Viagra und Grapefruit – die Mischung machts

Immer wieder wird davor gewarnt, Grapefruit (Citrus paradisi L.) zu sich zu nehmen, wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden müssen. Dies liegt vor allem in der Hemmung eines Enzyms begründet. Nicht nur bei vielen Antibiotika sollte auf die Grapefruit und ihren Saft verzichtet werden, auch bei Viagra Viagra wird dies empfohlen. In Internetforen kursiert die Kombination aus Viagra und Grapefruit sogar als Geheimtipp zur Wirkungssteigerung. Dieser Tipp kann jedoch aufgrund gesteigerter Nebenwirkungen gefährlich sein.

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Warum sollte Viagra nicht mit Grapefruit kombiniert werden?

Sildenafil, der Wirkstoff von Viagra, wird über die Darmschleimhaut aufgenommen. In der Schleimhaut befinden sich Enzyme, die auch in der Leber vorkommen. Die Cytochrome P450 sind eine Gruppe dieser Enzyme, die sich in verschiedene Untertypen aufteilen lassen. Das Cytochrom P450 3A4 (kurz: CYP3A4) ist in der Lage, Sildenafil abzubauen, also unwirksam zu machen. Dies wird bei der Passage des Darms als First-Pass-Effekt bezeichnet. Aufgrund des First-Pass-Effekts kommt von oral eigenommenem "Viagra" nur etwa 40 Prozent als Wirkstoff in den Penisschwellkörpern und ebenso in Blutgefäßen des ganzes Körpers an.

Grapefruit und Grapefruitsaft
  • Grapefruit und Grapefruitsaft
  • Erhöht den Spiegel von Sildenafil im Körper und verursacht so niedrigen Blutdruck und Nebenwirkungen.

Alkohol
  • Alkohol
  • Der Alkoholkonsum kann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen wie Schwindel und Schläfrigkeit verstärken.

Bluthochdruck Präparate
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  • Die Folge einer Kombination von blutdrucksenkenden Medikamenten mit Viagra kann ein massiver Abfall des Blutdrucks sein, der möglicherweise Tödlich sein kann.

Nitrate
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  • Nitrate erhöhen die Blutgefäßerweiterungsfähigkeiten von Viagra, die den Blutdruck auf ein gefährliches Niveau senken können.

Wenn Grapefruit verzehrt wurde, werden einige dieser Enzyme irreversibel gehemmt. Dadurch wird der First-Pass-Effekt geringer und in der Folge gelangt ein höherer Prozentsatz des aktiven Wirkstoffs in den Körper, wodurch die Wirkung und mit ihr auch die Nebenwirkungen gesteigert werden. Da jeder Mensch ein wenig anders funktioniert, ist nicht vorhersagbar, wie stark die Wirkung und Nebenwirkung erhöht wird.

Welcher Inhaltsstoff der Grapefruit für diese Enzymhemmung verantwortlich ist, ist noch unklar. Allerdings werden derzeit drei Stoffe dafür in Betracht gezogen: die Flavonoide Naringenin und Naringin sowie das Furocumarin 6',7'-Dihydroxybergamottin. Darüber hinaus sind Inhaltsstoffe der Grapefruit in der Lage, wichtige Transport-Eiweiße wie P-Glykoprotein und organische Anion-Transport-Polypeptide (OATP) zu hemmen.

Was passiert, wenn Grapefruit und Viagra kombiniert wird?

Dadurch, dass mehr Wirkstoff im Körper verfügbar wird, können vermehrt Komplikationen und Nebenwirkungen auftreten. Beispiele dafür sind eine schmerzhafte Dauererektion über mindestens vier Stunden (Priapismus), Blutdruckabfall, Kopfschmerzen, Rötung der Gesichtshaut ("Flush") und Sehstörungen.

Problematisch ist, dass die Inhaltsstoffe der Grapefruit sogenannte "Selbstmord-Inhibitoren" (Inhibitor bedeutet "Hemmer") sind. Das bedeutet, sobald sie einmal an ein Enzym gebunden haben, können sie sich nicht mehr davon lösen. Da das Enzym den Stoff allerdings auch nicht abbauen kann, bleibt es unumkehrbar blockiert, bis es vom körpereigenen Abbausystem zerstört wird.

Der Effekt ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, weil die Menge der CYP3A4-Enzyme um den Faktor acht variiert. Je weniger dieser Enzyme ein Mensch besitzt, umso weniger Selbstmord-Inhibitoren werden benötigt, um starke klinische Effekte hervorzurufen.

Männer, die den "Geheimtipp" ausprobiert haben, berichten häufig von einem Druckgefühl im Kopf und Kopfschmerzen sowie einer verstopften Nase. Dies liegt darin begründet, dass die gefäßerweiternde Wirkung nicht nur in den Penisschwellkörper feststellbar ist, sondern in allen Gefäßen des Körpers und eben auch im Bereich des Kopfes.

Weiten sich die Gefäße der Nasenschleimhaut und füllen sich mit Blut, kann das Gefühl einer verstopften Nase entstehen. Die Kopfschmerzen entstehen, da sich eigentlich das Gehirn, das Hirnwasser und das Blut in einem Gleichgewicht befinden, das durch Sildenafil beeinflusst wird. Wird die Blutzufuhr plötzlich gesteigert, weil sich die Gefäße geweitet haben, muss mehr Volumen in die Schädelhöhle passen.

Da Knochen nicht biegsam sind, drückt das vermehrte Volumen auf das Gehirn, beziehungsweise die Hirnhäute. Die Hirnhäute enthalten Rezeptoren für Schmerz, die durch den Druck aktiviert werden. Die erhoffte Wirkungssteigerung der Potenz trat jedoch bei den Befolgern dieses Tipps nicht ein. Betroffene sollten sich besser an ihren Arzt wenden, der eine Erhöhung der Dosis oder den Wechsel auf ein anderes Präparat erwägen kann.

Wie lange hält die Wirkung der Grapefruit an?

Bereits vier Stunden nach dem Verzehr von Grapefruit setzt der Effekt der Enzymhemmung ein. Dieser hält mindestens 24 Stunden bis zu mehreren Tagen an, da die Enzyme vom Körper erst wieder neu gebildet werden müssen. Bevor Viagra eingenommen wird, sollte der letzte Verzehr von Grapefruit mindestens drei Tage zurück liegen.

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Diese Empfehlung gilt sowohl für frische Früchte als auch den Saft und jede andere Zubereitung, auch wenn viele Publikationen nur den Grapefruit-Saft in den Vordergrund stellen. Dies liegt darin begründet, dass die Studien üblicherweise mit Saft wegen des leichten Verzehrs durchgeführt werden.

Schon das Trinken von 200 ml Saft hatte einen klinischen Effekt und somit eine Steigerung des Blutspiegels von Sildenafil mit gesteigerter Wirkung zur Folge. Eine grundsätzliche Mengengrenze kann allerdings nicht angegeben werden, da einerseits die Inhaltsstoffe von Frucht zu Frucht variieren und sich zum anderen die Menschen in ihrer Enzymausstattung unterscheiden.

Können statt Viagra andere Potenzmittel angewendet werden?

Alle Phosphodiestersase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer), wie Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra) werden durch das Enzym CYP3A4 abgebaut und sollten somit nicht mit Grapefruit kombiniert werden. Möglich sind aber nicht-medikamentöse und pflanzliche Präparate zum Einnehmen. Außerdem kann eine Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) mit Papaverin, Phentolamin oder Alprostadil (Prostaglandin E1) angewendet werden.

Gilt die Empfehlung auch für andere Zitrusfrüchte?

Abgesehen von der Grapefruit können auch andere Zitrusfrüchte CYP3A4 hemmen. Vermutet werden ähnliche Effekte durch den Verzehr von Pampelmusen, Bitterorangen (oft in Orangenmarmelade enthalten!) und Pomelo-Früchte, die ebenfalls die Substanzen Naringenin, Naringin und 6',7'-Dihydroxybergamottin enthalten. Orangen enthalten diese Inhaltsstoffe nicht und können als Frucht, Saft oder andere Zubereitungsart auch dann verzehrt werden, wenn Viagra eingenommen wird.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Zwar besteht durch den gleichzeitigen Verzehr von Grapefruit und der Anwendung von "Viagra" keine allzu große Gefahr, dennoch sind Nebenwirkungen wahrscheinlicher. Bei einer über mindestens vier Stunden anhaltenden Dauererektion (Priapismus), anhaltenden Sehstörungen, starken Kopfschmerzen, Schwindel oder einem starken Blutdruckabfall, der üblicherweise mit Herzrasen, schnellem Puls und Blässe der Haut einhergeht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


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Quellen:

  1. Grapefruit und Arzneimittel. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Grapefruit-Medikamenten-Wechselwirkungen. Rosenfluh Publikationen AG. URL: rosenfluh.ch
  3. Effects of grapefruit juice on the pharmacokinetics of sildenafil. Jetter A et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Aktualisiert am: 19.06.2017