Ursachen und Auslöser von Asthma

Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Sie ist durch eine dauerhafte Überempfindlichkeit der Bronchien gegenüber bestimmten Reizen und eine wiederkehrende Verengung der Atemwege gekennzeichnet.

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Mediziner unterteilen die vielfältigen Ursachen für die Krankheit in verschiedene Kategorien. Sie unterscheiden zwischen allergischem Asthma, nicht-allergischem Asthma und gemischtförmigem Asthma.

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Allergische Auslöser

Allergisches Asthma, medizinisch extrincic Asthma, wird durch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe ausgelöst. Diese Form der Krankheit ist häufig genetisch bedingt. Für Kinder von an Asthma leidenden Eltern liegt das Risiko zu erkranken weitaus höher als für Kinder gesunder Eltern.

Typische Allergene sind:

  • Tierhaare,
  • Hausstaub,
  • Insektenstiche,
  • Pollen,
  • Schimmelpilze,
  • Mehlstaub.

Durch den Kontakt mit diesen Stoffen wird allergisches Asthma ausgelöst. Dies geschieht in den meisten Fällen über die Atemwege. Athmaanfälle können jedoch auch bei Nahrungsmittelallergien auftreten, nachdem der Betroffene ein allergenes Lebensmittel zu sich genommen hat.

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Im Körper bewirken die Allergene eine Reaktion der Mastzellen. Diese schütten übermäßig Histamin aus und verursachen damit eine Weitung der Blutgefäße. In der Folge kommt es zum Austreten von Flüssigkeit und der Entstehung von Schwellungen. Die allergische Reaktion kann innerhalb von Minuten bis hin zu mehreren Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten.

Eine Studie der UFZ (Oktober 2015) bringt allergisches Asthma mit einem bestimmten Proetin in Verbindung. Syndecan-4 (SDC4) ist ein Protein, dass in APCs (antigen-präsentierenden Zellen) borkommt. Das Protein steuert die Immunzell-Migration des APC zu den Lymphknoten. Erst wenn Antigene über APC an T-Lymphozyten angedockt werden, werden Sensibilisierungsprozesse ausgelöst, die letztendlich für die Ausbildung einer allergischen Reaktion sorgen. Nach den Angaben der Untersuchung, konnte eine entsprechende Gabe von SDC4-Antikörpern, zur Neutralisierung bzw. Deaktivierung des Proteins, zu einer Verbesserung der Symptomatik von allergischen Asthma unter Mäusen führen.

Nicht-allergische Auslöser

Beim Nicht-Allergischen Asthma oder intrinsic Asthma kann der Arzt keine Sensibilierung gegen Allergene nachweisen. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Häufige nicht-allergische Auslöser sind Atemwegsinfektionen. Die meist viralen Infekte führen zu Entzündungen der Atemwege, die wiederum ein Verkrampfen der Bronchien zur Folge haben.

Symptome wie Husten, Verschleimen und Atemnot verschwinden zwar anfangs nach Abklingen des Infektes wieder. Mit der Zeit werden sie jedoch chronisch. Andere nicht-allergische Ursachen für Asthma liegen in einer genetisch bedingten Unverträglichkeit der Patienten gegen bestimmte Stoffe in Arzneimitteln begründet. Medikamente wie Schmerzmittel oder Entzündungshemmer können bei ihnen Asthmaanfälle auslösen.

Umweltfaktoren sind ebenfalls Ursachen für nicht-allergisches Asthma. Die Patienten reagieren auf Giftstoffe in der Luft wie Dämpfe, Abgase oder Rauch. Des Weiteren werden Asthmaanfälle durch kalte Luft und Nebel ausgelöst. Eine wichtige Rolle spielen auch körperliche und psychische Faktoren. So können sich die Bronchien bei starker körperlicher Belastung verkrampfen.

Angstzustände und Stress führen häufig zu einer Verschlimmerung der asthmatischen Beschwerden. In manchen Fällen wird Asthma durch eine Lungenstauung bei Herzschwäche ausgelöst, es handelt sich dann um das sogenannte Herzasthma.

Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma

Die meisten Asthmatiker leiden an Gemischtförmigem Asthma, dessen Ursachen eine Kombination aus allergischen und nicht-allergischen Faktoren sind. So kann z. B. ein Patient, dessen Asthmaanfälle durch allergische Reaktionen hervorgerufen werden, im Laufe der Zeit auch eine Überempfindlichkeit gegen nicht-allergene Reize wie Schadstoffe in der Luft oder Kälte entwickeln.

Ebenso treten bei von Allergischem Asthma Betroffenen häufig Anfälle nach körperlichen Belastungen auf. Umgekehrt werden Asthmatiker, bei denen bisher keine Allergie nachgewiesen werden konnte, durch Rauchen empfindlicher gegenüber allergischen Auslösern.

Auslöser für alle Asthmaformen

Bestimmte Faktoren können Anfälle von Atemnot auslösen, unabhängig davon, ob der Erkrankte an Allergischem, Nicht-Allergischem oder Gemischtförmigem Asthma leidet. Dazu gehören Infektionen der unteren und oberen Atemwege sowie übermäßige körperliche Anstrengungen.

Auch ungünstige Witterungsbedindungen wie kalte, feuchte Luft und Nebel können Asthmaanfälle verursachen. Weitere Faktoren sind Schadstoffe in der Umwelt wie etwa Abgase, Staub und Ozon. Tabakrauch kann ebenfalls Asthma auslösen - dabei sind Passivraucher ebenso gefährdet wie aktive Raucher.

Darstellung von Asthma-Auslöser in grafischer Form:

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Letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2015
Quellen: