Sitagliptin zur Diabetes-Behandlung

Sitagliptin ist ein Wirkstoff der erstmals 2007 als orales Antidiabetikum auf dem deutschen Markt zugelassen wurde. Es wird zu der Wirkstoffgruppe der DPP4-Hemmer zugeordnet, welche durch die Hemmung des Enzyms DPP-4 die Blutkonzentration an Glukose beeinflusst. Sitagliptin kann alleinig oder in Kombinationen mit anderen Substanzen, wie z.B. Metformin, eingesetzt werden.

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Metformin
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Metformin

  • Behandelt Diabetes Typ 2
  • Unterstützt die Reaktion des Körpers auf Insulin
  • Kontrolliert Blutzuckergehalt im Blut

Anwendungsgebiete von Sitagliptin

Sitagliptin wird zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ-2 eingesetzt, wenn eine entsprechende Diät, Bewegung und die Diabetes-Therapie mit Metformin nicht ausreichend sind oder Metformin aus verschiedenen Gründen nicht angewandt werden kann.

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Der Wirkstoff kann sowohl als Monotherapie, Zweifachtherapie oder Dreifachtherapie angewendet werden. Bei Patienten, die ihren Blutzucker alleine durch diätetische Maßnahmen und Bewegung nicht ausreichend senken können und eine Therapie mit Metformin aufgrund von Unverträglichkeiten nicht geeignet ist, wird eine Monotherapie mit Sitagliptin eingeleitet.

Eine Zweifachtherapie kann in Kombination mit folgenden Wirkstoffen erfolgen:

  • Metformin: wenn eine Behandlung mit Metformin als Monopräparat, entsprechender Diät und Sport nicht den gewünschten Erfolg zeigt
  • Sulfonylharnstoff: wenn Metformin nicht angewendet werden kann und eine Monotherapie mit der höchsten Dosis Sulfonylharnstoff den Blutzucker nicht genug senkt
  • PPAR?- Agonisten (Thiazolidindion): wenn die alleinige PPAR?- Agonisten Therapie keine Wirkung zeigt

Dreifachtherapien werden empfohlen, wenn eine Zweifachtherapie nicht ausreichend ist. Mögliche Dreifachtherapien sind:

  • Sitagliptin mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin
  • Sitagliptin mit einem PPAR?-Agonisten und Metformin

Präparate, die Sitagliptin beinhalten

Januvia Janumet
Januvia Janumet
Hersteller MSD MSD
Wirkstoff Sitagliptin Sitagliptin und Metformin
Wirkstoffgruppe DPP-4-Hemmer DPP-4-Hemmer/Biguanide
Darreichungsform Filmtablette Filmtablette
Dosierung 100 mg 50/850 mg, 50/1000 mg
Anwendungshinweis 1x täglich 2x täglich

Wirkungsweise von Sitagliptin

Nach der Nahrungsaufnahme wird die Insulinausschüttung aus den beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse von dem im Darm gebildeten Hormon Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) ausgelöst. Insulin fördert in Folge die Aufnahme des Zuckers aus dem Blut in die Körperzellen und senkt den Blutzuckerspiegel. DPP-4 baut anschließend GLP-1 ab und reduziert somit die Ausschüttung von Insulin wieder.

Als Dipeptidyl-Peptidase Inhibitor basiert die Wirkungsweise von Sitagliptin auf der Hemmung des Enzyms DPP-4, wodurch GLP-1 länger erhalten bleibt und die Zuckeraufnahme in die Körperzellen fördert. GLP-1 senkt außerdem die Ausschüttung von Glukagon, ein Hormon, das den Blutzucker erhöht, und verlangsamt die Magenentleerung, wodurch Kohlenhydrate langsamer verdaut werden. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass der Zucker verzögert aus dem Darm in das Blut übertritt.

Studien bestätigen die Wirksamkeit von Sitagliptin

In einer weiteren Studie wurden 1172 Diabetiker zusätzlich zu Metformin randomisiert mit entweder Sitagliptin oder Glipizin behandelt. In der Gruppe der Sitagliptin-Anwender erreichten 63% der Patienten innerhalb eines Jahres einen HbA1c-Wert von unter 7%, während 59% der Glipizid-Gruppe diese Werte erreichte. In der Glipizid-Gruppe erfuhren jedoch 32% der Patienten eine Hypoglykämie-Episode (Unterzuckerung), in der Sitagliptin lediglich 5% der Studienteilnehmer. Unter der Anwendung von Sitagliptin kam es zu einer Gewichtsabnahme von ca. 1,5 Kilo, unter der Glipizid Einnahme durchschnittlich zu 1,1 kg Gewichtsverlust.

