Scheidenpilz (Vaginalpilz) während der Schwangerschaft

Drei von vier Frauen erkranken während ihres Lebens an Scheidenpilz (Vulvovaginitis Candidiasis), bei 40 Prozent der Fälle kommt es sogar zweimal oder häufiger zur Infektion. Der Vaginalpilz äußert sich durch Jucken und schmerzhafte Schwellungen, Rötung der Scheide, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und cremigen bis bröckligen Ausfluss, der an Frischkäse erinnert. Die Erkrankung ist ansteckend und kann bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen werden. Schwangere sind aufgrund von Veränderungen in der Schwangerschaft häufiger von Scheidenpilz betroffen. Um eine Übertragung auf das Kind während der Geburt zu verhindern, muss der Pilz unbedingt zuvor behandelt werden.

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Wie kommt es zu Scheidenpilz während der Schwangerschaft?

Die Infektion mit einem Hefepilz ist bei 30 Prozent der Schwangeren am Ende der Schwangerschaft feststellbar. Der häufigste Erreger ist Candida albicans, dieser Erreger ist für 80 bis 90 % der Scheidenpilz-Fälle verantwortlich. Seltener führen Candida glabrata und Candida tropicalis zu einem Vaginalpilz.

Hefepilz als Auslöser von Vaginalpilz

Pilze bevorzugen ein feuchtes und warmes Klima, wie sie es in der Scheide vorfinden. Sie gehören außerdem zur normalen Scheidenflora. Für gewöhnlich wird ihr Wachstum allerdings von Milchsäure-Bakterien, den Döderlein-Bakterien, unterdrückt. Die Milchsäure-Bakterien halten den pH-Wert der Scheide bei etwa 4,5 und Pilze können sich bei einem sauren pH schlecht vermehren. Jedoch können Hefepilze Sporen bilden, die während ungünstiger Wachstumsbedingungen überdauern.

Leiden Sie an einer Scheidenpilz-Infektion, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Während der Schwangerschaft verändern sich die Hormonkonzentrationen und es ist anzunehmen, dass der erhöhte Östrogenspiegel das Pilzwachstum begünstigt. Östrogen wird von den Eierstöcken und der Plazenta produziert. Ein erhöhter pH-Wert kann Ursache oder Folge einer Pilzinfektion sein. Zudem lagern die Zellen der Oberfläche der Scheide mehr Glykogen ein. Glykogen besteht aus Zuckerketten und Pilze ernähren sich von Zucker.

Bei Diabetes mellitus, der auch als Schwangerschaftsdiabetes auftreten kann, steigt das Zuckerangebot und begünstigt eine Infektion. Darüber hinaus begünstigt eine Abwehrschwäche wie AIDS eine Pilzinfektion. Übermäßige Hygiene, falsche Kleidung und ungeschützter Sexualverkehr sind weitere Risikofaktoren für eine Pilzinfektion.

Sind Pilzinfektionen in der Schwangerschaft gefährlich für das Baby?

Während der Schwangerschaft ist eine alleinige Pilzinfektion ungefährlich für das Ungeborene. Allerdings kann die Infektion während des Geburtsvorgangs auf das Kind übertragen werden, was bei 80 Prozent der infizierten Mütter der Fall ist. Über den Mund gelangt der Pilz in den Körper des Kindes.

Typischerweise zeigen sich im Mundraum weiße Beläge, die als Soor bezeichnet werden. Das Neugeborene verfügt selbst dann nicht über die Abwehrkräfte, den Pilz abzuwehren, wenn es gesund und reif geboren ist. Darum sollte ein Neugeborenes mit einer wahrscheinlichen Pilzinfektion unbedingt medikamentös behandelt werden. Gefährlich ist die Übertragung des Pilzes auf Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g. Vier Prozent dieser Kinder entwickeln eine Candida-Sepsis, bei der es sich um eine Blutvergiftung durch Aussaat der Pilze in den Blutkreislauf handelt. Eine Sepsis kann tödlich enden.

Vaginalpilz kann durch die pH-Veränderung andere Infektionen mit Viren und Bakterien begünstigen. Manche dieser Infektionen können auch während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen werden. Zudem droht eine Frühgeburt durch vorzeitige Öffnung des Muttermundes und vorzeitigen Blasensprung.

Wie wird Vaginalpilz während der Schwangerschaft behandelt?

Vaginalpilz in der Schwangerschaft sollte nicht nur symptomatisch behandelt werden, da dies die Pilze nicht abtötet. Darum ist der Einsatz von Antimykotika (Antipilzmittel) angezeigt. Erste Wahl sind Imidazole (Clotrimazol, Econazol, Miconazol (Gyno-Daktarin), Fenticonazol) und Triazole (Fluconazol, Terconazol), die lokal auf die vaginale Schleimhaut aufgetragen werden. Die Behandlung sollte mindestens sieben Tage durchgeführt werden. Die Antipilzmittel sind üblicherweise wirkungsvoll und gut verträglich.

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Zweite Wahl ist die orale Einnahme von Fluconazol (Diflucan). Alternativ kann Nystatin lokal für zwei Wochen angewendet werden. Zur Normalisierung des Scheidenmilieus empfiehlt sich eine Milchsäurekur mit Milchsäure-Gel und Milchsäurebakterien. Entsprechende Präparate sind in der Apotheke erhältlich. Von der vaginalen Verwendung von Joghurt, Essig, Teebaumöl oder Knoblauch ist ärztlicherseits eher abzuraten. Zur Symptomlinderung können Kühl-Packs, kühle Sitzbäder oder lokale Kortikosteroide dienen.

Gibt es Besonderheiten bei der Behandlung während der Schwangerschaft?

Vaginalpilz ist in der Schwangerschaft hartnäckiger, darum sollte die Behandlung mindestens für sieben Tage durchgeführt werden. Lokale Antipilzmittel werden so gut wie nicht absorbiert und können darum auch nicht in den Kreislauf des Kindes gelangen.

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Oral einzunehmende Antipilzmittel können das Risiko für Fehlbildungen erhöhen, beispielsweise Fluconazol in einer Dosierung über 400 mg pro Tag. 150 mg pro Tag sind jedoch für Mutter und Kind sicher. Wenn bereits eine Frühgeburt droht, sollte frühzeitig eine Pilzkultur angelegt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Falls das Neugeborene unter 1500 g wiegt und mit dem Pilz infiziert sein könnte, sollte vorsorglich ein orales Antipilzmittel, zum Beispiel Nystatin, verabreicht werden.

Wie kann Scheidenpilz in der Schwangerschaft vermieden werden?

Die Testung auf Vaginalpilz ist noch keine Routine, wird aber ab der 34. Schwangerschaftswoche mittels Anlegen einer Pilzkultur empfohlen, selbst wenn keine Beschwerden bestehen. Vorsorglich sollte Unterwäsche aus Baumwolle getragen und das Tragen zu enger Hosen vermieden werden.

Beim Waschen der Scheide sollte auf Seifen verzichtet werden und nur mit Wasser gereinigt werden. Außerdem können Waschmittelrückstände und Slip-Einlagen die vaginale Schleimhaut reizen. Verschwitzte Kleidung oder nasse Badesachen sollten zügig ausgezogen werden. Nach dem Toilettengang sollte von vorne nach hinten gewischt werden.

Nach Abschluss einer Pilzbehandlung sollten getragene Wäsche und benutzte Handtücher heiß gewaschen werden, um eine erneute Infektion über die Wäsche zu vermeiden. Schwangere, die an Diabetes mellitus leiden, sollten den Blutzucker streng einstellen. Natürlicherweise ist der Blutzucker während einer Schwangerschaft niedriger, weshalb mit dem Arzt ein neues Konzept zur Einstellung des Diabetes während dieser Zeit besprochen werden sollte.

Eine gelegentliche Milchsäurekur kann hilfreich sein, um dem Scheidenmilieu dabei zu helfen, Erreger in Schach zu halten. Zur Kontrolle des pH-Wertes können in der Apotheke pH-Teststreifen und pH-Testhandschuhe erworben werden. Gerade wenn ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt besteht, sollten Schwangere regelmäßig den pH-Wert der Scheide überprüfen. Sobald der pH-Wert höher wird, das heißt alkalischer/basischer wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Allerdings schließt ein niedriger pH-Wert eine Infektion nicht aus, weshalb definitiv rechtzeitig vor dem vermuteten Geburtstermin eine Pilzkultur angelegt werden sollte.

Quellen: