Psychosoziale Faktoren von Asthma

Die Anzahl der Menschen, die an Asthma (Asthma bronchiale) erkranken, hat über die letzten 20 Jahre stetig zugenommen. In manchen Regionen der Welt liegt der Anteil der Betroffenen bei 30 Prozent. Insbesondere unter Kindern ist Asthma weitverbreitet. Jedes achte Kind unter 10 Jahren leidet darunter. Trotz der hohen Prävalenzrate sind die Ursachen von Asthma bis heute nicht eindeutig geklärt.

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Asthma und psychosoziale Faktoren: Auslöser und Folgen

Angesichts der Vielzahl an Menschen, die von einer Asthma-Erkrankung betroffen sind, stellt sich die Frage, welche psychosozialen Faktoren eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen und ob es in der Folge zu Auswirkungen auf die psychische Gesundheit kommt.

Kann eine Asthmaerkrankung psychisch bedingt sein?

Bis noch vor wenigen Jahren war die Ansicht weit verbreitet, dass es sich bei Asthma um eine psychosomatische, also psychisch bedingte Erkrankung handle. Diese Annahme geht ursprünglich auf die psychoanalytische Literatur zurück, welche die Atemwegserkrankung mit einem ungelösten Konflikt in der Mutter-Kind-Beziehung in Verbindung brachte.

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Während die Tatsache, dass Asthma unweigerlich mit psychologischen Faktoren im Zusammenhang steht, unumstritten ist, deutet jedoch nach dem heutigen Stand der Wissenschaft vieles darauf hin, dass der kausale Mechanismus in die entgegengesetzte Richtung zeigt – nämlich auf die negativen Folgen für die psychische Gesundheit, die eine Asthmaerkrankung mit sich bringen kann.

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Für diese Interpretation spricht etwa eine Studie, die körperlich gesunde Probanden mit Asthma-Patienten verglich. Zwischen den beiden Gruppen bestand kein Unterschied bezüglich des Vorkommens von Angststörungen und Depression. Allerdings berichteten diejenigen Probanden, die unter Angststörungen oder Depression litten, häufiger von Atembeschwerden, unabhängig davon, ob sie faktisch von einer Atemwegserkrankung betroffen waren oder nicht. Psychologische Faktoren standen also in Verbindung mit dem Empfinden von Atembeschwerden, nicht aber mit einer tatsächlichen Asthmaerkrankung.

Der genaue Zusammenhang zwischen psychischen und sozialen Faktoren und Asthma ist jedoch, vermutlich bedingt durch seine Komplexität, wissenschaftlich umstritten. In weiteren Studien ergaben sich durchaus Zusammenhänge zwischen Asthma und Angsstörungen. Hierbei werden diese in der Regel, wie oben erwähnt, als Folgen der Erkrankung betrachtet.

Welche Auswirkungen hat Asthma auf das psychische Wohlbefinden?

In Hinsicht auf die psychischen Auswirkungen von Asthma geht es häufig um das Thema Panikattacken. Die Verbindung zwischen den beiden Erkrankungen wurde bereits vielfach festgestellt. In einer Studie, die sich ganz spezifisch mit dem Verhältnis von Asthma zu Panikattacken befasste, ergab sich ganz klar ein positiver Zusammenhang. Je stärker und länger anhaltend die Asthmaerkrankung, desto häufiger und schwerer waren auch die Panikattacken.

Die Ergebnisse schienen nicht auf eine allgemeine schlechte psychische Verfassung zurückzuführen zu sein, da sich für weitere psychische Erkrankungen wie Depression und Alkoholabhängigkeit kein Zusammenhang fand. Patienten, bei denen die Asthma-Attacken nachgelassen hatten, berichteten zudem auch über weniger Panikattacken.

Der bisherige Stand der Forschung spricht also dafür, dass eine Asthmaerkrankung mit einem erhöhten Risiko für Panikattacken und einer allgemeinen Angststörung einhergeht. Dieser Zusammenhang scheint wenig überraschend. Wer von einer Atemnot-erkrankung betroffen ist, lebt dauerhaft mit der Ungewissheit, wann er mit der nächsten Attacke zu rechnen hat.

Diese können zudem heftig und teils lebensbedrohlich ausfallen. Es wäre also nicht erstaunlich, wenn es infolge eines langfristigen Asthmaleidens zu stärkeren Ängsten und auch Panikattacken käme.

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Auch andere mögliche Faktoren könnten einen Zusammenhang von Asthma und Angst begründen. Dies könnte beispielsweise ein bestimmter Atmungsmechanismus sein, der mit Asthma einhergeht und die Entstehung von Panikattacken begünstigt. Denkbar ist auch, dass Asthma und Panikattacken sich anhand verschiedener Faktoren gegenseitig verstärken. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass beiden Erkrankungen ein gemeinsamer genetischer Faktor zugrunde liegt, der ihr gemeinsames Auftreten begünstigt. Ein solcher Zusammenhang ist beispielsweise zwischen Depression und Atopie, der Neigung zu allergischen Reaktionen, bekannt.

Kann Stress Asthma-Anfälle auslösen?

Während Ängste als auslösende Faktoren für die Entstehung einer Asthmaerkrankung in der Forschung heutzutage eher kritisch betrachtet werden, scheint der Zusammenhang zwischen Stress und Nervosität und Asthma-Attacken deutlich.

Das Experiment

Dies wurde auf beeindruckende Weise in einem Experiment mit Kindern zwischen 9 und 15 Jahren demonstriert. Bei gesunden Kindern sowie Kindern mit Asthma wurde durch das Erinnern und Wiedergeben einer Stresssituation oder eines peinlichen Erlebnisses Stressempfinden verursacht und anschließend der Atemwegs-Widerstand gemessen.

Obwohl der Widerstand in beiden Gruppen im gleichen Ausmaß anstieg, hat dies für Patienten mit Asthma eine verheerendere Wirkung, da der Atemwegs-Widerstand schon von Grund auf bei einem höheren Wert liegt. Zudem berufen sich die Autoren der genannten Studie auf weitere Forschungsergebnisse, die den Zusammenhang von Stresssituationen und Asthma-Anfällen für einen Teil der Patientengruppe im Erwachsenenalter belegen. Wichtig ist, dass auch hierbei individuelle Unterschiede bestehen.

Asthma im Kindesalter

Gerade im Hinblick auf Kinder ist das Thema Asthma und psychosoziale Faktoren ganz besonders relevant. Asthma ist, die unter Kindern am weitesten verbreitete chronische Krankheit. Die Prävalenzrate liegt im Kindesalter je nach Land zwischen 3 und 27 Prozent und die Zahlen steigen stetig. Dabei tritt die Erkrankung meist erstmals im Kleinkindalter auf.

Etwa 80 Prozent der Kinder erleiden ihre erste Asthma-Attacke vor ihrem dritten Geburtstag. Bei Kindern mit einer genetischen Disposition für Asthma konnte ein Zusammenhang zu extremer Ängstlichkeit der Eltern oder Schwierigkeiten der Eltern im Hinblick auf die Erziehung und dem Zeitpunkt des ersten Asthma-Anfalls nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse einer Langzeitstudie sprechen zudem dafür, dass einschneidende negative Erlebnisse wie der Verlust nahestehender Menschen oder die Trennung der Eltern die Wahrscheinlichkeit von Asthma-Anfällen bei Kindern erhöhten. Dies war ganz besonders dann der Fall, wenn diese Erlebnisse mit chronisch erlebtem Stress verbunden waren.

Angstgefühle in Kindern

Es ist anzunehmen, dass Asthma-Anfälle insbesondere für Kleinkinder mit starken Angstgefühlen verbunden sind, da sie nicht verstehen, was vor sich geht. Zudem ist es möglich, dass die betroffenen Kinder sich unter Freunden teils als Außenseiter fühlen, da sie sich nicht an allen Aktivitäten beteiligen können. Angesichts dieser Einschränkungen wäre es nicht verwunderlich, wenn sich die Asthmaerkrankung langfristig negativ aus das psychische Wohlbefinden auswirkt.

Zusammengefasst wird deutlich, dass beim Thema Asthma verschiedene psychosoziale Faktoren sowohl als bedingende als auch als resultierende Faktoren eine Rolle spielen. Über die genauen Mechanismen besteht keine vollkommene Einigkeit unter Forschern. Die psychosoziale Perspektive hinsichtlich Asthma ist ganz besonders für jene Patienten von Bedeutung, die von Kindesalter an betroffen sind – für deren Eltern ist zu empfehlen, eventuelle psychologische Auswirkungen der Krankheiten im Auge zu behalten.

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Quellen: