Medikamentöse Therapiemöglichkeiten zur Raucherentwöhnung

Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt zahlreiche Gesundheitsrisiken, die mit dem Tabakkonsum einhergehen. Neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen zur Raucherentwöhnung stehen medikamentöse Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die mit verschreibungspflichtigen Medikamenten oder rezeptfreien Präparaten arbeiten.

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Verfügbare Behandlungen Raucherentwöhnung
Champix stoppt das Rauchen
4.7/5 - 19 Bewertungen

Champix

  • Raucherentwöhnung ohne Nikotin
  • Erfolgsquote von 40 Prozent
  • Enthält den Wirkstoff Vareniclin

Verschreibungspflichtige Medikamente für eine effektive Raucherentwöhnung

Durch die körperliche und psychische Abhängigkeit ist die Raucherentwöhnung nicht einfach und erfordert einen starken Willen und große Disziplin. Unterstützung bieten verschreibungspflichtige Medikamente, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Sie enthalten den Wirkstoff Bupropion oder Vareniclin. Vor der Einnahme dieser Medikamente ist eine ausführliche Untersuchung und Beratung durch den Arzt erforderlich. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Arzneimittel allerdings nicht.

Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich unsere kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Wirkstoff Bupropion beeinflusst die Hirnbotenstoffe

Der Wirkstoff Bupropion ist seit Juli 2000 zur Unterstützung der Raucherentwöhnung zugelassen. Er sorgt dafür, dass die Konzentration der Hirnbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin ansteigt und so die Wirkung von Nikotin imitiert, ohne selbst an den Nikotinrezeptoren anzudocken. So werden einerseits Entzugserscheinungen und andererseits das Verlangen nach einer Zigarette verringert.

Um schon vor der Raucherentwöhnung eine bestimmte Wirkstoffkonzentration im Blut zu erzielen, beginnt die Anwendung von Bupriopon üblicherweise mit einer halben Dosis (1 Tablette), die eine Woche vor dem geplanten Rauchstopp eingenommen wird. Danach müssen täglich (im Abstand von 8 Stunden) zwei Tabletten eingenommen werden. Die Behandlung dauert etwa 7 bis 9 Wochen.

Als Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schwindel, erhöhter Blutdruck, Schwitzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Verstopfung, Schlaf- und Konzentrationsstörungen auftreten; in seltenen Fällen kann es zu Krampfanfällen kommen. In Deutschland ist Bupropion zum Beispiel in Tablettenform unter dem Namen Zyban im Handel erhältlich.

Wirkstoff Vareniclin blockiert Nikotinrezeptoren

Der Wirkstoff Vareniclin, der in Deutschland seit März 2007 als Medikament zur Raucherentwöhnung zugelassen ist, hat ein anderes Wirkprinzip als Bupropion. Vareniclin dockt an den Nikotinrezeptoren im Gehirn an, sodass Nikotin selbst dies nicht mehr tun kann und damit keine belohnende Wirkung mehr ausübt. Für den Raucher bedeutet dies, dass der Konsum einer Zigarette keine positiven Empfindungen mehr auslöst und das Verlangen nach Nikotin verschwindet. Darüber hinaus mildert der Wirkstoff Entzugserscheinungen ab.

Wirkung von Champix zur Raucherentwöhnung

Die Anwendung beginnt in der Regel mit der Einnahme einer niedrig dosierten Tablette (0,5 Milligramm) täglich. Nach 1 bis 2 Wochen sollte der Rauchstopp erfolgen. Danach folgt eine langsame Steigerung der Dosis bis zur zweimal täglichen Einnahme einer höher dosierten Tablette (1 Milligramm). Die empfohlene Behandlungszeit beträgt 12 Wochen. Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen und ungewöhnliche Träume. In Deutschland wird Vareniclin unter dem Handelsnamen Champix angeboten.

Champix Vareniclin Eckdaten
Ventolin
Handelsname: Champix
Hersteller: Pfizer
Wirkstoff: Vareniclin
Darreichungsform: Tabletten
Dosierung: 0,5 mg & 1 mg
Besonderheit: Raucherentwöhnung ohne Nikotin
Erfolgsquote: 40%
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Rezeptfreie Präparate als unterstützende Maßnahme beim Rauchstopp

Neben verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gibt es seit 1983 rezeptfreie Präparate, die zur Unterstützung der Raucherentwöhnung eingenommen bzw. angewendet werden können. In der Regel handelt es sich hierbei um sogenannte Nikotinersatzmittel, die dem Körper in bestimmten Dosierungen Nikotin zuführen und so die Zigarette ersetzen.

