Geschlechtskrankheiten: psychosoziale Risikofaktoren und Folgen

Geschlechtskrankheiten sowie die Risikofaktoren der Ansteckung erfahren in der Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit. Dabei ist die Zahl der Menschen, die sich jährlich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infizieren, in den letzten Jahren in Deutschland wieder gestiegen.

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Geschlechtskrankheiten: alarmierende Zahlen und Fakten

Am höchsten liegt die Zahl mit etwa 100 000 Neuansteckungen pro Jahr für Chlamydien. Doch auch die humanen Papillonviren , die Feigwarzen (auch Condylome oder Genitalwarzen) verursachen, oder Herpes genitales (Genitalherpes) liegen mit 80 000 neuen Infektionen pro Jahr ganz vorne.

Geschlechtskrankheit

Für Tripper (Gonorrhö) liegt die Zahl bei 16 000, für Syphilis bei 4 600 und für HIV bei 3 000. Diese Zunahme von Neuinfektionen folgt auf einen jahrelangen Trend, währenddessen die Zahlen stets zurückgingen. Auch europaweit sind Geschlechtskrankheiten wieder auf dem Vormarsch. Es stellt sich deshalb die Frage, welche psychosozialen Faktoren bei der Prävention eine Rolle spielen.

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Psychologische Folgen wie Scham und Schuldgefühle, welche eine Infektion mit einer der genannten Krankheiten eventuell mit sich bringen, sind ebenfalls relevant, da sie möglicherweise eine Behandlung erschweren und die Verbreitung von Geschlechtserkrankungen begünstigen.

Risikofaktoren für eine Neuinfektion

Wenn es darum geht, Neuansteckungen mit Geschlechtskrankheiten zu vermeiden, so steht an erster Stelle meist die ausführliche Aufklärung mit Fakten zu Krankheitsbild sowie Ansteckungswegen. Es wird allgemein angenommen, dass das Wissen um die Risiken sowie um deren Vermeidung mit einem geringeren Ansteckungsrisiko und verstärkter Vorsicht verbunden ist. Jedoch scheint dies nicht unbedingt der Fall zu sein.

Dies demonstriert beispielhaft eine Studie mit brasilianischen Studenten. Bei den Studienteilnehmern handelte es sich um Studierende an der medizinischen Fakultät. Während diese über ausreichendes Wissen zum Thema HIV und Ansteckung demonstrierten, empfanden sie ihr persönliches Risiko einer Infektion als deutlich geringer, als dies objektiv gesehen der Fall war.

Sexuell übertragbare Krankheiten werden häufig nicht ernst genommen

Geschlechtskrankheiten wurden als Problem betrachtet, von dem lediglich andere betroffen sind. Die Probanden schätzten die Wahrscheinlichkeit, dass Gleichaltrige sich infizieren könnten, als wesentlich höher ein als das Risiko, selbst betroffen zu sein.

Obwohl innerhalb der Stichprobe kaum Stereotype über Menschen mit HIV/Aids vorhanden waren, äußerte eine Mehrheit der Studenten starke Zustimmung zu Feststellungen wie "Ich bin nicht die Art von Person, die Aids bekommen könnte" oder "Ich pflege keine sexuelle Beziehung zu der Art von Personen, die Aids haben könnten". Ein Prozentsatz von 65,9 % der Studenten berichtete, Kondome unregelmäßig oder gar nicht zu verwenden.

Diese Ergebnisse weisen auf ein gewisses Gefühl der Unverwundbarkeit als einen bedeutenden Risikofaktor für Geschlechtskrankheiten hin. Wichtig ist also die Wahrnehmung, dass jeder betroffen sein kann sowie eine realistische Einschätzung des persönlichen Risikos. Mit Bezug auf HIV fand die genannte Studie zudem heraus, dass durch die persönliche Bekanntschaft mit Betroffenen das Gefühl der Unverwundbarkeit deutlich sinkt.

Zusammenhang zwischen Verhütung und dem Schutz vor STI

Des Weiteren bestand ein Zusammenhang zwischen Empfängnisverhütung und dem Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Frauen, die mit der Pille oder anderweitig verhüteten, neigten eher dazu, auf ein Kondom zu verzichten.

Während die Sorge darum, eine Schwangerschaft zu vermeiden, demnach sehr groß war, schienen die Bedenken bezüglich einer möglichen Infektion mit Geschlechtskrankheiten im Vergleich eher gering. Dies lässt vermuten, dass neben Jugendlichen auch Frauen nach der Menopause einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

In der Langzeitbeziehung wird auf Kondom oft verzichtet

Die Autoren der Studie nennen die Dauer der sexuellen Beziehung als einen weiteren Faktor, der die Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf sexuell übertragbare Krankheiten beeinflusst. In der Regel findet ein Kondom zu Anfang der Beziehung Verwendung. Haben die Partner jedoch nach einiger Zeit Vertrauen zueinander aufgebaut, wird auf ein Präservativ häufig verzichtet.

Zwar erscheint diese nachlassende Vorsorge als eine logische Folge einer monogamen Beziehung, jedoch können Geschlechtskrankheiten ohne die entsprechenden Tests auch nach längerer Bekanntschaft nicht ausgeschlossen werden.

Letztendlich spielt auch der Einfluss von Alkohol eine große Rolle. 68,8 Prozent der Studenten gaben den Konsum von Alkohol als einen Faktor für verstärkt risikoreiches Verhalten an.

Gerade für junge Menschen, die häufig die Geschlechtspartner wechseln, regelmäßig Alkohol trinken sowie den Empfängnisschutz in einer anderen Form als Präservative sichern, scheint demnach das Risiko einer Neuinfektion hoch. Einer der stärksten Risikofaktoren ist jedoch die Überzeugung, dass kein persönliches Risiko bestehe.

Psychosoziale Folgen der Diagnose

Angesichts der hohen Anzahl an Studenten, die angeben, selten oder nie Kondome zu benutzen, stellt sich die Frage nach dem Umgang mit einer Diagnose. Welche Folgen trägt es für die wahrgenommene Unverwundbarkeit mit sich, wenn tatsächlich eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit vorliegt?

Ändern die Betroffenen ihre Einstellung und auch ihr Verhalten in der Zukunft? Einige Forscher in den USA widmeten sich dieser und ähnlicher Fragen in einer Reihe von Interviews mit jugendlichen Paaren, von denen einer der Partner mit einer sexuell übertragbaren Krankheit diagnostiziert war.

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Die Wahrnehmung der Gefahr ist nur kurzfristig

Den Ergebnissen zufolge liegt die Wahrnehmung des persönlichen Risikos für Geschlechtskrankheiten über einige Zeit hinweg nach der Diagnose etwas höher, geht dann jedoch wieder zurück. Das gleiche gilt für die Verwendung von Kondomen. Während für einige Monate nach einer Diagnose mit einer sexuell übertragbaren Krankheit regelmäßiger Kondome verwendet werden, lässt dieser Effekt nach dieser Zeitspanne wieder nach.

Es scheint also, als ob selbst die tatsächliche Diagnose mit einer sexuell übertragbaren Krankheit hinsichtlich des Risikoverhaltens nur wenig oder zumindest zeitlich begrenzt wirksam ist. Umso wichtiger ist es, das Thema möglichst nahe an junge Menschen heranzubringen.

Zusammenarbeit ist wichtig

Schulen, Universitäten und Jugendverbände können hier zusammenarbeiten, um die Wahrnehmung des jeweiligen persönlichen Risikos zu steigern. Gynäkologen könnten einen weiteren Beitrag leisten, indem sie ihre Patienten besonders dann auf das Risiko von Geschlechtskrankheiten hinweisen, wenn diese eine andere Verhütungsmethode als Kondome verwenden.

Vorbeugung und Behandlung

Die unrealistische Wahrnehmung hinsichtlich des persönlichen Risikos ist vermutlich nicht nur mit einem verminderten Schutz durch Kondome verbunden. Auch Routineuntersuchungen werden dadurch mit Sicherheit aufgeschoben. Dabei sind diese ausgesprochen wichtig, da einige Geschlechtskrankheiten wie in etwa Chlamydien in vielen Fällen symptomfrei verlaufen können.

Werden die Chlamydien jedoch nicht rechtzeitig behandelt, können sie in einigen Fällen durchaus Langzeitschäden wie dauerhafte Unfruchtbarkeit verursachen. Nur wer sich also regelmäßig untersuchen lässt, kann sich sicher sein, dass keine Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten vorliegen.

Dies liegt sowohl im eigenen Interesse, da die Krankheiten schnellstmöglich behandelt werden können, als auch im Interesse der Sexualpartner, um das Risiko einer Ansteckung zu vermindern. Ein Zusammenspiel von Aufklärung, Bewusstmachen des persönlichen Risikos und regelmäßigen Routineuntersuchungen könnte der steigenden Zahl von Neuinfektionen mit Sicherheit entgegenwirken.

Quellen: