BluthochdruckDas Heimtückische an einer so genannten arteriellen Hypertonie (Hypertonus, Hochdruckkrankheit) ist, dass Betroffene in der Regel selbst über einen längeren Zeitraum hinweg keine Auffälligkeiten oder besondere Beschwerden wahrnehmen. Diese Tatsache deutet jedoch keineswegs darauf hin, dass die arterielle Hypertonie eine harmlose Erkrankung sei.

Ganz im Gegenteil, denn im Volksmund ist sie sogar als der "schleichende Killer " bekannt. Fakt nämlich ist, dass sich erst dann gesundheitliche Beeinträchtigungen bemerkbar machen, wenn bereits entsprechende Organe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dies können zum Beispiel die Augen sein, die Nieren, das Herz oder das Hirn.

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Unterschiedliche Faktoren spielen bei der arteriellen Hypertonie eine Rolle

Sicherlich gibt es Menschen, die es hin und wieder mal mit einem erhöhten Blutdruck zu tun haben. Dies kann bei Stress und Hektik durchaus der Fall sein. Ist aber dauerhaft ein hoher Blutdruck vorhanden und liegt der Wert gar bei über 140/90 mmHg, dann ist in der Tat Handlungsbedarf gefragt.

Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimal < 120 < 80
Normal < 130 < 90
Hochnormal 130-139 85-89
Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
Hypertonie Grad 2 ≥ 180 < 110

Grundsätzlich können unterschiedliche Faktoren eine arterielle Hypertonie begünstigen. Diesbezüglich ist unter anderem vom Durchmesser der Arterien oder von der Menge des jeweils durchgepumpten Blutes die Rede. Auch sind die Kraft des Herzens bzw. die Geschwindigkeit des Herzschlags hier von einer fundamentalen Bedeutung.

Was sind die Ursachen der arteriellen Hypertonie?

Wie die Erfahrung deutlich macht, steigt das Risiko, an einer arteriellen Hypertonie zu erkranken, mit steigendem Alter an. Zum einen kann die Funktionsfähigkeit bestimmter Organe mit den Jahren nachlassen, und auch die Zusammensetzung des Blutes oder auch das Blutvolumen kann sich mit der Zeit verändern. Grundsätzlich passt sich der Blutdruck auch den individuellen Lebensbedingungen an.

Je mehr Stress der Körper zu verarbeiten hat, desto eher steigt der Blutdruck. Je nach körperlicher Konstitution ist der menschliche Körper vor allem im höheren Alter nicht immer "gewappnet", um diesen Belastungen standzuhalten. Aktuelle Untersuchungen haben im Übrigen ergeben, dass insbesondere die Menschen in Industrienationen häufiger unter arterieller Hypertonie zu leiden haben.

Die Folgeschäden können verheerend sein:
  • Durchblutungsstörungen,
  • Netzhautschäden der Augen,
  • ein erhöhtes Schlaganfallrisiko,
  • gesundheitliche Beeinträchtigungen der Nieren,
  • Herzinfarkt,
  • Gefäßsklerose.

Auch Letztere geht mit zum Teil erheblichen organischen Schäden einher.

All dies zeigt auf, wie wichtig eine gesunde Lebensweise mit viel Sport und einer wohldurchdachten Ernährung ist. Je früher der Mensch sich für die gesunde Art zu leben entscheidet, desto geringer ist die Gefahr, im höheren Alter an arterieller Hypertonie zu erkranken. In jedem Fall ist anzuraten, so früh wie möglich entsprechende Tests oder Untersuchungen beim Facharzt des Vertrauens durchführen zu lassen.

Nicht zu unterschätzen: die Symptome bei arterieller Hypertonie

Im Gegensatz zu den meisten anderen Erkrankungen, bei denen die Symptome schon sehr frühzeitig erkennbar sind, stellen sich bei von arterieller Hypertonie Betroffenen in der ersten Zeit so gut wie keine gesundheitlichen Probleme ein.

Sicherlich haben sie es hin und wieder mit Übelkeit, leichtem Schwindel oder auch mit Kopfschmerzen zu tun, und auch Brechreiz zählt zu den typischen Symptomen. Allerdings sind diese erfahrungsgemäß doch mitunter schwer zu deuten und werden von den meisten Patienten als "Erkältung" oder "harmloser Infekt" wahrgenommen. Bei einigen Hypertonie-Patienten kommt es darüber hinaus vor, dass sie häufig Nasenbluten haben oder einen leichten Kopfdruck verspüren.

In der Annahme, dass diese Symptome schon nach wenigen Tagen gewiss wieder verschwinden, sehen viele zunächst einmal davon ab, den (Haus-)Arzt zu konsultieren. Das Problem ist, dass bereits während dieser Zeit, in der besagte Symptome festgestellt werden, erste Schädigungen an lebenswichtigen Organen auftreten können.

In diesem Zusammenhang sollten auch mögliche Veränderungen im Bereich der Augen nicht unerwähnt bleiben. Sobald entsprechende Beschwerden auftreten, ist es unbedingt ratsam, sich beim Arzt des Vertrauens buchstäblich "auf Herz und Nieren" untersuchen zu lassen. Darüber hinaus ist es generell empfehlenswert, die Blut- und Urinwerte unter die Lupe nehmen zu lassen.

Die Behandlung bei arterieller Hypertonie

Mit Blick auf eine zielführende Behandlung der arteriellen Hypertonie ist es nicht nur wichtig, die Erkrankung selbst zu therapieren, sondern auch die Risikofaktoren müssen erkannt und soweit wie möglich ausgeschaltet werden. Zu den wesentlichen Aspekten, die bei einer diagnostizierten arteriellen Hypertonie unbedingt zu berücksichtigen sind, ist der sofortige Verzicht auf Nikotin, Alkohol und sonstige Genussmittel.

Auch eine Ernährungsumstellung ist sodann erforderlich. Des Weiteren müssen die Patienten verstärkt die eigene körperliche Fitness in den Fokus rücken und regelmäßig spazieren gehen, Rad fahren, joggen und so weiter.

Patienten müssen aktiv mitwirken

Wissenswert ist allerdings auch, dass die arterielle Hypertonie an sich nicht in ihrer Ursache behandelt werden kann, sondern vielmehr geht es darum, die Symptome zu lindern.

Hierbei sind die gezielte Behandlung der geschädigten Organe sowie die damit verbundenen Folgeschäden lebensnotwendig. Während wirkstoffhaltige Medikamente einerseits für Betroffene unerlässlich sind, ist auf der anderen Seite zwingend darauf zu achten, dass diese möglichst frei von Nebenwirkungen jeglicher Art sind.

Dies ist in Bezug auf die bereits vorhandenen Schädigungen einzelner Organe unabdingbar. Besonders wichtig ist es außerdem, den Blutdruck dauerhaft zu senken und auch die Gefäßmuskulatur zu stärken. Üblicherweise wird arterielle Hypertonie daher durch die Kombination unterschiedlicher Präparate behandelt, wobei ACE Hemmer sowie gefäßstärkende Medikamente sowie Blutdrucksenker an erster Stelle stehen.

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