Die Anfangsdosierung der Präparate wird an den bisherigen Zigarettenkonsum angepasst und dann über einen längeren Zeitraum hinweg schrittweise reduziert. Durch die langsame "Entwöhnung" des Körpers vom Nikotin sollen die Entzugserscheinungen gemildert und so das Rückfallrisiko gesenkt werden. Nikotinersatzmittel sind in verschiedenen Formen erhältlich, die nach individueller Verträglichkeit oder persönlicher Vorliebe ausgewählt werden können. Angeboten werden Nikotinpflaster, Kaugummis, Lutschtabletten, Sublingualtabletten, Nasalsprays und Nikotininhalatoren.

Nikotinpflaster unterstützen mittelstark bis stark abhängige Raucher beim Entzug

Nikotinpflaster werden morgens auf eine trockene und möglichst unbehaarte Stelle auf der Haut (z. B. Oberarm, Rumpf oder Hüfte) geklebt. Dort wird über einen Zeitraum von 16 oder 24 Stunden Nikotin in den Blutkreislauf abgegeben, sodass der Nikotinspiegel im Blut ein bestimmtes Niveau hält. Ziel ist, die erlernte Assoziation von Rauchen und Wirkung aufzulösen, das Rauchverlangen zu verringern und Entzugserscheinungen zu lindern. Die Wirkung tritt frühestens nach 30 bis 60 Minuten ein. Die Pflaster müssen einmal täglich gewechselt werden.

Nikotinpflaster eignen sich für mittelstarke bis stark abhängige Raucher und werden in drei verschiedenen Stärken (entsprechend einem täglichen Konsum von 10, 20 oder 30 Zigaretten) angeboten. Nachdem mit der entsprechenden Dosierung begonnen wurde, sollte nach 4 bis 6 Wochen eine geringere Dosis eingesetzt werden. Nach weiteren 2 Wochen ist auf die geringste Dosierung zu wechseln.

Nikotinkaugummis zur Raucherentwöhnung bei leichter bis mittelstarker Abhängigkeit

Durch das Kauen eines Nikotinkaugummis wird Nikotin freigesetzt, das über die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen wird. Die Wirkung des Nikotins tritt innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein, deshalb können Nikotinkaugummis eingesetzt werden, um akutes Rauchverlangen oder Entzugserscheinungen zu lindern. Zu Beginn können bis zu 16 Nikotinkaugummis pro Tag eingesetzt werden, die anfängliche Anzahl sollte nach 6 bis 8 Wochen langsam reduziert und nach 12 Wochen beendet werden. Nikotinkaugummis werden in verschiedenen Stärken (2 und 4 Milligramm) angeboten und eignen sich für Personen mit leichter bis mittelstarker Tabakabhängigkeit.

Nikotin-Lutschtabletten unterstützen Raucher beim Aufhören

Ähnlich wie bei Nikotinkaugummis wird das Nikotin bei Nikotin-Lutschtabletten über die Mundschleimhaut aufgenommen, während die Tabletten im Mund zergehen oder gelutscht werden. Deshalb sollen sie nicht zerkaut oder im Ganzen geschluckt werden. Der Wirkungseintritt erfolgt nach etwa 15 bis 30 Minuten, dann verringern sich die Entzugserscheinungen.

Pro Tag sollten nicht mehr als 15 Lutschtabletten eingenommen und nach 6 bis 8 Wochen die Dosis allmählich reduziert werden. Die Anwendung sollte insgesamt nicht länger als 12 Wochen dauern. Nikotin-Lutschtabletten sind in zwei verschiedenen Stärken (2 und 4 Milligramm) erhältlich und je nach Dosierung bei leichter und mittelstarker sowie starker Abhängigkeit geeignet.

Rauchfrei dank Nikotin-Sublingualtabletten

Sublingualtabletten sind in ihrer Wirkung den Nikotin-Lutschtabletten sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich lediglich in der Dosierung (nur als 2 Milligramm-Dosis erhältlich) und Anwendung: Sie werden nicht im Mund bzw. Rachenraum aktiv gelutscht, sondern nur unter die Zunge gelegt, wo die Tablette langsam zergeht. Der Vorteil gegenüber der Lutschtablette ist die diskrete Anwendung. Maximal dürfen 30 Tabletten pro Tag eingenommen werden.

Nikotin-Nasalsprays gegen akutes Rauchverlangen

Nikotin-Nasalsprays werden bei akutem Rauchverlangen eingesetzt. Ihre Anwendung entspricht der von normalen Nasensprays, das heißt, in jedes Nasenloch wird ein Sprühstoß gegeben. Pro Stunde sollten nicht mehr als drei Sprühanwendungen erfolgen. Nach 6 bis 8 Wochen ist die Dosierung zu reduzieren, bis es ganz abgesetzt werden kann. Nikotin-Nasalsprays dürfen erst mit/nach dem Rauchstopp eingesetzt werden, sonst drohen massive Nebenwirkungen.

Nikotininhalatoren zur schrittweisen Erwöhnung

Nikotininhalatoren ähneln in ihrer Anwendung dem Rauchen einer Zigarette, denn das in einer Patrone enthaltene Nikotin wird hier aus einem Mundstück angesaugt. Wirkweise und Wirkeintritt sind ähnlich wie bei Nikotinkaugummis und -tabletten. Anfangs sollten höchstens 16 Patronen pro Tag verwendet werden. Nach 8 Wochen ist die Anzahl der Patronen zu halbieren und für 2 Wochen zu halten. In den darauffolgenden 2 Wochen sollte die Zahl der Patronen dann auf Null reduziert werden.

Kombination von Nikotinersatzmitteln bei starken Rauchern

Im Bedarfsfall, vor allem bei starken Rauchern (über 30 Zigaretten/Tag), kann eine Kombination von Nikotinersatzmitteln angezeigt sein, wenn die Wirkung einzelner Präparate nicht ausreicht. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Kombination von Nikotinpflastern und Nikotinkaugummis oder -lutschtabletten. Diese oder jede andere Kombination sollte jedoch stets in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Medikamentöse Therapiemöglichkeiten zur Raucherentwöhnung in tabellarischer Ansicht:

Produkt Darreichungs-form Aktiver Wirkstoff Anwendung Einnahme Zeit
Zyban Tablette Amfebutamon Zur permanenten Raucher-entwöhnung 7-9 Wochen
Champix Tablette Vareniclin Zur permanenten Raucher-entwöhnung bis zu 12 Wochen
Nicorette Kaugummis (erhältlich in verschiedenen Aromen) Kaugummi Nikotin(erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung 1 Kaugummi/Stunde max. 16 Stück/Tag
Nicorette Lutschtabletten Lutschtabletten Nicotin 2mg Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung 8-12 Lutschtabletten/
Tag für 6 Wochen
Nicorette Pflaster transdermales Pflaster Nikotin (erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung bis zu 8 Wochen Täglich ein Pflaster
Nicotinell Kaugummis (erhältlich in verschiedenen Aromen) Kaugummi Nikotin (erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung
Nicotinell Lutschtabletten Lutschtabletten Nikotin (erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung 8-12 Lutschtabletten am Tag für 8 Wochen
Nicotinell Pflaster transdermales Pflaster Nikotin (erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Erleichterung des Nikotinentzugs und zur Unterstützung der permanenten Raucher-entwöhnung In 4 Wochen Abständen für 12 Wochen
Nikofrenon 10,20 oder 30 transdermales Pflaster Nikotin (erhätlich in verschiedene Dosierungen) Zur Unterstützung des Nikotinentzugs wenn mehr als 20 oder 30 Zigaretten am Tag geraucht werden bis zu 8 Wochen täglich ein Pflaster


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Quellen:

  1. Nikotinersatz und andere Medikamente zur Raucherentwöhnung. Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft. URL: dkfz.de
  2. Raucherentwöhnung: Medikamente bewertet. Stiftung Warentest. URL: test.de
  3. Nikotinpflaster. Universitätsklinikum Tübingen. URL: medizin.uni-tuebingen.de
  4. Methoden zur Raucherentwöhnung. SOK – Die Gesundheitskasse. URL: ich-werde-nichtraucher.de

Aktualisiert am: 21.03.2017