Schnelles Abnehmen: Vorsicht ist geboten!

Übergewicht und Adipositas haben den Stellenwert von Volkskrankheiten eingenommen. Im Gegensatz dazu steht das "Schönheitsideal", das Hochglanzmagazine anpreisen. Um dieses oftmals sehr dünne Ideal erreichen zu können, kursieren die kuriosesten Diäten in Zeitschriften, Büchern und im Internet. Dabei werden die Risiken, die von ihnen ausgehen, häufig nicht einmal erwähnt.

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Gefahren und Risiken von Crash- und Radikaldiäten

Extreme Diätformen umfassen sowohl Diäten, die mit sehr wenig Kalorien pro Tag bestritten werden, als auch solche, die als Mono-Diäten eine einseitige Ernährung vorschreiben. Je nachdem wie lange solchen Ernährungsformen nachgegangen wird, ergibt sich ein Risiko für Mangelernährung. Allerdings sind auch Übergewichtige häufig mangelernährt aufgrund einer Fehlernährung. Erhöhte Nahrungsaufnahme ist keine Garantie für eine vollwertige Ernährung.

Leiden Sie unter Adipositas, können unsere Ärzte Ihnen sagen, ob eine medikamentöse Behandlung für Sie geeignet ist. Hierzu müssen Sie lediglich unsere kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Besonders gefährdet sind der Vitamin- und der Elektrolyt-Haushalt. Fettarme Diäten können in einem Mangel der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K resultieren. Kohlenhydratarme Diäten beeinträchtigen eher die Aufnahme von B-Vitaminen. Als Elektrolyte werden die Blutsalze bezeichnet. Eine besondere Bedeutung kommt Natrium und Kalium zu. Insbesondere Entgleisungen des Kaliums können zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.

Essstörungen als Folge von extremen Diäten?

Häufig werden Essstörungen als Gefahr extremer Diäten dargestellt. Vernachlässigt wird bei dieser Darstellung, dass genetische, biologische, soziale und psychische Aspekte ebenfalls Einfluss auf die Krankheitsentstehung nehmen. Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Fettsucht sind schwere Erkrankungen, die oftmals einer langjährigen Therapie bedürfen und denen zumeist tiefgreifende seelische Konflikte und eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers zugrunde liegen. Eine Diät kann durchaus ein "Einstieg" in eine Essstörung sein.

Folgen von zu schnellem Gewichtsverlust

Der Körper leidet darunter, wenn er zu wenig Nährstoffe erhalt. Frühe Symptome können Kopfschmerzen und Schwindel, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und gesteigertes Schlafbedürfnis sowie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche sein. Bei einer Null-Diät tritt bereits in den ersten Tagen Mundgeruch auf, außerdem sind starke Stimmungsschwankungen in beide Richtungen möglich. Bei Beibehaltung der Radikaldiät wird die Haut trocken und beginnt zu schuppen, die Nägel werden spröder und es kann zu vermehrtem Haarausfall kommen. Des Weiteren sind sowohl vermehrtes Schwitzen als auch vermehrtes Frieren möglich.

Bei schnellem und starkem Gewichtsverlust kann es vor allem zu einer Abnahme der Muskelmasse kommen, womit der Körper einerseits seinen Energieverbrauch drosselt und das Eiweiß aus den Muskeln andererseits zur Energiegewinnung heranziehen kann. Gefährlich kann der Verlust von Muskeln werden, wenn das Herz oder die Atemmuskulatur betroffen sind. Insbesondere der Herzmuskel erholt sich davon schlecht.

Der Jo-Jo-Effekt nach zu schnellem Gewichtsverlust

Der Jo-Jo-Effekt beschreibt das Phänomen, dass das Gewicht nach einer Diät höher sein kann als zuvor. Beim Jo-Jo-Effekt handelt es sich um eine sehr rasche Gewichtszunahme. Der Grund dafür ist, dass eine Diät für viele eine auf einen kurzen Zeitraum beschränkte Ernährungsumstellung ist. Während der Diät sinkt der Grundumsatz, also die Menge an Energie, die der Mensch täglich benötigt.

Wenn eine Diät zusätzlich noch eine Form der Mangelernährung darstellt, provoziert dies das Auftreten von Heißhungerattacken, bei denen hochkalorische Nahrung in kürzester Zeit verzehrt wird. Außerdem nehmen die Fettspeicherzellen des Körpers nur in ihrer Größe, jedoch nicht in ihrer Zahl ab. Eine kurze, radikale Diät scheint zudem dem Körper eine "Hungersnot" vorzutäuschen, sodass sich Hormonspiegel verändern, die das Hungergefühl stärken. Dieses Zusammenspiel aus vermindertem Grundumsatz, gesteigertem Appetit und falscher Ernährung hat eine Gewichtszunahme zur Folge.

Werden dann die alten, offensichtlich "dick" machenden Ernährungsgewohnheiten wieder aufgenommen, steigt das Gewicht nicht selten über das Ausgangsgewicht hinaus an. Eine Studie an Mäusen legt nahe, dass Darmbakterien Einfluss auf den Jo-Jo-Effekt haben. Möglicherweise könnten sich Flavonoide, pflanzliche Stoffe, hemmend auf den Jo-Jo-Effekt auswirken.

Tipps gegen den Jo-Jo-Effekt

Die wichtigste Maßnahme ist es, eine ausreichende und vollwertige Nahrungsaufnahme zu verfolgen. Von einer Diät mit weniger als 1500 Kilokalorien täglich für längere Zeit ist abzuraten. Die Zusammensetzung der Mahlzeiten sollte alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Wer damit überfordert ist, kann sich Hilfe bei Ärzten oder Ernährungsberatern holen.

Zudem ist es ratsam, während einer Diät nicht drei große Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sondern mehrere kleine über den Tag verteilt, zum Beispiel alle drei Stunden eine Mahlzeit, sodass sich fünf pro Tag ergeben. Die erfolgreichste Methode, um den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, ist die dauerhafte Ernährungsumstellung statt einer Diät.

Nachhaltig abnehmen ohne die Gesundheit zu gefährden

Abnehmen funktioniert dann, wenn weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird. Dazu kann es hilfreich sein, den Brennwert beispielsweise in Form von Kilokalorien oder Kilojoule zu zählen. An eine Reduktionsdiät sollte sich eine Ernährungsumstellung anschließen, um das verlorene Gewicht nicht wieder zuzunehmen. Hilfreich kann es sein, kalorienarme beziehungsweise kalorienfreie Getränke wie Wasser, ungesüßte Tees und schwarzen Kaffee zu sich zu nehmen, um im Alltag Kalorien zu sparen. Außerdem kann dadurch, dass selbst gekocht wird, an Fett, Zucker und appetitanregenden Stoffen wie Glutamat gespart werden. Diese Inhaltsstoffe lassen sich häufig vermehrt in Fertiggerichten finden.

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Dennoch sollte es keine "verbotenen" Nahrungsmittel geben, da Verbote den Reiz einer Sache zumeist steigern. So gehören auch Chips und Schokolade in Maßen genossen zu einer gesunden Ernährung. Genauso sollte körperliche Aktivität in den Alltag integriert werden. Empfohlen werden 150 Minuten Sport pro Woche. Gemeinsam mit anderen abzunehmen, kann dabei helfen, motiviert zu bleiben und bessere Erfolge zu erzielen.

Gesund fasten - geht das?

"Fasten" in dem Sinne, keine feste Nahrung zu sich zu nehmen, sollte eher nicht mit der Absicht der Gewichtsabnahme durchgeführt werden. Einige Menschen fühlen sich aber durch Fasten sehr wohl, andere nehmen zur Vorbereitung einer bariatrischen Operation (Adipositas-Chirurgie wie Magenverkleinerung) eine Zeit lang nur Flüssigkeiten zu sich. Der Laie sollte nur unter ärztlicher Aufsicht fasten, wenn er beabsichtigt, sieben Tage oder länger auf feste Nahrung zu verzichten.

Vorbeugung schon im Kindes- und Jugendalter

Die Anzahl der Fettzellen scheint sich bis zum 20. Lebensjahr festzulegen. Menschen, die innerhalb dieser Zeitspanne übergewichtig wurden, sind lebenslang anfälliger für eine Gewichtszunahme als Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend schlank waren. Darum sollte Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen unbedingt vermieden werden, indem eine gesunde Lebensweise vorgelebt und beigebracht wird.


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Quellen:

  1. Was versteht man unter dem JoJo-Effekt? Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung e.V. URL: ugb.de
  2. Das Beharrungsvermögen der Adipozyten oder warum alle Diäten versagen. Deutscher Ärzteverlag GmbH. URL: aerzteblatt.de
  3. Abnehmen: Jojo-Effekt vermeiden. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Aktualisiert am: 20.03.2017