In zwei randomisierten Studien wurde der Wirkstoff Sitagliptin im Plazebovergleich geprüft. Dabei wurden die HbA1c-Werte der Studienteilnehmer vor und nach der zusätzlichen Einnahme von Sitagliptin gemessen. Zu Beginn der Untersuchung lag der Wert bei Diabetikern, die bereits Metformin oder Poglitazone einnahmen, zwischen 7 und 10%. Nach der zusätzlichen Anwendung von DPP4-Hemmern sanken die HbA1c-Werte nach 24 Wochen um 0,6 bis 0,7% niedriger als unter der Plazebo-Kontrollgruppe.

Nebenwirkungen von Sitagliptin

Wird Sitagliptin alleinig oder in Kombination mit anderen Substanzen eingenommen, kann es zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen. Häufig wurde von Kopfschmerzen, Hypoglykämie (erniedrigter Blutzucker), Halsschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte oder laufende Nase sowie Schmerzen in den Extremitäten berichtet.

Gelegentlich kam es zu Schwindel und Verstopfung. Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit sind Nierenfunktionsstörungen, Erbrechen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und interstitielle Lungenkrankheit.

Bei der Anwendung von Sitagliptin gemeinsam mit Metformin, Insulin, Pioglitazon oder einem Sulfonylharnstoff kann es zu weiteren Nebenwirkungen kommen. Die Packungsbeilage des jeweiligen Kombinationspräparat gibt Auskunft über die Art der Begleiterscheinungen sowie deren Häufigkeit. Vor der Einnahme eines jeden Medikaments sollte der Beipackzettel gründlich gelesen werden bzw. mögliche Nebenwirkungen mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Mit der Einnahme von DPP-4-Inhibitoren konnte ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer akuten Pankreatitis assoziiert werden. Ein typisches Symptom für eine akute Pankreatitis sind starke, anhaltende Bauchschmerzen. Wurde daraufhin die therapie mit Sitagliptin abgebrochen, konnte ein rasches Abklingen der Pankreatitis ohne zusätzlicher Behandlung festgestellt werden. Besteht der Verdacht auf eine Pankreatitis muss Sitagliptin abgesetzt werden und ein Arzt aufgesucht werden.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Sitagliptin

Die Wahrscheinlichkeit von klinisch relevanten Wechselwirkungen bei der gleichzeitigen Anwendung mit anderen Arzneimitteln ist laut klinischen Forschungsergebnissen des Herstellers gering. Vor der Einnahme von Sitagliptin ist es dennoch empfehlenswert, den Arzt über alle Medikamente, die derzeit eingenommen werden, zu informieren. Sollten trotz der geringen Wahrscheinlichkeit Wechselwirkungen möglich sein, können alternative Behandlungsmaßnahmen angedacht werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Sitagliptin

Ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Sitagliptin bekannt, darf der Wirkstoff nicht eingenommen werden. Zu möglichen Überempfindlichkeitsreaktionen auf die Substanz zählen: Schock, Gefäßschwellungen und schwere Hautreaktionen. Treten diese allergischen Reaktionen innerhalb der ersten 3 Monate nach Therapiebeginn ein, sollte das Sitagliptin-hältige Medikament sofort abgesetzt werden. Ein Arzt kann alternative Präparate zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 empfehlen.

Sitagliptin darf nicht zur Behandlung von Typ-1-Diabetikern sowie zur Therapie einer diabetischen Ketoazidose angewendet werden. Wird Sitagliptin mit Sulfonylharnstoff kombiniert, ist eine besondere ärztliche Kontrolle notwendig, da es zu einer plötzlichen Unterzuckerung kommen kann. Desweiteren darf Sitagliptin nicht angewandt werden, wenn der Patient in der Vergangenheit bereits an einer Nierenfunktionsstörung litt oder immer noch daran leidet.

Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gallensteine, Alkoholabhängigkeit oder stark überhöhte Blutfettwerte (besonders Triglyzeride) ist die Einnahme von Sitagliptin kontraindiziert, da diese Faktoren das Risiko auf eine erneute Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen können.

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Zur Einnahme von Sitagliptin während der Schwangerschaft gibt es noch nicht genügend Studien, weshalb von einer Therapie mit einem Sitagliptin-haltigen Arzneimittel abgesehen werden sollte. Tierversuche haben gezeigt, dass Sitagliptin in die Muttermilch übertritt. Ob dies beim Menschen ebenfalls der Fall ist, ist nicht bekannt.

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Quellen: