Blasenentzündung sind eine häufige, sehr unangenehme, aber meist harmlose Erkrankung von Frauen. Jede zweite Frau erkrankt mindestens einmal in ihrem Leben an einer Harnwegsinfektion. Dass Frauen so viel häufiger betroffen sind als Männer, ist in der anatomischen Nähe der Harnröhre zum Analbereich und der nur geringen Länge von etwa drei Zentimeter der weiblichen Harnröhre begründet. In vielen Fällen kann eine Blasenentzündung ohne ärztliche Behandlung auskuriert werden, dabei sollte den Betroffenen allerdings bewusst sein, wann ärztlicher Rat erbeten werden sollte.

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Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Einige Personengruppen sollten grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, wenn sie eine Blasenentzündung erleiden: Dies umfasst Männer, Kinder, Schwangere, Menschen mit Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems und Diabetikerinnen. Außerdem empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt, wenn nach etwa drei Tagen immer noch Symptome bestehen oder sich die Symptome akut verschlimmern.

In der Medizin wird zwischen unkomplizierten und komplizierten Harnwegsinfekten unterschieden. Ein Harnwegsinfekt bei einem Mann gilt grundsätzlich als komplizierter Harnwegsinfekt und zieht eine Untersuchung der Harnwege nach sich, um mögliche Fehlbildungen aufspüren zu können.

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Bei Schwangeren besteht die Gefahr, dass das ungeborene Kind durch aufsteigende Keime geschädigt wird. Zudem sollte der Geburtskanal frei von Krankheitserregern sein und gegebenenfalls vor dem Geburtstermin saniert werden.

Diabetiker bieten Keimen unfreiwillig beste Wachstumsbedingungen, da Zucker vermehrt mit dem Urin ausgeschieden wird. Der Begriff Diabetes mellitus bedeutet "honigsüßer Durchfluss". Aufgrund dieser optimalen Wachstumsbedingungen für Krankheitserreger ist es unwahrscheinlich, eine Blasenentzündung ohne ärztliche Hilfe auszukurieren.

Darüber hinaus sollte bei drohenden Komplikationen sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dies betrifft zum einen Blut im Urin und zum anderen Fieber und Flankenschmerzen. Fieber und Flankenschmerzen deuten darauf hin, dass die Keime in Richtung der Nieren aufgestiegen sind, wodurch sich das Risiko einer Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) und einer Urosepsis (Blutvergiftung) ergibt.

Medikamentöse Behandlung von Zystitis

Die medikamentöse Behandlung unterteilt sich in die kurative (heilende) und supportive (unterstützende) Therapie. Zur Heilung im Sinne einer Abtötung der Krankheitserreger werden üblicherweise Antibiotika eingesetzt. Im (seltenen) Fall einer Infektion mit Pilzen finden Antimykotika Anwendung. Unterstützend kommen vor allem Schmerzmittel zum Einsatz, da es sich bei der Urozystitis um eine sehr unangenehme Erkrankung handeln kann.

Verschreibungspflichtige Medikamente Rezeptfreie Medikamente & Hausmittel
Fosfomycin Paracetamol 400mg
Pivmecillinam Ibuprofen 400mg
Nitrofurantoin Blasen- & Nierentees
Cotrimoxazol Cranberry Saft
Trimethoprim Vitamin C
Ciprofloxacin oligomere Proanthocyanidine (in Äpfeln, Erdnüssen, Kokosnüssen)
Cefuroxim Methenamin-Salze

Verschreibungspflichtige Medikamente

Erste Wahl bei einer unkomplizierten Blasenentzündung einer nicht schwangeren Frau ist das Antibiotikum Fosfomycin, das einmalig einzunehmen ist. Alternativ kann nach aktuellen Leitlinien das Penicillin-Derivat Pivmecillinam verschrieben werden. Als Mittel der zweiten Wahl kommen Nitrofurantoin oder Cotrimoxazol, ein Kombinationspräparat aus Trimethoprim und Sulfamethoxazol, in Betracht.

Allerdings bestehen bereits bei einem Fünftel der Harnwegsinfekte, die durch das Darmbakterium E. coli ausgelöst werden, Resistenzen gegen Cotrimoxazol. Als Reservemittel gelten zum Beispiel der Gyrase-Hemmer Ciprofloxacin und das Cephalosporin Cefuroxim. Außerhalb der Leitlinien werden in der kalkulierten Antibiotika-Therapie auch Carbapeneme (zum Beispiel Meropenem) eingesetzt.

Die komplizierte Harnwegsinfektion wird mit Gyrase-Hemmern wie Ciprofloxacin und Levofloxacin oder Gruppe-III-Cephalosporinen wie Ceftriaxon behandelt. Die gleichen Medikamente finden in der Therapie unkomplizierter Harnwegsinfektionen bei Männern Anwendung.

