Verhütungsmittel im Vergleich

Das Thema Verhütung beschäftigt Frauen vom Jugendalter bis zu den Wechseljahren. Je nach persönlicher Situation, Erkrankungen und Risikofaktoren sowie Lebensstil kommen unterschiedliche Methoden in Betracht, die sich im Laufe des Lebens auch ändern können. Die Sicherheit der Verhütungsmethoden wird mittels Pearl-Index beschrieben. Je niedriger der Pearl-Index, desto höher ist die Sicherheit, dass eine Frau bei regelrechter Anwendung der Methode nicht schwanger wird.

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Welche Verhütungsmethoden gibt es?

Die Bandbreite der Verhütungsmethoden ist mittlerweile riesengroß. Es gibt 6 Kategorien der Methoden, die auf diverse Art und Weise Empfängnisschutz bieten:

  1. Hormonelle Verhütung
  2. Barrieremethoden
  3. Operative Verhütungsmethoden
  4. Chemische Verhütungsmethoden
  5. Natürliche Familienplanung
  6. Notfallverhütung

Verhütungskategorien auf einen Blick:

Kategorie Beschreibung Methoden
Hormonelle Verhütung Hormonelle Verhütungspräparate wirken zu nahezu 100%. 55% aller Frauen, die Empfängnisverhütungsmittel anwenden, entscheiden sich für die Pille. Nur ca. 2% der Frauen verhüten mit dem Vaginalring und der Dreimonatsspitze.
Barrieremethoden Die Barrieremethoden verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter eindringen zu können. Kondome bieten außerdem Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Die mechanischen Verhütungsmittel kommen unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr zum Einsatz. 36% der Frauen und Männer verhüten mit Kondomen.
  • Kondom
  • Diaphragma
  • Portiokappe
  • Femidom (Frauenkondom)
Operative Methode Die Sterilisation eignet sich als Verhütungsmethode, wenn die Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Diese Methode schützt dauerhaft vor einer ungewollten Schwangerschaft. Die Sterilisation hat keine Auswirkungen auf den Hormonspiegel und beeinträchtigt das Libido nicht. 3% der Männer und 2% der Frauen entscheiden sich für eine Sterelisation.
  • Sterelisation beim Mann (Vasektomie)
  • Sterelisation bei der Frau (Tubenligatur)
Natürliche Familienplanung Mit den Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) werden anhand bestimmter Körpersignale (Temperatur, Zervixschleim) die fruchtbaren Tage im Zyklus einer Frau festgestellt. An fruchtbaren Tagen wird auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder zusätzlich verhütet. NFP ist hormonfrei und erfordert Geduld und Selbstdisziplin. Etwa sechs% der Frauen in Deutschland entscheiden sich für die NFP.
  • Temperaturmethode,
  • Symptothermale Methode,
  • Zyklus-Computer,
  • Coitus interruptus,
  • Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode),
  • Billingsmethode (Zervixschleim-Methode),
  • Roetzer-Methode.
Notfallverhütung Notfallverhütungsmittel können nach einem ungeschützten oder unzureichend geschützten Geschlechtsverkehr angewendet werden. Hormonelle Notfallverhütung wie die Pille danach funktioniert durch eine hohe Hormondosis und verschieben den Eisprung. Spirale und Kette danach verhindern die Einnistung eines befruchteten Eis bis spätestens zum fünften Tag nach der Befruchtung und können dann auch zur weiteren Verhütung angewendet werden.

Der Zeitraum der Verwendung, Nebenwirkungen, Risiken, Gegenanzeigen, Vor- und Nachteile der Verhütungsmethoden spielen bei der Auswahl eine entscheidende Rolle. Auch Dinge wie Lebensumstände, Verträglichkeit, Handhabbarkeit sowie Gesundheitszustand stehen im Vordergrund bei der Suche nach einer passenden Methode.

Hormonelle Verhütungsmittel schützen zuverlässig

Hormonelle Verhütungsmittel stellen die Verhütungsmethode dar, die am häufigsten genutzt wird. 55 Prozent der Frauen verhüten mit der Pille. Hormonelle Kontrazeptiva enthalten entweder eine Kombination aus Östrogenen und Gestagenen, wodurch der Eisprung gehemmt und der Cervixschleim verdickt wird, oder nur Gestagene, die den Eisprung nicht unterdrücken und nur den Cervixschleim zäh machen. Darüber hinaus bestehen unterschiedliche Nebenwirkungen.

Östrogene erhöhen das Thromboserisiko und können zu Brustschmerzen und -spannen, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Gestagene können zu Müdigkeit, depressiver Verstimmung, über eine Appetitsteigerung zu Gewichtszunahme, Verlust der Libido, Scheidentrockenheit und Haarausfall führen.

Blutungsunregelmäßigkeiten können sowohl durch Östrogene als auch durch Gestagene auftreten. Vorteile der hormonellen Verhütungsmittel sind die hohe Sicherheit, die einfache Anwendbarkeit und die Möglichkeit, die Blutung zu verschieben. Neben den Nebenwirkungen ist ein weiterer Nachteil der fehlende Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Antibabypille und Minipille sind am beliebtesten

Mit einem Pearl-Index zwischen 0,1 und 0,9 ist die Pille sehr sicher. Die klassische Antibabypille enthält eine Kombination aus Östrogenen und Gestagen. Als Mikropille enthält sie dieselben Inhaltsstoffe in geringerer Dosierung. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Minipille um ein reines Gestagen-Präparat.

Die Pille wird oral eingenommen und im Darm aufgenommen. Deshalb kann die Aufnahme der Hormone bei Erbrechen oder Durchfall vermindert sein. Zusätzlich interagieren andere Medikamente wie manche Antibiotika mit den Wirkstoffen der Pille. Frauen mit einem hohen Thromboserisiko sollten nicht mit Östrogenen verhüten, sondern reine Gestagen-Präparate anwenden!

Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht bei Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, stattgehabter Thrombose oder Embolie, Thrombophlebitis, Krampfadern (Varikosis), Diabetes, Gerinnungsstörungen mit Thrombophilie, Krebserkrankungen, höherem Alter oder Immobilität (zum Beispiel längere Bettruhe).

Vaginalring (NuvaRing) zur monatlichen Anwendung

Der Vaginalring enthält Östrogene und Gestagene und ist mit einem Pearl-Index zwischen 0,4 und 0,64 sehr sicher. Dennoch nutzen derzeit nur etwa zwei Prozent der Frauen den Vaginalring zur Verhütung. Vorteile des Vaginalrings sind die einfache Handhabung, die Unbeeinflussbarkeit durch Erbrechen oder Durchfall und dass der Ring beispielsweise während des Geschlechtsverkehrs bis zu zwei Stunden problemlos außerhalb der Scheide aufbewahrt werden kann.

Hormonspritze (Dreimonatsspritze)

Etwa zwei Prozent der Frauen verwenden die Hormonspritze. Zumeist wird diese Methode angewendet, wenn andere Methoden nicht vertragen werden oder nicht eingesetzt werden können. Dabei wird alle drei Monate ein Hormon-Depot durch Injektion in den Gesäß- oder Oberarmmuskel angelegt. Der Pearl-Index liegt bei 0,2 bis 1,4. Eine mögliche Nebenwirkung ist die Osteoporose, der durch Einnahme von Vitamin D und Calcium sowie körperlicher Betätigung entgegengearbeitet werden sollte.

Auf HealthExpress können Sie sich hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Minipille, Vaginalring oder Hormonpflaster) verschreiben lassen. Hierzu müssen Sie lediglich unsere kostenlose fachärztliche Konsultation durchführen.

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Hormonpflaster (Evra): Nur ein Mal wöchentlich an Verhütung denken

Das Hormonpflaster wird auf die Haut aufgeklebt und einmal wöchentlich gewechselt. Mit einem Pearl-Index zwischen 0,72 und 0,6 ist diese Methode sehr sicher. Allerdings können zusätzlich zu hormonellen Nebenwirkungen auch Hautreizungen durch das Pflaster auftreten.

Das Hormonimplantat ist das sicherste Verhütungsmittel

Das Hormonimplantat gehört mit einem Pearl-Index zwischen 0 und 0,08 zu den sichersten Verhütungsmethoden, wird aber dennoch nur von einem Prozent der Frauen genutzt. Weitere Vorteile sind, dass Einnahmefehler im Gegensatz zur Anwendung der Pille nicht möglich sind und sich das Implantat auch bei Thromboserisiko anwenden lässt, da es sich um ein reines Gestagen-Präparat handelt. Weil die Wirkung bis zu drei Jahre anhält, ist das Hormonimplantat für Frauen zu empfehlen, die mittelfristig keinen Kinderwunsch haben.

Hormonspirale (Verhütungsschirmchen)

Elf Prozent der Frauen nutzen eine Form der Spirale zur Verhütung. Die Kupferspirale kann mit Gestagenen überzogen sein. Die Hormonspirale ist vergleichbar mit dem Hormonimplantat hinsichtlich der Sicherheit (Pearl-Index 0,16 - 0,33), des Thromboserisikos und der mittelfristigen Verhütungsdauer. Ein Nachteil ist, dass zum Einbringen der Spirale ein kleiner operativer Eingriff durch den Frauenarzt notwendig ist. Eine gefürchtete Komplikation ist die Fremdkörperendometritis, bei der sich die Schleimhaut der Gebärmutter schmerzhaft entzündet.

