschaftsverhütung (Empfängnisverhütung, Kontrazeption). Das Hormon findet als "normale" hormonelle Verhütungsmethode (Antibabypille und Hormonspirale) sowie Notfallverhütung (Pille danach) Anwendung.

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Verfügbare Behandlungen Pille danach
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ellaOne

  • Enthält den Wirkstoff Ulipristal (synthetisches Gestagen)
  • Wirkt bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
  • Verzögert den Eisprung
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Levogynon

  • Wirkt bis zu 3 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Weniger Nebenwirkungen
  • Enthält Levonorgestrel 1500mg

Anwendungsgebiet

Das Hormon Levonorgestrel verfügt über mehrere Anwendungsgebiete. Der Wirkstoff ist zur hormonellen Empfängnisverhütung gemeinsam mit Östrogen in kombinierten Antibabypillen oder alleinig in Minipillen bzw. der Hormonspirale enthalten. In höherer Dosierung kann Levonorgestrel ebenfalls zur Notfallverhütung bis zu 3 Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern.

Pille

Es dient der Schwangerschaftsverhütung in der Form einer Antibabypille:

Marke Form Wirkstoffe Hersteller
Microgynon monophasisch Ethinylestradiol (30mcg) Levonorgestrel (150mcg) Bayer
NovaStep triphasisch Ethinylestradiol (30mcg/40mcg/30mcg) Levonorgestrel (50mcg/75mcg/125mcg) Bayer
Ovranette monophasisch Ethinylestradiol (30mcg) Levonorgestrel (150mcg) Wyeth

Damit der Empfängnisschutz zuverlässig ist, ist die tägliche Einnahme einer Tablette zur ungefähr gleichen Tageszeit wichtig. Bei einer Überschreitung dieses Zeitpunkts um mehr als drei Stunden ist die Verhütung nicht mehr gewährleistet. Dadurch werden an den nächsten 14 Tagen zusätzliche verhütende Maßnahmen erforderlich, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können die Wirksamkeit ebenso beeinträchtigen.

Hormonspirale

Als Alternative besteht auch die Möglichkeit, als Empfängnisschutz ein levonorgestrelhaltiges Intrauterinpessar (Hormonspirale) zu nutzen.

Dabei handelt es sich um ein Einlegesystem, auch Spirale genannt, das aus Kunststoff besteht und in die Gebärmutter eingesetzt wird. Bis zu fünf Jahre lang werden geringe Mengen des Wirkstoffs kontinuierlich abgegeben. Somit wird in dieser Zeit mit einer hohen Zuverlässigkeit eine Schwangerschaft verhindert. Die Hormonspirale beinhaltet keine Östrogene.

Ist die herkömmliche Verhütung gescheitert, können unsere Ärzte Ihnen die Pille danach zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft verschreiben. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Pille danach

Des Weiteren kann das Mittel als Pille danach einmalig in einer hohen Dosis gegeben werden, um vor einer Schwangerschaft zu schützen.

Hierfür ist die Einnahme innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr nötig. Je weniger Zeit vergangen ist, desto größer ist die Zuverlässigkeit. Diese Art Verhütung ist lediglich auf Notsituationen beschränkt, denn der Körper wird aufgrund der hohen Hormondosis stark belastet. Auch während der Stillzeit ist die Einnahme möglich, denn der Wirkstoff beeinflusst die Milchbildung nicht.

Wirkung

Der Wirkmechanismus ist nicht genau bekannt. Es ist jedoch wissenschaftlich bewisen, dass die Pille danach in erster Linie den Eisprung unterdrückt bzw. verzögert. Levonorgestrel zur Notfallverhütung hat keinen Einfluss auf die Gebärmutterschleimhaut und kann somit die Einnistung eines bereits befruchteten Ei nicht verhindern.

Die Wirkungsweise der Pille danach

Ob das Hormon die Spermienfunktion kurzfristig verändern kann, konnte noch nicht eindeutig wissenschaftlich bewiesen werden. Am effektivsten wirkt Levonorgestrel, wenn es schnellstmöglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Je länger abgewartet wird, desto wahrscheinlicher wird eine Befruchtung der Eizelle.

Schwangerschaften nach der Einnahme der Pille danach traten laut Studien nur auf, wenn die Einnahme direkt am Tag des Eisprungs oder einen Tag danach stattfand. Für den Fall, dass trotz der Einnahme des Notfallpräparats eine Schwangerschaft eintritt oder bereits besteht, stellt der Wirkstoff keine Gefahr für das Kind dar. Grundsätzlich kann Levonorgestrel die meisten, allerdings nicht alle Schwangerschaften verhindern.

Im Vergleich zum oralen Kontrazeptivum, das kontinuierlich eingenommen wird, ist es weniger zuverlässig. Bis zum Ende eines Zyklusses bietet Levonorgestrel keinen weiteren Schutz. Daher sollte ein alternatives Verhütungsmittel wie ein Kondom angewendet werden. Falls die Pilleneinnahme vergessen wurde, ist es ratsam, dass diese normal bis zum Ende weiter eingenommen wird, um Zwischenblutungen zu vermeiden. Bei einem Einnahmefehler ist die Wirksamkeit nicht mehr vollständig gewährleistet.

Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Medikamenten mit dem aktiven Wirkstoff Levonorgestrel können Nebenwirkungen auftreten. Jede Frau reagiert unterschiedlich auf den enthaltenen Wirkstoff, daher können unerwünschte Begleiterscheinungen in unterschiedlicher Form auftreten. Die Nebenwirkungen können sich in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform und Dosierung eines Medikaments (z.B. Pille, Hormonspirale oder Pille danach) unterscheiden.

Pille:

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen Migräne
Häufige Nebenwirkungen:
Magenbeschwerden Nervosität und Depressionen
Zwischenblutungen Brustempfindlichkeit
Gewichtsveränderungen Akne
Durchbruchblutungen Schmierblutungen
Gelegentliche Nebenwirkungen:
Fleckenbildung im Gesicht Wassereinlagerungen
Seltene Nebenwirkungen:
Zunahme der Körperbehaarung Hauterkrankungen
Gewichtsveränderung Scheidenausfluss

Hormonspirale:

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen Bauchschmerzen
Schmerzen im Becken Scheidenentzündung
Häufige Nebenwirkungen:
Überbehaarung Nervosität und Depressionen
Zwischenblutungen Brustempfindlichkeit
Schmerzen in der Brust Akne
Eierstockzysten Rückenschmerzen
Gelegentliche Nebenwirkungen:
Haarausfall braune Hautflecken im Gesicht

Pille danach:

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Zwischenblutungen Müdigkeit
Kopfschmerzen Übelkeit
Häufige Nebenwirkungen:
Erbrechen Durchfall
Schwindelgefühl Schmierblutungen
Zwischenblutungen Spannungsgefühl der Brust
Seltene Nebenwirkungen:
Ausschlag Juckreiz
Regelschmerzen allgemeine Bauchschmerzen

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Von einer Anwendung von Levonorgestrel ist abzuraten bei:

  • Einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Erkrankungen der Arterien
  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder den Vorboten (Angina pectoris, Durchblutungsstörungen des Gehirns)
  • Venenverstopfungen
  • Diabetes mellitus mit Gefäßveränderungen
  • Lebererkrankungen und Leberkrebserkrankungen
  • Vermuteten oder bekannten krebsigen Erkrankungen der Brust oder Geschlechtsorgane

Bei den ersten Anzeichen einer Venenerkrankungen aufgrund einer Blutgerinnselbildung, akuten Sehstörungen, bei einer plötzlich auftretenden Migräne oder ungewohnten starken Kopfschmerzen, erheblichen Störungen der Leberfunktion oder schweren Depressionen ist die Behandlung abzubrechen.

Was muss bei einer Schwangerschaft und Stillzeit beachtet werden?

Während der Schwangerschaft darf Levonorgestrel nicht eingesetzt werden, denn Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes können nicht ausgeschlossen werden.

In der Stillzeit kann der Wirkstoff zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden, da er die Bildung der Muttermilch nicht hemmt. Da geringe Mengen des Wirkstoffs jedoch in die Milch übertreten, müssen die Entwicklung und das Wachstum des gestillten Kindes vom Arzt sorgfältig überwacht werden. Wenn eine hohe Dosis Levonorgestrel zur Schwangerschaftsverhütung eingenommen wurde, ist es ratsam, erst nach 12 Stunden wieder zu stillen.

Wechselwirkungen

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass die Wechselwirkungen unterschiedlich sein können und von der Arzneiform eines Medikaments abhängig sind, zum Beispiel Spirale, Tablette, Salbe, Spritze.

Mit folgenden Mitteln sind Wechselwirkungen möglich:
  • Antiepileptika, beispielsweise Primidon, Carbamazepin, Barbexaclon, Phenytoin oder Lamotrigin,
  • Barbiturate (Schlaf- und Beruhigungsmittel),
  • Antibiotika wie Tetracycline, Ampicillin, Rifabutin und Rifampicin,
  • Griseofulvin (Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Acitretin (Behandlung gegen Schuppenflechte),
  • Johanniskraut,
  • Ritonavir,
  • Nevirapin (virenhemmend)
Ist die herkömmliche Verhütung gescheitert, können unsere Ärzte Ihnen die Pille danach zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft verschreiben. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Diese Mittel können den Abbau des Arzneimittels Levonorgestrel beschleunigen und die Wirkung abschwächen. Zudem beeinträchtigt die gleichzeitige Anwendung einer medizinischen Kohle die Aufnahme des Wirkstoffs. Auch beachtet werden sollte, dass Levonorgestrel die Wirksamkeit von oralen Antidiabetika (z.B. Metformin) und Insulin beeinflussen kann. Eventuell sind Anpassungen der Dosis erforderlich.


Erfahren Sie mehr über Notfallverhütung:

Kondom gerissen – was tun?+

Die Spirale danach+

Quellen:

Aktualisiert am: 10.08.2016