Die meisten Antibiotika sind für Schwangere ungeeignet. Für die Therapie einer Blasenentzündung bei Schwangeren bleiben nur oral einzunehmende Cephalosporine wie Cefuroxim sowie Fosfomycin als Medikamente der ersten Wahl. Trotz steigender Resistenzen ist die Behandlung mit dem Aminopenicillin Amoxicillin bei Schwangeren noch üblich. Für Kinder gelten dieselben Empfehlungen wie für Schwangere - für den Einsatz von Chinolonen besteht aufgrund möglicher Schädigung des Knorpels eine strenge Gegenanzeige.

Rezeptfreie Medikamente und pflanzliche Mittel

Paracetamol und Ibuprofen (in der Dosis 400 mg) sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei beiden handelt es sich um Schmerzmittel. Welches Medikament Betroffene bevorzugen, ist von der individuellen Verträglichkeit und der subjektiven Wirkung abhängig. Außerdem können in der Apotheke Blasen- und Nieren-Tees, zum Beispiel aus Bärentraubenblättern, erworben werden.

Hausmittel zur Behandlung einer Blasenentzündung

Viele Frauen behandeln ihre Blasenentzündung mit Cranberry-Saft und/oder Vitamin C. Andere Hausmittel sind oligomere Proanthocyanidine, die natürlicherweise in Pflanzen (zum Beispiel in Äpfeln, Traubenkernen, Erdnüssen, Kokosnüssen und Gingkoblättern) vorkommen. Ihnen wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

Methenamin-Salze (Methenaminmandelat, -hippurat) können zum Ansäuern des Harns verwendet werden. Allerdings lässt sich in den meisten Studien keine oder allenfalls eine sehr geringe Wirkung nachweisen. Jedoch sollten Patienten, die den Blutverdünner Phenprocoumon ("Marcumar") einnehmen, auf die Selbsttherapie mit Cranberry-Saft verzichten, da Inhaltsstoffe des Safts mit demselben Enzym interferieren, das das Medikament abbaut.

Unterstützende Maßnahmen zur Zystitistherapie

Empfohlen wir das Trinken von mindestens zwei bis drei Litern Flüssigkeit am Tag während einer Blasenentzündung. So sollen die Keime ausgespült werden. Dabei sollte nicht darauf gewartet werden, bis die Blase prall gefüllt ist, sondern besser häufiger die Toilette aufgesucht werden.

Wärmeanwendung kann sich schmerzlindernd auswirken. Mögliche Maßnahmen sind das Auflegen einer Wärmflasche, warme Sitzbäder und feuchtwarme Umschläge im Blasenbereich. Darüber hinaus ist in diesem Zeitraum ein Verzicht auf Geschlechtsverkehr anzuraten.

Maßnahmen zur Vorbeugung einer Blasenentzündung

Manche Frauen erkranken immer wieder an Blasenentzündungen. Treten mehr als dreimal pro Jahr Blasenentzündungen auf, sollte sich die betroffene Frau einem Arzt vorstellen. In manchen Fällen wiederkehrender Blasenentzündungen ist die vorbeugende Einnahme eines Antibiotikums, zum Beispiel Cotrimoxazol, für sechs Monate angezeigt. Diese Empfehlung gilt vor allem für Entzündungen, die unabhängig vom Geschlechtsverkehr auftreten.

Nach den Wechseljahren sind manche Frauen anfälliger für Blasenentzündungen, was mit der verminderten Östrogenmenge zusammenhängt. In diesem Fall kann die Anwendung von Östrogen-haltigen Cremes die Häufigkeit der Infektionen reduzieren. In einer Studie, die die prophylaktische Wirkung von L-Methionin mit dem Gyrase-Hemmer Nalidixinsäure verglich, konnte beobachtet werden, dass die Aminosäure L-Methionin sich zur Vorbeugung eignete. Eine andere Studie belegte die Wirksamkeit eines Kombinationspräparats mit 200 mg Kapuzinerkressekraut und 80 mg Meerrettichwurzel.

Zystitis vorbeugen

Hygienische Maßnahmen können eine Blasenentzündung verhindern

Manchmal helfen bereits einfache hygienische Maßnahmen, um das Auftreten einer Blasenentzündung zu verhindern oder zumindest unwahrscheinlicher zu machen. Vor allem gilt: Bei der Reinigung des Intimbereichs sollte von vorne nach hinten gewischt werden. Dies hat den dahinterstehenden Sinn, dass Darmkeime wie E. coli nicht in die unmittelbare Nähe der Harnröhre gelangen sollen.

Zur Reinigung sollte warmes Wasser verwendet werden. Seifen sind nicht notwendig und zum Teil sogar schädlich, da sie die empfindliche Haut reizen und deren Abwehrfunktion beeinträchtigen können. Weiterhin ist es ratsam, eher zu duschen als zu baden, wenn eine Frau zu Blasenentzündungen neigt. Außerdem ist von der Anwendung von Deodorant oder Parfüm im Intimbereich abzuraten! Inhaltsstoffe können die Haut reizen und schädigen.

Vorsichtsmaßnahmen vor und nach dem Geschlechtsverkehr

Es kann hilfreich sein, den Intimbereich vor dem Geschlechtsakt mit warmen Wasser zu säubern. Dieser Rat gilt für beide Partner. Nach dem Verkehr sollte innerhalb von einer Viertelstunde die Toilette aufgesucht werden, um möglicherweise verschleppte Keime schnellstmöglich heraus zu spülen.

Außerdem kann mit dem Frauenarzt besprochen werden, welche Form der Verhütung sich für Frauen eignet, die häufig von Harnwegsinfektionen betroffen sind. Allgemein gilt, dass Kondome gut vertragen werden, wohingegen spermizide (Spermien-abtötende) Cremes sowie Spiralen weniger geeignet sind.

Darüber hinaus können Frauen, die hauptsächlich nach dem Geschlechtsverkehr immer wieder eine Blasenentzündung entwickeln, innerhalb von zwei Stunden nach dem Sex prophylaktisch ein Antibiotikum einnehmen. Dazu eignet sich beispielsweise die postkoitale Einnahme von 100 mg Trimethoprim als Monotherapie oder die Kombination mit Sulfamethoxazol (Cotrimoxazol).

Eine Blasenentzündung mithilfe von gesunder Ernährung vehindern

Besonders wichtig ist es, genug zu trinken, es sei denn, dass Krankheiten wie eine Herzschwäche oder chronische Nierenerkrankung dagegensprechen. In diesen Fällen sollte die mit dem Arzt vereinbarte maximale Trinkmenge pro Tag nicht überschritten werden. Vermieden werden sollten alkoholische, kohlensäurehaltige und koffeinhaltige Getränke.

Zudem gibt es weitere Ernährungstipps, deren Wirksamkeit allerdings umstritten ist. So wird beispielsweise geraten, auf scharfe Gerichte und bestimmte Milchprodukte wie Käse, Mayonnaise, Sour Cream und Jogurt zu verzichten. Im Bereich von Obst und Gemüse gibt es Empfehlungen, keine Tomaten, Zitrusfrüchte, Bananen, Zwiebeln und Rosinen zu konsumieren. Außerdem solle auf Nüsse und den Süßstoff Aspartam verzichtet werden. Ob diese Ratschläge individuell hilfreich sind, können Betroffene einfach für sich ausprobieren.

Sonstiges Maßnahmen zur Prophylaxe

Frauen mit Diabetes mellitus sollten darauf achten, ihren Blutzucker gut einzustellen. Ab einem gewissen Schwellenwert können die Nieren Zuckermoleküle nicht mehr zurückhalten und scheiden vermehrt Zucker mit dem Urin aus. Zucker ist die bevorzugte Nahrung der meisten Krankheitserreger, die sich darum in einer Blase, die stark zuckerhaltigen Urin enthält, rasch vermehren können.

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Kälte allein macht zwar nicht krank, aber es scheint ein Zusammenhang zwischen Kälte und Infektionen zu bestehen. Darum sollte Kälte, insbesondere an den Füßen und im Blasenbereich vermieden werden.

Des Weiteren mögen die meisten Krankheitserreger keinen sauren pH-Wert. Der menschliche Urin hat üblicherweise einen sauren pH-Wert von fünf bis sechs, um Keimen keine guten Lebens- und Vermehrungsbedingungen zu bieten. Zusätzlich kann der Urin zum Beispiel mit Methenamin-Salzen angesäuert werden. Um den Intimbereich nicht unnötig zu reizen, sollte Unterwäsche aus reiner Baumwolle bevorzugt getragen werden, die bei 60 °C zu waschen ist.


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Quellen:

  1. Cystits: Treatments and drugs. Mayo Foundation for Medical Education and Research. URL: mayoclinic.org
  2. Complementary and Alternative Therapies as Treatment Approaches for Interstitial Cystitis. Kristene E Whitmore, MD. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  3. Efficacy of single-dose versus seven-day trimethoprim treatment of cystitis in women: a randomized double-blind study. Osterberg E et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  4. Management of Recurrent Urinary Tract Infections in Healthy Adult Women. Duane R Hickling MD et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Aktualisiert am: 14.03.2017