Hormonfreie Verhütungsmethoden

Frauen, die nicht hormonell verhüten wollen oder können, stehen hormonfreie Methoden zur Auswahl. Unter diese fallen sowohl mechanische als auch chemische und natürliche Methoden. Als zumeist endgültige und irreversible Methode zur Kontrazeption besteht die Möglichkeit eines operativen Verschlusses der Samenleiter beim Mann beziehungsweise der Eileiter bei der Frau. Die operativen Methoden sollten erst nach abgeschlossener Familienplanung eingesetzt werden.

Kupferspirale

Die Kupferspirale gibt es auch als hormonfreie Variante. Der Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt, dennoch ist die Verhütung mittels Spirale mit einem Pearl-Index zwischen 0,4 und 3 recht sicher. Die Variante als Kupferkette soll einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,5 aufweisen. Mittels Kupferspirale oder -kette kann bis zu zehn Jahre lang verhütet werden.

Barriere-Methoden: Kondom, Diaphragma, Portiokappe

Das Kondom wird von 36 Prozent der Frauen und Männer genutzt und liegt damit auf Platz 2 der Verhütungsmittel. Zusätzlich zur Empfängnisverhütung schützen Kondome vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Chlamydien, Gonorrhoe ("Tripper"), Lues (Syphilis), HIV und den Hepatitis Viren B und C. Der Pearl-Index liegt zwischen 2 und 12, da Kondome verrutschen oder reißen können. Sicherer ist die Kombination mit einer hormonellen Verhütungsmethode.

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Mechanische Verhütungsmethoden für Frauen sind neben dem Frauenkondom das Diaphragma und die Portiokappe, beide mit einem Pearl-Index von 1 bis 20. Für eine höhere Sicherheit werden beide mit Spermien-abtötendem Gel kombiniert. Das Frauenkondom bedeckt Schamlippen, Scheidenwände und Gebärmutterhals. Es kann bis zu acht Stunden getragen werden und ermöglicht spontanen Geschlechtsverkehr.

Chemische Methoden: Spermizide

Spermizide sind Substanzen, die Spermien abtöten. Alleine haben sie einen Pearl-Index zwischen 3 und 25. Für eine bessere Sicherheit sollten sie mit Barriere-Methoden kombiniert werden. Verfügbar sind Spermizide zum Beispiel als Vaginalzäpfchen, Schaum oder Gel. Als Nebenwirkung kann sich eine genitale Haut- und Schleimhautreizung einstellen.

Natürliche Familienplanung

Methoden der natürlichen Familienplanung nutzen die Beobachtung des eigenen Körpers zur Bestimmung der fruchtbaren Tage. Neben dem Einsatz als Verhütungsmethode können diese Verfahren also auch bei Kinderwunsch angewendet werden. Die natürlichen Verhütungsmethoden unterscheiden sich in ihrem Pearl-Index je nach Erfahrung der Anwenderin sehr stark und sollten für eine höhere Sicherheit kombiniert werden. Mittlerweile sind kleine Computer oder Apps verfügbar, die dabei helfen, natürliche Verhütungsmethoden anzuwenden.

Abzuraten ist von Coitus interruptus (Zurückziehen des Penis aus der Scheide vor dem Samenerguss) und Scheidenspülungen, da diese Methoden sehr unsicher sind. Auch das Stillen als Verhütungsmethode ist ein unsicheres Verfahren.

Besser sind die Temperaturmethode, die Billings-Methode (Cervixschleim-Methode) und die Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode), die insbesondere in der Kombination sehr gute Pearl-Indices erzielen können. Die symptothermale Methode, die sich am Anstieg der Basaltemperatur und der Spinnbarkeit des Cervixschleims orientiert, erreicht einen Pearl-Index zwischen 0,4 und 2,3.

Notfallverhütung: die "Pille danach" und "Spirale danach"

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne Kinderwunsch kann eine Notfallverhütung angezeigt sein. Es sind zwei verschiedene Präparate der "Pille danach" verfügbar, die sich vor allem in der möglichen Zeitspanne der Anwendung nach Geschlechtsverkehr unterscheiden. Zudem gelten je nach Gewicht der Frau unterschiedliche Empfehlungen.

Die "Pille danach" enthält eine hohe Hormondosis, die vor allem starke Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Im Fall von Erbrechen innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme, muss erneut eine "Pille danach" eingenommen werden. Die "Pille danach" ist keine dauerhaft anzuwendende Verhütungsmethode! Alternativ dazu kann eine "Spirale danach" eingesetzt werden, die längerfristig zur Verhütung dient. Die Vor- und Nachteile dieser Methode sollten zunächst mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Endgültige Lösung: Sterilisation

Nach abgeschlossener Familienplanung entscheiden sich manche Paare für eine Sterilisation. Etwa drei Prozent der Männer lassen eine Vasektomie und etwa zwei Prozent der Frauen lassen eine Tubenligatur vornehmen. Die Sterilisation der Frau ist mit einem höheren Risiko besetzt und muss in Vollnarkose durchgeführt werden, wohingegen die Vasektomie des Mannes mit lokaler Betäubung recht einfach durchführbar ist.

Quellen: